Angemessene Dauertherapie bei Asthma das „A und O“
Asthma ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege mit periodischem Verlauf. Dies heißt, Symptome wie Atemwegsverengung und Atemnot treten immer wieder auf, (relativ) symptomfreie Phasen wechseln mit symptomintensiven Phasen ab. Beschwerdelosigkeit bedeutet also nicht, geheilt zu sein. Vonnöten ist vielmehr eine angemessene Dauertherapie, die bewirkt, dass es so gut wie nie zu akuten Beschwerden wie Kurzatmigkeit oder Husten kommt. Bestmögliche Asthmakontrolle heißt das Zauberwort.
"Durch eine moderne Asthmatherapie ist dieses Ziel bei bis zu 80% der Patienten erreichbar", erläutert Dr. Martin Ehlers, Facharzt für Innere Medizin aus Hamburg. Tatsächlich hat aber nur eine Minderheit der Patienten ihr Asthma gut unter Kontrolle. Viele Asthmapatienten brechen ihre Therapie in beschwerdefreien Phasen ab – und das kann gefährlich werden. Denn dann verschlechtert sich der Gesundheitszustand über kurz oder lang.
Schamgefühle und Angst vor Nebenwirkungen sind unangebracht
Schuld am Abbruch der Therapie sind nicht selten soziale Beweggründe, wie eine Studie belegt. „Immerhin vermeiden es 34% aller befragten Asthmatiker, ihr Asthmamedikament in der Öffentlichkeit einzusetzen - aus Scham oder Eitelkeit vermutlich", wie die Geschäftsführerin des TNS-Healthcare-Institutes Frau Dr. Bestehorn feststellt.
Manchmal sei es auch die Angst vor den Nebenwirkungen der Medikamente, z.B. des Kortisons, die hinter dem Therapieabbruch stehe, so Dr. Ehlers. Völlig zu Unrecht, wie er erklärt. Denn ein inhalatives Kortikoid wirkt nur lokal, d.h. in den Atemwegen. Die typischen Nebenwirkungen einer systemischen Kortisontherapie (Tabletten, Spritzen) treten daher nur extrem selten auf. Der Nutzen der Medikamente überwiegt bei weitem die möglichen Nebenwirkungen, denn wird das Asthma nicht behandelt, können dauerhafte Schäden die Folge sein.
Schnell und einfach testen, ob Sie gut eingestellt sind
Asthmatiker sollten daher ihre Medikamente konsequent einnehmen und regelmäßig überprüfen, ob sie ausreichend gut medikamentös eingestellt sind. Dies ist mit dem Asthmakontrolltest (Asthma-Control-Test, ACTTM) einfach und sicher möglich. Dieser berücksichtigt im Gegensatz zu herkömmlichen Tests, etwa der Peak-Flow-Messung, gleich mehrere Krankheitsparameter - Symptome, Medikamenteneinnahme sowie Lebensqualität - und bringt daher sehr zuverlässige Ergebnisse. Obendrein ist der Test einfach und schnell zu bewerkstelligen. Er kann vom Patienten im Wartezimmer, gemeinsam mit dem Arzt oder auch online hier ausgefüllt werden.
So funktioniert’s
Ähnlich wie beim Blutdruck lässt ein einfacher Zahlenwert Aussagen darüber zu, wie gut das Asthma kontrolliert ist. Fünf zu beantwortende Fragen mit je maximal fünf erreichbaren Punkten bilden das Testwerkzeug. Erreicht der Patient die volle Punktzahl – nämlich 25 Punkte -, war sein Asthma in den letzten vier Wochen vollständig unter Kontrolle. Auch bei einer Punktzahl zwischen 20 und 24 ist die Asthmakontrolle noch gut. In beiden Fällen kann die bisherige Therapie fortgeführt werden. Bei weniger als 20 Punkten ist das Asthma nicht unter Kontrolle und die Therapie sollte optimiert werden. Wichtig ist, dass der Asthmakontrolltest immer in Absprache mit dem Arzt ausgefüllt und anschließend mit ihm besprochen wird. Zögern Sie nicht und probieren Sie aus, ob es Ihnen schon 25 geht!
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Nach Informationen von GlaxoSmithKline, Mai 2007
Oktober 2007
Bild-Quelle: istockphoto.com, © Bradley Mason