Freizeit

Rauchstopp für Asthmatiker - durchatmen und schlank bleiben

Tabakkonsum und Asthma - eine unselige Verbindung! Aktives Rauchen beeinträchtigt die Lungenfunktion von Asthmatikern besonders stark. Wer den Zigaretten abschwört, kann schnell besser durchatmen. Viele schieben das Aufhören dennoch hinaus, weil sie starke Gewichtszunahme fürchten. Ein Trugschluss.

Rauchstopp für Asthmatiker

Schon nach sechs Wochen mehr Lungenleistung
Raucher mit Asthma können überraschend schnell wieder durchatmen, wenn sie ihr Laster aufgeben. Schon nach sechs Wochen verbessert sich ihre Lungenfunktion um 15 Prozent, sodass die Ex-Raucher in kürzerer Zeit wieder mehr Luft aufnehmen können, haben Mediziner der Universität Glasgow herausgefunden. Die Ergebnisse zeigten, dass die schädliche gesundheitliche Wirkung von Zigarettenkonsum auf Asthmatiker teilweise rückgängig zu machen sei, erklären die Forscher. Sie hatten die Lungenfunktion von 21 rauchenden Asthmatikern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren untersucht, die täglich mehr als zehn Zigaretten rauchten. Zehn der Testpersonen hörten während der sechs Wochen dauernden Untersuchung mit dem Rauchen auf. Bei ihnen besserte sich die Leistung der Lunge schon nach einer Woche und steigerte sich bis zum Ende des Beobachtungszeitraums um 15 Prozent.

Rauchverzicht unterstützt medikamentöse Asthmatherapie
Ein Rauchstopp trägt wirkungsvoll dazu bei, die Atemwege von Asthmatikern nicht unnötig zu reizen. Es ist daher eine ideale Ergänzung zu einer individuell abgestimmten medikamentösen Dauertherapie, die eine sehr gute Kontrolle der Erkrankung ermöglicht und Asthmatikern einen Alltag ohne Beschwerden und Angst vor Notfallsituationen erlaubt. Mehr noch: In einer anderen Studie stellten Mediziner der Universität Glasgow fest, dass rauchende Asthmatiker schlechter auf die Medikamente ansprachen und daher mit stärkeren Mitteln behandelt werden mussten. Gerade für Asthmakranke sei es daher wichtig, mit dem Rauchen aufzuhören. Leichter gesagt als getan – vor allem für Frauen. Sie hängen nämlich stärker am Glimmstängel als Männer, ergab eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Wissenschaftler beobachtenten 500 Infarktpatienten, davon gut 40 Prozent Raucher. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus qualmten von den Männern nur noch vier, von den Frauen aber neun Prozent. Anderthalb Jahre später griffen zwölf Prozent der Männer und 16 Prozent der Frauen wieder regelmäßig zur Zigarette.

Moderat essen und Sport helfen frischen Nichtrauchern beim Gewichthalten
Besonders Frauen schieben einen Rauchstopp vor sich her. Viele fürchten eine starke Gewichtszunahme. 1-2 Kilogramm mehr auf den Rippen sei nach dem Zigarettenverzicht normal, sagen Experten. Wer mehr zulegt, ersetzt Glimmstängel meist durch Süßes oder Knabbereien. Um die fehlende Kalorienverbrennung durch Rauchen zu kompensieren, reicht es, täglich rund 300 Kilokalorien weniger zu verzehren. Das entspricht etwa zwei großen Gläsern Weißwein oder drei Riegeln Milchschokolade. Wem Verzicht schwer fällt, sollte es mit Sport versuchen. Bewegung verbraucht nicht nur Kalorien, sie lenkt auch vom Wunsch nach einer Zigarette ab. Bei Asthmatikern trainiert Ausdauersport außerdem die Lungenfunktion und unterstützt die medikamentöse Therapie. Eine US-Studie mit fast 300 Teilnehmerinnen konnte zeigen: Frauen, die sich dreimal in der Woche ausgiebig bewegten, nahmen nach dem Rauchstopp nur halb so viel zu wie ihre bewegungsscheuen Geschlechtsgenossinnen. Außerdem zeigte die Untersuchung: Sport verdoppelt die Chancen, Nichtraucherin zu bleiben.

Nikotinersatzpräparate zügeln HeißhungerattackenEin anderer Weg, um nach dem Rauchstopp nicht zuzunehmen: mit Nikotinersatzpräparaten entziehen. So können Essanfälle offenbar verhindert werden. Der Stoffwechsel des Körpers verlangsamt sich Schritt für Schritt auf das Niveau eines Nichtrauchers, bis er das Präparat absetzt. Außerdem lernen Raucher beim Entzug mit Nikotinersatzpräparaten ganz allmählich ohne Nikotin zurechtzukommen. Eine Studie der Karolinska Klinik in Stockholm belegt, dass die Hälfte der Probandinnen, die ein Nikotinersatzpräparat bekam und zugleich Diät hielt, in den ersten 16 Wochen nach dem Entzug durchschnittlich 2,1 Kilogramm abnahm. Da die Frauen medizinisch betreut wurden, sind die Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf den Alltag übertragbar. Dennoch verdeutlicht die Untersuchung, dass Raucher durchaus ohne Gewichtszunahme entziehen können.

Mit der NiQuitin® Lutschtablette zum Erfolg
Bei den Nikotinersatzpräparaten gibt es jetzt neben Pflaster und Kaugummis eine neue Darreichungsform: Die NiQuitin® Lutschtablette. Zusätzlich gibt es dazu noch ein speziell auf Ihren Rauchertyp zugeschnittenes verhaltensorientiertes Programm - das NiQuitin® Quit System. Mit der Kombination aus Lutschtablette und Plan können Sie Ihre Erfolgsaussichten, bald Nichtraucher zu sein, erhöhen.

Service:

(mj)

Quellen: Deutsches Ärzteblatt, American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Oktober 2007

Bild-Quelle: gettyimages.com, © Stockbyte



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Samstag, 31. Juli 2010

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