Beruf

Schlechte Schulnoten - auch ein Zeugnis für die Asthmatherapie

Das Schuljahr geht zu Ende - und viele Sprösslinge bringen schlechte Zeugnisse nach Hause. Bei Kindern mit Asthma ist oft die Erkrankung Schuld an den schlechten Schulleistungen, denn Asthma-Kinder sind weniger leistungsfähig als gesunde Mitschüler. Umso wichtiger ist es, dass Eltern schlechte Schulnoten nicht abstrafen, sondern mit dem Kind gemeinsam nach Ursachen und Lösungen suchen.

Schulleistungen von Kindern


Bessere Schulleistungen durch optimale Asthmabehandlung
Asthma kann die Schulleistungen von Kindern stark beeinträchtigen. Kommen die jungen Patienten mit ihrer Erkrankung nur mäßig zurecht, schmälert das ihre Konzentration im Unterricht. Und eine US-Studie belegt: Schulkinder, die durch asthmatischen Husten oder durch Atemnot 1-3 Mal pro Nacht aufwachen, fehlen häufiger in der Schule als gesunde Kinder. Die erhöhten Fehlzeiten führen wiederum zu schlechteren Schulnoten.
Dabei müsste das gar nicht sein. Husten, Pfeifen oder Atemnot während der Nacht weisen nämlich darauf hin, dass das Kind medikamentös nicht optimal eingestellt ist. Treten solche Symptome auf, sollten Eltern dies umgehend mit dem behandelnden Arzt besprechen und die Therapie anpassen. Zusätzlich kann eine Asthmaschulung dem Kind helfen, die Krankheit besser zu bewältigen. So werden negative Auswirkungen auf den Alltag reduziert - auch in der Schule. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Asthma im Kindesalter bei einer maßgeschneiderten Therapie eine gute Chance auf Heilung hat. Je nach Untersuchung zeigt sich, dass kindliches Asthma in 29-57% der Fälle später verschwindet.

Auf schlechtes Zeugnis mit Zuwendung statt Strafe reagieren
Schulnoten entscheiden über Zukunftschancen. Kein Wunder, dass Eltern auf ein schlechtes Zeugnis mit Ärger reagieren und manchen sogar die Nerven durchgehen. Doch damit helfen sie ihrem Sprössling nicht. Im Gegenteil: Schelte verunsichert das Kind zusätzlich. Es knabbert selbst an dem schlechten Ergebnis und glaubt, seine Eltern enttäuscht zu haben. Kinder- und Jugendpsychologen raten hier zu Umsicht und Behutsamkeit: Das Kind nicht bestrafen, sondern Einfühlvermögen und Zuwendung zeigen. Eltern sollten sich hüten, eigene Versagensängste auf ihren Nachwuchs zu übertragen und so den Leistungs- und Erwartungsdruck zu erhöhen.

Schlechte Noten sind ein Warnsignal, das zum Ändern aufruft. Daher empfehlen Kinderpsychologen: Das Zeugnis mit dem Schüler in Ruhe durchgehen und überlegen, was im nächsten Jahr besser zu machen ist. Dabei sollte auch die derzeitige Asthmatherapie kritisch hinterfragt werden. Vielleicht könnte regelmäßiger Sport die Belastbarkeit und das Wohlbefinden des Kindes steigern? Möglicherweise wäre ein Kuraufenthalt sinnvoll? Schließlich: Braucht das Kind Nachhilfe oder schafft die Familie es allein?

Quellen: Nach Informationen des Deutschen Grünen Kreuzes und des Bundesverbandes Kinder- und Jugendpsychiatrie und Ps

Oktober 2007



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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