Freizeit

Fit in den Sommer − Durchatmen mit gesunder Ernährung

Im Sommer wird wieder mehr auf den Körper geschaut und auf eine gesunde Ernährung geachtet – allein um die Figur wieder bikiniflott zu machen. Asthmatiker können gleich mehrfach von einer Ernährungsumstellung profitieren. Denn während sich fettiges, vitaminarmes Essen nachweislich negativ auf den Asthmastatus auswirkt, kann eine gesunde, kalorienarme Kost auch zu weniger Asthma-Beschwerden und damit mehr Lebensqualität führen.

Asthma und Ernährung


Es gibt viele Gründe, um sich gesund zu ernähren: Zum Beispiel wenn überflüssige Pfunde am Hosenbund drücken oder wenn man sich schlapp und ausgelaugt fühlt. Doch vor allem Menschen mir chronischen Atemwegserkrankungen können von einer ausgewogenen Ernährung profitieren. So sind Asthma und chronische Bronchitis immer mit Entzündungsvorgängen und übermäßigen Immunreaktionen verbunden, wogegen sich auch mit einer veränderten Ernährungsweise angehen lässt. Beispielsweise scheinen sich einige Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder auch brauner Reis* positiv auf das Immunsystem auszuwirken. Und auch die Mediterrane Küche ist für Asthmatiker besonders zu empfehlen.

Mittelmeerkost bei Asthma besonders vorteilhaft
Im hektischen Alltag ist der Griff zum Fast Food oft die einfachste Lösung. Darunter leidet die Figur oft erheblich.

Aber ein Umdenken lohnt sich auch aus gesundheitlicher Sicht! Mehr Obst und Gemüse, mehr pflanzliche und weniger tierische Fette - viele Asthmatiker berichten, dass sie durch gesünderes Essen auch weniger Asthma-Beschwerden haben. Wie die Wissenschaft zeigt, handelt es sich hierbei keineswegs nur um ein persönliches Empfinden, sondern um eine wirkliche Besserung des Zustands. So haben britische Forscher erst kürzlich herausgefunden, dass Kinder aus dem griechischen Mittelmeerraum weniger häufig unter Asthma und allergischen Atemwegserkrankungen leiden als ihre Altersgenossen in Großbritannien.





Obst und Gemüse an Stelle von Fast Food wirken sich positiv auf das Entzündungsgeschehen bei Asthma aus.

Die Wissenschaftler führen dies auf die für den Mittelmeerraum typische gesündere Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst wie Trauben, Orangen, Äpfeln, frischen Tomaten und Nüssen zurück. Aber auch das in Griechenland heimische Olivenöl mit seinen mehrfach ungesättigten Fettsäuren soll sich positiv auf die Atemwegsgesundheit auswirken.

Obst und Gemüse für freies Durchatmen
Obst und Gemüse sollten auf dem Speiseplan täglich in ausreichender Menge vorkommen. Sie enthalten antioxidative und entzündungshemmende Nährstoffe, die sich bei Atemwegserkrankungen positiv auswirken. Dazu zählen unter anderem die Vitamine A und E, Beta-Carotin oder Omega-3-Fettsäuren. Eltern sollten darum verstärkt darauf achten, was ihr Nachwuchs über den Tag verteilt isst. Gerade Jugendliche scheinen zu wenig auf ihre Ernährung zu achten. Dies hat eine Studie aus den USA** belegt. Besonders die Heranwachsenden, die zu wenig Frisches zu sich nehmen, weisen ein erhöhtes Risiko für Lungenkrankheiten auf. Der berühmte Satz: „Ein Apfel am Tag“ ist deshalb eben doch nicht genug.

Gepökeltes Fleisch nur in Ausnahmefällen
Aber auch Speck, Salami und andere Wurst- und Fleischwaren mit Pökelfleischanteil sind besonders belastend für die Lungenfunktion.

Aus den USA stammt eine Studie***, die einen Zusammenhang zwischen chronischen Atemwegserkrankungen (COPD) und gepökeltem Fleisch erkennen lässt: Studienteilnehmer, die regelmäßig gepökeltes Fleisch zu sich nahmen, hatten ein um 71% erhöhtes Risiko, an chronischen Atemwegserkrankungen und damit auch an Asthma zu erkranken.


Besonders Jugendliche achten zu wenig auf eine vitaminreiche Ernährung. Das spiegelt sich auch in den Asthmazahlen wider.

Einige entwickelten sogar die typischen Raucher-Atemprobleme, ohne je eine Zigarette angefasst zu haben. Schuld soll das beim Pökeln verwendete Nitritsalz sein. Darum heißt es für Asthmatiker: Finger weg von gepökelten Produkten!

Zusätzlich auch die Dauertherapie nicht vernachlässigen
Um die Entzündungsgeschehen in den Atemwegen so gering wie möglich zu halten, sollte zusätzlich zur gesunden Ernährung unbedingt auf eine regelmäßige Medikamenteneinnahme geachtet werden. Denn eine gesunde Ernährung verspricht nur in Kombination mit einer gut kontrollierten Dauertherapie eine langfristige Linderung der Symptome und in vielen Fällen einen fast beschwerdefreien Alltag.
(sk/bsmo)

Quellen:
Nach Informationen von Journal of Food Science, der Fachzeitschrift Chest und des American Journal of Epidemiology

Weiterführende Informationen:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung: http://www.dge.de/

Studien:
* S.P. Choi et al: Antiallergic activities of pigmented rice bran extracts in cell assays Journal of Food Science 2007 Nov;72(9):S719-26

** JS Burns et al: Low dietary nutrient intakes and respiratory health in adolescents, Chest. 2007 Jul;132(1):238-45

*** Jiang et al.: Prospective study of cured meats consumption and risk of chronic obstructive pulmonary disease in men.
Am J Epidemiol. 2007 Dec 15;166(12):1438-45

Bild-Quelle:
istockphoto.com, © 18070

Juli 2008



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Samstag, 31. Juli 2010

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