Sonnenlicht in der richtigen Dosierung wirkt sich positiv auf den gesamten Organismus aus. Die Lichtsignale kurbeln die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin an. Wer regelmäßig Sonne tankt, wird entsprechend mit Glücksgefühlen und besserer Laune belohnt. Aber auch rein körperlich gibt es positive Reaktionen. So stärkt das UV-Licht das Immunsystem und wirkt durchblutungsfördernd auf die Haut. Studienergebnisse* ** legen zudem nahe, dass das UV-Licht vor übersprießenden Entzündungsreaktionen in den Atemwegen schützen und somit das Krankheitsgeschehen bei Asthma positiv beeinflussen kann. Zuviel UV-Licht kann aber auch schädlich sein, daher sollten Sonnenanbeter immer auf ausreichenden Sonnenschutz achten.
Bei Sonne und Hitze regelmäßig für Abkühlung sorgen!
Neben den UV-Strahlen kann bekanntlich auch übermäßige Hitze dem Körper schaden. Viele Menschen reagieren mit Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen, wenn sie nicht für regelmäßige Abkühlung sorgen. Hinzu kommt eine gesteigerte Umweltbelastung durch angereicherte Schadstoffe und Allergene in der Luft, beispielsweise Ozon oder Pollen, die an sonnenintensiven Tagen entstehen und Asthmatikern zusätzlich zu schaffen machen. Daher empfiehlt sich besonders im Sommer ein Urlaub an Orten, die zwar sonnig sind, aber trotzdem reine Luft und genügend Abkühlung bieten.
Studien zufolge wirkt sich Sonnenlicht positiv auf das Krankheitsbild bei Asthma aus, indem es vor übersprießenden Entzündungen der Atemwege schützt.
Langeoog, Borkum und Rügen – viel Sonne, viel Wasser und nicht zu heiß
Um diese zu erreichen, muss man gar nicht so weit fahren. Viel Wasser, schöne Strände, die zum kühlenden Bade einladen, und laut Statistik auch ganz viele Sonnenstunden, ohne dass sich die Luft allzu sehr aufheizt, findet man an den einheimischen Nord- und Ostseeküsten vor. Ganz besonders landschaftlich reizvoll sind die zahlreichen vorgelagerten Inseln. Hier erwarten den Besucher kilometerlange weiße Sandstrände, die auch im Sommer nicht so überlaufen sind. Mit Blick auf das Meer lassen sich die Sorgen und Belastungen des Alltags einfach vergessen. Eine kühlende Brise, die die für viele Asthmatiker quälenden Pollen wegpustet, sowie wohltuende Salzluft gibt es hier quasi immer „frei Haus“.
Strandwandern und Meereskunde inklusive Badespaß
Die Möglichkeiten, die allein die Natur bietet, sind vielfältig. Auf den ostfriesischen Inseln, die zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gehören, kann man stundenlange Wattwanderungen unternehmen und dabei die beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt erkunden: Seesterne, Wattwürmer, Austernfischer, Seegraswiesen, Muschelbänke und allerlei faszinierendes Kleingetier. Auch Seehunde sind auf den Nordseeinseln heimisch. Mit etwas Glück kann es in den Sommermonaten vorkommen, dass man bei einem Bad in der Nordsee plötzlich solch einen putzig dreinschauenden Mitschwimmer an seiner Seite hat. Auch die Ostseeinseln, darunter Deutschlands größte Insel Rügen, bieten eine nicht minder faszinierende Küstenlandschaft. Je nach Wunsch kann man sich in quirligen Seebädern, an entlegenen Stränden oder abseits von touristischen Pfaden in bezaubernden Boddenlandschaften vergnügen.
Reichlich Sonne und immer eine frische Brise: Wenn im Inland die Hitze drückt, sind die klimatischen Verhältnisse an Nord- und Ostsee meist optimal.
Was tun, wenn es dann doch einmal zu heiß ist?
Trotz aller Badelust und großem Tatendrang: Bei zu großer Hitze sollten Sie Aufenthalte in der direkten Sonne und körperlich anstrengende Erkundungstouren vermeiden oder auf die Morgen- und Abendstunden verschieben. Wer doch einmal über die Stränge schlägt, bringt seinen Kreislauf mit kalten Arm- und Beinduschen wieder auf Trab. Auch ein kaltes Fußbad macht hitzemüde Menschen munter. Daneben heißt es natürlich trinken, trinken, trinken. Mindestens zwei Liter Flüssigkeit sollten es täglich sein, gerade bei großer Hitze, wenn der Köper viel Wasser ausschwitzt. Dabei darf das Getränk ruhig kalt, jedoch möglichst nicht eisgekühlt sein, sonst schwitzen Sie später nur noch mehr.
Nicht ohne Sonnenschutz und Asthmamedikamente
Vergessen Sie auch im Urlaub nicht, Ihre Asthmamedikamente regelmäßig einzunehmen. Sie ermöglichen gutes Durchatmen und schützen vor einem Asthmaanfall. Ebenso sollten Sie sich niemals ohne Sonnenschutz in die Sonne begeben. Strandbaden und -wandern birgt wegen der hohen UV-Strahlung ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Wer sein Asthma im Griff hat und sich mit Sonnencreme und -hut vor der schädlichen UV-Strahlung schützt, kann den Sommer ungetrübt genießen. (cu/bsmo)
Quelle:
Nach Informationen der Techniker Krankenkasse (TK), Fachklinikum Borkum, Science Daily, der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und der Stadt Norderney
Studien:
* Exposure To Sunlight Could Reduce Asthma. ScienceDaily 2006, October 26, nach Studienmaterialien des Telethon Institute for Child Health Research, Perth, Australien
http://www.sciencedaily.com/releases/2006/10/061025184934.htm
** G. Karatekin et al., Association of subclinical vitamin D deficiency in newborns with acute lower respiratory infection and their mothers, European Journal of Clinical Nutrition, vorab online publiziert, 21 November 2007
Weiterführende Links:
Pollenflugkalender und Luftdatenservice
Informationen zu den Inseln und Quartiere:
http://www.nationalpark-wattenmeer.niedersachsen.de
http://www.norderney.de/
http://www.ruegen-kompass.de
http://www.ruegencenter.de/
Bild-Quelle:
istockphoto.com, © Inga Ivanova
Juli 2008