Freizeit

Asthma und Ernährung

Übergewicht ist ungesund – besonders für Menschen mit Asthma. Wer zu viele Pfunde mit sich herumschleppt, kommt bei Belastung schnell aus der Puste. Das erhöht das Risiko für einen Anfall. Deshalb verbessert Abspecken die Lebensqualität von Asthmatikern gleich mehrfach. Bloß: Welche Diät hilft wirklich?

Obst Und Gemüse


Übergewicht provoziert Asthma-Anfälle
Etwa drei Viertel der Patienten, die aufgrund einer Asthma-Attacke in eine Klinik müssen, haben Übergewicht, ermittelten US-Forscher aus Boston kürzlich. Einer der Gründe: Das Fettgewebe produziert Entzündungsfaktoren, die Luftnot verstärken können. Hinzu kommt, dass übergewichtige Asthmatiker schneller außer Atem geraten, auch schon bei leichter körperlicher Anstrengung. Ein weiterer Risiko-Faktor für übergewichtige Asthmakranke: Sodbrennen. Die Magensäure hat es bei dicken Menschen wesentlich leichter, die Luftröhre aufzusteigen und ihr Reizpotenzial zu entfalten. Wie gut Ihr Asthma kontrolliert ist, hängt ganz wesentlich von zwei Faktoren ab. Zum einen spielt natürlich eine individuell abgestimmte Dauertherapie eine entscheidende Rolle bei der Asthmakontrolle. Wer aber möglichst selten an seine Krankheit erinnert werden möchte, sollte auch seine persönlichen Risikofaktoren - wie überschüssige Pfunde - reduzieren. Alles Maßnahmen, die für mehr Wohlbefinden und Lebensfreude sorgen.

Ernährung dauerhaft umstellen
Es klingt so einfach: Wer weniger isst, nimmt automatisch ab. Das stimmt auch. Die meisten Diäten zeigen Wirkung – sofern man sie durchhält. Allerdings kommt es im Anschluss oft zum so genannten Jojo-Effekt. Schnell sind die Kilos wieder auf den Hüften und ein paar mehr noch dazu. Isst jemand nämlich weniger als gewohnt, schaltet sein Stoffwechsel auf Sparflamme. Eine Diät führt zwar dazu, dass die Fettspeicher schrumpfen. Danach jedoch lagert sich neues Fett schneller ein, Abnehmen wird immer schwerer. Um sein Idealgewicht zu erreichen und zu halten, hilft nur eins: seine Ernährung umstellen. Doch welche Schlankheitskur geht wirklich an die Substanz und ändert das Verhalten dauerhaft?

Sehr empfehlenswert: wenig Fett und Glyxkost
Die Stiftung Warentest prüft regelmäßig Diäten. Insgesamt 90 Esskonzepte bewerten die Tester dem Spezialheft „Schlank und fit“. Das Prädikat „sehr empfehlenswert“ vergaben die Fachleute an die „Idealdiät“ der Ernährungswissenschaftler Michael Hamm und Friedrich Bohlmann. Ihr Abspeckansatz vereinigt zwei neue Diätprinzipien: wenig Fett und kohlenhydratbewusstes Essen, kurz Glyxkost genannt. Dahinter steht die Theorie, dass Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index den Blutzucker kaum ansteigen lassen. So produziert der Körper wenig Insulin, das hungrig und dick macht. Praktisch bedeutet das, Nahrungsmittel nach den „richtigen“ Kohlenhydraten auszuwählen. Übergewichtige, die die Idealdiät getestet haben, verloren binnen 2-7 Monaten zwischen 5 und 17 Kilo. Ein überzeugendes Ergebnis.

Buchtipps:
Prof. Dr. Michael Hamm, Friedrich Bohlmann
Die Idealdiät
Gräfe und Unzer Verlag, Dezember 2003
Preis 15 Euro

Stiftung Warentest
Test-Spezial „Schlank und fit“
Mai 2005
Preis: 7,50 Euro

Linktipps:
Wie gut ist Ihre Asthmakontrolle? Ein kostenloser Selbsttest.
http://www.asthma-kontrolltest.de

5 am Tag – Die Gesundheitskampagne mit Biss
http://www.5amtag.de/index1.php

Deutsche Gesellschaft für Ernährung
http://www.dge.de

Quellen: Ärzte-Zeitung, Stiftung Warentest

Oktober 2007

Bild-Quelle: © Fotoserach.com



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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