Freizeit

Ab in die Osterferien – Tipps für das Reisen mit asthmakranken Kindern

Endlich schulfrei, endlich Ferien! Viele Familien hält jetzt nichts mehr daheim. Am besten ganz weit weg und möglichst viel Sonne und Wärme tanken, lautet jetzt die Devise. Nicht selten werden sogar Reisziele in wärmebeständigen tropischen oder subtropischen Gefilden angesteuert. Besonders, aber nicht ausschließlich hier sind spezielle Reisevorbereitungen nötig, gerade wenn Ihr Kind unter einer chronischen Krankheit wie Asthma leidet.

Osterferien


In den Ferien zu Hause bleiben ist out – Verreisen ist in! Und der Trend geht hin zu immer exotischeren Reisezielen. Bereits 8% aller Kinder sind heute an Fernreisen etwa nach Afrika, Asien und Lateinamerika beteiligt. Ausgestattet mit den nötigen Medikamenten und einer guten medikamentösen Einstellung können auch asthmakranke Kinder bedenkenlos Fernreisen antreten. Bei ihnen wie auch bei allen anderen Kindern stehen die Eltern dabei in der Pflicht, für einen kindgerechten Urlaub und einen optimalen Gesundheitsschutz ihrer Sprösslinge zu sorgen.

Holen Sie den Arzt mit ins Boot
Lassen Sie regelmäßig beim Arzt überprüfen, wie gut das Asthma ihres Kindes eingestellt ist. Vor allem vor einer geplanten Reise ist dies von besonderer Bedeutung, damit kein Asthmaanfall den Reisespaß trübt. Mit einem optimal medikamentös eingestellten Asthma wird der Urlaub für Sie und Ihr Kind zur echten Erholung.
Informieren Sie sich zudem bei Ihrem Arzt rechtzeitig vor Reiseantritt über die Notwendigkeit zusätzlicher Schutzimpfungen, damit sich der Impfschutz bis zum Reisetermin auch rechtzeitig aufbauen kann.

„Lassen Sie vor Urlaubsantritt überprüfen, wie gut das Asthma Ihres Kindes eingestellt ist.“

Eine kindgerechte Urlaubsplanung fängt schon bei der Anreise an
Damit der Urlaub auch von Anfang an ein schönes und entspanntes Erlebnis ist, sollten Eltern bereits bei der Planung der eigentlichen Reisetätigkeit auf Kinderfreundlichkeit achten. Kinder „funktionieren“ anders als Erwachsene. Ihre Kraftreserven sind schneller erschöpft und der Bewegungsdrang ist wesentlich größer. Dass man bei Radtouren kürzere Strecken einplant und häufiger Pausen einlegt, damit es nicht zu einer Überanstrengung kommt, sollte deshalb selbstverständlich sein. Bei längeren Auto-Anreisen empfiehlt sich ein kleiner Zwischenstopp etwa alle zwei Stunden, damit das Kind seinem Bewegungsdrang nachkommen kann.

Bei Flugreisen von asthmakranken Kindern sind besondere Vorkehrungen nötig
Wenn Ihr Kind unter Asthma leidet und Sie eine Flugreise antreten, sollten alle regelmäßig benötigten Asthmamedikamente unbedingt im Handgepäck sein. Das Klima an Bord ist ungünstig: Eine geringe Luftfeuchtigkeit und niedriger Luftdruck, gepaart mit Aufregung und Anstrengung, die üblicherweise mit einer Reise verbunden sind, erhöhen das Risiko eines Asthmaanfalls erheblich.

„Bei Flugreisen gehört das Asthmamedikament ins Handgepäck.“

Die medizinischen Gegebenheiten am Urlaubsort sollten Sie kennen
Auch sollten Sie sich vor Ihrer Reise genau über die medizinischen Gegebenheiten am Urlaubsort informieren und sich, z.B. mit einer geeigneten Reiseapotheke, selbst gut für alle Eventualitäten wappnen. Denn eine gute medizinische Versorgung kann im Reiseland möglicherweise schlechter erreichbar sein. Informationen zu medizinischen Einrichtungen vor Ort bekommt man in einem aktuellen Reiseführer oder im Internet (siehe Linkliste unten). Vor Ihrer Abreise sollten Sie zumindest die Adresse der Deutschen Botschaft des jeweiligen Landes oder des dortigen Regionalarztes der Deutschen Vertretung kennen, damit Sie sich im Notfall beraten lassen können.

Das gehört unbedingt in die Reiseapotheke!
Wenn ihr Kind unter Asthma leidet, sollte es in erster Linie ausreichend Asthmamedikamente (bemessen für den gesamten Urlaubszeitraum!) mitführen. In eine gut ausgestattete Kinder-Reiseapotheke gehören ferner Pflaster, Mullbinden, Desinfektionsmittel, antientzündlich und antiallergisch wirkende Cremes usw.). Nicht fehlen sollten darüber hinaus ein Fieberthermometer und eine gute Sonnenschutzcreme.
So gewappnet und mit einem gut eingestellten Asthma steht dem ungetrübten Urlaubsgenuss nichts mehr im Wege.
(cu/BSMO)

Quelle:
Nach Informationen der Fachzeitschrift „Die Medizinische Welt“ 2007, Bd. 58 (Ausgabe 7-8), S. 351-356

Weiterführende Links zum Thema:

Reisen mit asthmakranken Kindern

Reisemedizinischer Infoservice Fit-for-travel.de

Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V.

Auslandsreiseversicherungen

Bild-Quelle:
istockphoto.com, © Jake Holmes

März 2008



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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