Freizeit

Wohlfühlen in der kalten Jahreszeit – Entspannen und genießen

Die raue Witterung und trockene, staubige Heizungsluft setzen den Atemwegen im Herbst und Winter besonders zu. Vor allem Asthmapatienten sollten sich in diesen Tagen etwas Gutes tun und ihren gestressten Atemwegen ab und an einmal eine Auszeit gönnen. Bei einem „Verwöhnwochenende“ oder einem Kurzurlaub in einem der zahlreichen Heilbäder, Luftkurorte, Thermal- und Solebädern kann man die Seele baumeln lassen und wieder Luft und Kraft für die kalte Jahreszeit schöpfen.

Wohlfühlen in der kalten Jahreszeit – Entspannen und genießen


Herbst und Winter sind anstrengend für die Atemwege
Wenn der raue Nordwind pfeift und die Heizkörper aus ihrer Sommerruhe erwachen, wird es stressig für Asthmapatienten. Ausgekühlt kommt man in die geheizte Wohnung und wird von trockener Luft und aufgewirbeltem Staub empfangen. Dazu kommt noch der Stress in der Vorweihnachtszeit: Geschenke besorgen, Familientreffen planen und bei vielen auch noch die Belastungen im Job. All das kann das Immunsystem ganz schön mitnehmen und die Atemwege strapazieren. Das Erkältungsrisiko und die Gefahr von Asthmabeschwerden steigen an. Darum ist es gerade in diesen Wochen besonders wichtig, zwischendrin etwas Ruhe und Erholung einzuplanen. Ein Tagesaufenthalt oder sogar ein Kurzurlaub in einem für die Bronchien freundlichen Klima sind dazu gerade ideal. Heilbäder, Luftkurorte, Thermal- und Solebäder bieten im Herbst und Winter oftmals interessante Pauschalen an, die den Körper entspannen und der Seele helfen, wieder zur Ruhe zu kommen.

Soleinhalationen und Meerluft wirken beruhigend
Solewasser, fein zerstäubt, ist zum Inhalieren wunderbar geeignet. Der Salz- und Mineralgehalt befeuchtet die Schleimhäute und hilft, Infektionen und Entzündungen vorzubeugen. Warm eingepackt kann man auch im Winter Freiluftinhalatorien genießen. Gradierwerke, bei denen salzhaltiges Wasser über Holzgestelle rieselt und dabei verdunstet, bieten für solche Anwendungen sehr gute Voraussetzungen. Ebenso wohltuend für die Atemwege ist ein Aufenthalt am Meer. Schon ein Spaziergang an Nord- oder Ostsee sorgt für besseres Durchatmen und macht den Kopf frei von Stress und Alltagssorgen.

Raues Wetter und Kälte, aber auch viel Stress in der Vorweihnachtszeit sorgen dafür, dass Asthmabeschwerden zunehmen können.

Ruhe vor dem Alltagsstress
Asthma verschlimmert sich nachweislich, wenn man ständig „unter Strom“ steht. Die Stresshormone lassen auch die Bronchien auf Hab-acht-Stellung gehen und die Gefahr eines Asthmaanfalls steigt. Darum ist es wichtig, für das nötige Maß an Ausgleich zu sorgen. Entspannung und innere Ruhe erfährt man zum Beispiel, wenn man sich einmal so richtig verwöhnen lässt. Wohltuende Wellness-Massagen, Moor- oder Schlammanwendungen oder der Aufenthalt im Lichtbad im Rahmen eines Wellnesswochenendes oder einfach zwischendurch sind mögliche Alternativen. Die Muskeln lockern sich, die Stimmung wird gehoben. Wer es verträgt, kann sich auch in die Sauna, ein Dampfbad oder in ein orientalisches Hamam zurückziehen. Hauptsache, es tut gut.

Aktiv für neuen Schwung
Auch Fitnessangebote sollte man nutzen. Ob Aquagymnastik, Skilanglauf durch den verschneiten Winterwald, Nordic Walking oder Radfahren - moderate Ausdauersportarten, am besten an der frischen Luft, lassen wieder Sauerstoff durch den Körper fließen und regen sanft das Immunsystem an. Schon eine halbe Stunde täglich unter freiem Himmel reicht aus, um Herbstdepressionen vorzubeugen und die Atemmuskeln so zu trainieren, dass die körperliche Fitness auch über den Winter erhalten bleibt. Wer bislang noch keinen Sport betrieben hat, sollte sich mit seinem behandelnden Arzt oder seiner Ärztin beraten, um sich nicht zu überanstrengen. Besonders wenn es sehr kalt ist, müssen Asthmapatienten es langsam angehen, um die Bronchien nicht durch die kalte Luft zu reizen. Am besten versucht man, immer nur durch die Nase zu atmen, dann ist die Luft angewärmt und gut befeuchtet.

Entspannung und innere Ruhe sind wichtig bei Asthma. Planen Sie daher immer wieder kleine Erholungs- und Entspannungspausen ein.

Familienangebote nutzen
Wie selten können sich Eltern in Ruhe erholen! Um so schöner ist es, wenn es Angebote für die ganze Familie gibt. Während die Kleinen Spaß und Unterhaltung bekommen, können die Eltern in Ruhe ihren Wellnesstag genießen. Die Kinder spielen, basteln oder gehen auf eine betreute Wanderung im Schnee, Mama entspannt sich bei einer Massage und Papa hat den Whirlpool erobert. Abends hat man sich dann viel zu erzählen. Auch für Kinder ist ein solcher Mini-Gesundheitsurlaub eine tolle Sache, um Krankheiten vorzubeugen.

Die Atemwege gut schützen
Um die empfindlichen Atemwege für die nass-kalte Herbst- und Wintersaison gut zu wappnen, sollten Asthma-Patienten regelmäßig ihre Asthma-Medikamente einnehmen. Denn nur so werden Entzündungsprozesse in Schach gehalten und die Empfindlichkeit der Atemwege gegenüber äußeren Einflüssen geht zurück. Vergessen Sie also Ihre Medikamente auch auf dem Wellnesstrip nicht.
(sk/bsmo)

Linktipps:
Tipps für Ihren Wellnesstrip
www.special-gesunder-urlaub.de
www.baederkalender.de
www.wellnessverband.de

Quellen:
Nach Informationen von Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Innungskrankenkasse (IKK) und lifeline.de

Bild-Quelle:
istockphoto.com, @ Liz Leyden

November 2008



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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