Aktiv trotz Asthma

Sandra Völker Interview

www.Luft-zum-Leben.de hat beim GSK-Skimarathon in Berchtesgaden ein Exklusiv-Interview mit der Weltklasse-Schwimmerin Sandra Völker geführt.

Sandra Völker


www.Luft-zum-Leben.de hat beim GSK-Skimarathon in Berchtesgaden ein Exklusiv-Interview mit der Weltklasse-Schwimmerin Sandra Völker geführt.

Sandra Völker, Sie sind Schirmherrin beim GSK-Asthma-Cup. Als Asthmatikerin dürften Sie eigentlich sogar mitfahren. Warum tun Sie`s nicht?

Sandra Völker: Ich bin keine alpine Skifahrerin. Aber ich mache Langlauf.

Wie geht es Ihnen im Winter mit Ihrem Asthma? Wird es da schlimmer?

Nein, ich reagiere nicht auf Kaltluft. Ich reagiere eher auf extreme Temperaturschwankungen.

Wie macht sich das bemerkbar?

Die Atmung geht schwerer. Und der Hals fühlt sich an, als wären die Stimmbänder belegt.

Was tun Sie dagegen?

Dann greife ich zwischendurch schon mal zum Spray. Ansonsten mache ich eine Dauertherapie mit Viani, die bei mir sehr gut wirkt.

Sandra Völker mit dem AsthmafonZoom (406KB)

In zwei Jahren finden Olympische Sommerspiele statt. Werden Sie dabei sein?

Das hängt von der Qualifikation ab. Wenn ich sie schaffe auf jeden Fall.

Sie denken also nicht an Rücktritt?

Weshalb sollte ich?

Nun ja, es gibt Menschen, die behaupten, Sie wären mit Ihren 31 Jahren für eine Schwimmerin schon relativ alt. Franziska van Almsick hat auch schon lange aufgehört.

Sie hat auch völlig anders trainiert als ich. Es ist schlicht falsch, dass man als Sportler mit 30 nicht mehr mithalten kann. Schauen Sie doch nur zu den Wintersportlern nach Turin – die haben alle um die 30 ihren Leistungszenit. Aber bei Sportlern wie Schorsch Hackl sagt keiner, die wären zu alt.

Macht Ihnen das Schwimmen immer noch Spaß?

Oh ja, es macht noch Spaß. Ich habe mit 12 Jahren als Leistungssportlerin angefangen, also relativ spät. Aber was viel wichtiger ist: Ich hatte im Training immer neue Reize. Ich hab immer geguckt, was könnte mich unterstützen, mich an der Spitze zu halten. Denn es ist eine Sache an die Weltspitze zu kommen, aber eine ganz andere, dort zu bleiben. Und dazu lohnt es sich, manchmal über den Rand des Schwimmbeckens hinaus zu schauen.

Und das bedeutet?

Ich mache nicht ständig dasselbe Training, und nicht immer nur im Schwimmbecken. Momentan stelle ich mein Training gerade um.

Und wie?

Das verrate ich nicht. Mir sind früher öfter mal Ideen geklaut worden.

Sie betreiben auf jeden Fall noch andere Sportarten außer Schwimmen?

Natürlich. Laufen gehört dazu, auch Krafttraining, in letzter Zeit auch vermehrt Karate. Und Inliner fahren.

Und Skilanglauf.

Richtig. Mein nächstes Langlauf-Trainingslager werde hier in Berchtesgaden machen, allerdings nicht mehr in diesem Winter, sondern frühestens Ende des Jahres. Schließlich habe ich hier eine optimale Betreuung.

Danke für das Gespräch



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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