Das Auslandsstudium erhöht die beruflichen Chancen
Viele Unternehmen agieren heute weltweit im Ausland und bieten lukrative Jobs auch außerhalb Deutschlands an. Mit der Auslandserfahrung und Sprachkompetenz und ggf. auch den internationalen Kontakten, die man während seines Auslandsstudiums erworben hat, lässt sich daher in jedem Fall vor potentiellen Arbeitgebern punkten. Wer einen Teil seiner Leistungsnachweise und Abschlüsse im Rahmen des Studiums im Ausland erworben hat, beweist, dass er sich in ein neues Umfeld einarbeiten und dort Erfolg haben kann. Unabhängig davon erweitert die Zeit im Ausland natürlich auch den eigenen Horizont und die eigenen Spielräume bei der Jobsuche und Lebensplanung.
Immer mehr Studierende legen Auslandssemester ein
Kein Wunder also, dass immer mehr deutsche Studenten an ausländische Universitäten und Hochschulen streben. Im Jahr 2005 waren immerhin 76.000 deutsche Studenten im Ausland eingeschrieben - ein Zuwachs gegenüber 1995 um 80 Prozent! Bevor man ein Auslandssemester ins Auge fasst, sollte man möglichst schon zwei, drei Semester ein entsprechendes Fach in Deutschland studiert haben (besser noch ein ganzes Grundstudium) und sich dann nach einem inhaltlich passenden Studiengang im Ausland umschauen. So kann man am besten erreichen, dass die Leistungsnachweise auch in Deutschland anerkannt werden und der Auslandsaufenthalt bei der Bewerbung auch wirklich einen Vorteil bietet.
Ein längerer Auslandsaufenthalt stellt in der Regel auch für Studierende mit Asthma kein gesundheitliches Problem dar, wenn sie die besonderen gesundheitlichen Voraussetzungen bei der Planung und Auswahl des Hochschulstandortes berücksichtigen.
Bei Asthma besonders auf den Standort der Auslands-Uni achten!
Auch Studierende mit Asthma sollten diese Möglichkeit unbedingt nutzen und sich nicht durch ihre chronische Krankheit abhalten lassen. Ein längerer Auslandsaufenthalt stellt in der Regel für sie kein gesundheitliches Problem dar – vorausgesetzt, dass sie ihre besonderen gesundheitlichen Voraussetzungen bei der Planung und Auswahl des Hochschulstandortes berücksichtigen. So sollten Lebensbedingungen und die Möglichkeiten der gesundheitlichen Versorgung am ausländischen Hochschulort den Erfordernissen der Asthmaerkrankung angepasst sein.
Klimatische- und Umweltfaktoren können Asthma verschlechtern
Oftmals entscheiden bei der Auswahl der Studienorte bei gleicher fachlicher Eignung der Lehreinrichtungen auch Gesichtspunkte wie Freizeitmöglichkeiten, zu erwartender Spaßfaktor und sogar das Wetter mit. Standorte mit warmem Klima am Meer sind ein besonderer Renner. Auch für Asthmatiker sind das Meerklima und selbst tropisches Klima bestens geeignet. Jedoch können hohe Umweltbelastungen mit Ozon, Feinstaub, Industrie- und Autoabgasen, wie sie in vielen Ballungszentren vorherrschen, einen solchen Klimavorteil wieder zunichte machen, da sie sich negativ auf das Asthma auswirken. Diesbezüglich sollte man sich genau informieren, bevor man sich für diesen oder jenen Studienort entscheidet.
Entscheidend ist, dass sich geeignete Ärzte und auf Atemwegserkrankungen spezialisierte Einrichtungen in der Nähe des ausländischen Uni-Standortes befinden. Zudem müssen die benötigten Asthma-Medikamente erhältlich sein.
Gute medizinische Versorgung vor Ort sollte gegeben sein
Weiterhin entscheidend ist, dass sich geeignete Ärzte und auf Atemwegserkrankungen spezialisierte Einrichtungen am Standort der Auslands-Uni oder zumindest in erreichbarer Nähe befinden. Wer ein Studium weitab von der Heimat plant, sollte sich in jedem Fall nach westlich orientierten Krankenhäusern oder nach Ärzten im Umfeld des Studienortes erkundigen, die eine ihnen vertraute Sprache sprechen. Dies kann im Ernstfall lebenswichtig sein. Die zuständige Krankenkasse kann Ihnen in dieser Angelegenheit weiterhelfen. Mögliche Ansprechpartner sind zudem Fremdenverkehrsämter, Auswärtiges Amt oder die Deutschen Botschaften in den Zielländern.
Ohne Asthmamedikamente geht es nicht!
Darüber hinaus sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass Ihre Versorgung mit Asthmamedikamenten im Ausland zu jedem Zeitpunkt gewährleistet ist. Nicht in allen Ländern sind die Medikamente in der gewohnten Qualität und Zusammensetzung erhältlich. Erfragen Sie vorab, ob und wo Sie die von Ihnen benötigten Asthmamedikamente im Zielland beziehen können. Informationen hierzu gibt es beim Arzt, bei der Krankenkasse oder auch in der Apotheke. Beispielsweise verfügen viele Apotheken über eine entsprechende Software, die Auskünfte über die in anderen Ländern zugelassenen Medikamente erteilt. Sollten die Präparate in anderen Wirkstoffkonzentrationen als gewohnt zur Verfügung stehen, sollten Sie mit Ihrem Arzt über die erforderliche Dosierung sprechen.
Berücksichtigen Sie auch, dass Asthmamedikamente, die Sie benötigen, in anderen Ländern unter einem anderen Namen im Handel sein können. Beispielsweise heißt das Asthma Kombinationsarzneimittel (Wirkstoffkombination aus Fluticason und Salmeterol) in Deutschland Viani oder Athmadisc, in den USA Advair und in allen anderen Ländern Seretide.
Was ist sonst noch wichtig?
Erkundigen Sie sich, inwieweit Ihre Krankenversicherung auch im Zielland greift und schließen Sie nötigenfalls eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung ab, die im Notfall sowohl für den Krankenrücktransport sorgt, als auch für alle ambulanten und stationären Kosten aufkommt.
Daneben sollten Sie sich einen mehrsprachigen Nothilfepass besorgen, der alle wichtigen Gesundheitsdaten, vor allem aber Angaben zu Ihrer Asthmaerkrankung und den benötigten Medikamenten, vollständig enthält.
Quellen:
Nach Informationen von Deutscher Akademischer Auslandsdienst (DAAD), www.fit-for-travel.de und www.stern.de
Wichtige Links:
Informationen und Beratung zum Auslandsstudium:
http://www.daad.de/ausland/index.de
http://www.semester-im-ausland.de
Mögliche ausländische Abschlüsse
Fördermöglichkeiten / Bafög
Was kann man wo studieren?
Reisemedizinische Beratung für das Ausland:
http://www.fit-for-travel.de/ (besonders Rubrik: Chronische Erkrankungen)
http://www.medical-helpline.com
Internationaler Pollenkalender:
http://www.polleninfo.org/
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