Sport

Fit mit Aqua-Fitness – Sanftes Training für Leib und Lunge

Ins Wasser eintauchen, den Alltag hinter sich lassen und den eigenen Körper nahezu schwerelos wahrnehmen – das ist das Prinzip von Aqua-Fitness. Die Übungen im warmen Wasser bauen Stress ab und sind eine Wohltat für die Atemwege und den gesamten Körper.

Aqua-Fitness


Aqua-Fitness – das hört sich zunächst kompliziert an, erklärt sich aber ganz einfach: Alles das, was an Land üblicherweise zur Erhaltung des körperlichen Wohlbefindens dient, geht auch im Wasser. Angefangen von Aqua-Gymnastik über Aqua-Jogging oder Aqua-Walking bis hin zu einem Krafttraining mit Geräten, in diesem Fall spricht man von Aqua-Power, ist alles möglich. Der Sammelbegriff für die Ertüchtigungen im Wasser lautet Aqua-Fitness.

Wegen der vielen zusätzlichen positiven Effekte auf die Gesundheit, die mit den besonderen Bedingungen im Wasser, beispielsweise der Auftriebskraft oder den besonderen Druckverhältnissen, zusammenhängen, ist Aqua-Fitness auch für Menschen mit besonderen gesundheitlichen Voraussetzungen, z.B. für Asthmatiker oder Menschen mit Gelenkbeschwerden, hervorragend geeignet.





„Wegen der besonderen Bedingungen im Wasser, beispielsweise der Auftriebskraft oder den besonderen Druckverhältnissen, ist Aqua-Fitness für Asthmatiker hervorragend geeignet.“

Sanftes, aber intensives Training der Atemwege
Der Druck im Wasser ist größer als in der Luft. Dadurch wird die Einatmung erschwert und die Ausatmung erleichtert. So stellt das körperliche Training im Wasser auch gleichzeitig ein optimales Training für die Atemwegsmuskulatur dar, das die Atmung vertieft und die Belastbarkeit steigert. Auch erreicht man durch den größeren Widerstand des Wassers ganz allgemein größere Trainingseffekte. Der entscheidende Vorteil: Die größere Kraftanstrengung wird durch den Auftrieb des Wassers kompensiert, sodass man sich trotz der zusätzlichen Körperarbeit nicht mehr belastet fühlt. Ein weiterer Gewinn für Asthma-Patienten ist das feuchtwarme Klima, das über der Wasseroberfläche herrscht und sich beruhigend auf die Atemwege auswirkt.

Viele positive Wirkungen bei nur geringem Verletzungspotential
Daneben bietet Aqua-Fitness viele weitere Vorteile. Der Schwebezustand des Körpers im Wasser erleichtert Bewegungen und schont die Gelenke. Zudem fördert der Druck des Wassers die Durchblutung von Haut, Muskeln und Bindegewebe. Herz und Kreislauf sowie der Stoffwechsel werden angeregt. Doch der Aqua-Sport ist nicht nur effektiv, sondern auch sanft. Das Wasser bremst die Bewegungen ab und reduziert so das Verletzungspotential. Das Schweben im Wasser und die geschmeidigen Bewegungen entspannen und erzeugen ein angenehmes Körpergefühl.

Einige Beispiele möglicher Aqua-Fitness-Varianten
Beim Aqua-Jogging werden Laufbewegungen (vom langsamen Laufen bis hin zum Rennen) im tiefen Wasser ausgeführt. Der Auftriebsgurt sorgt dafür, dass die Füße nicht den Boden berühren und sich der Kopf über Wasser hält. Dagegen bleibt man beim Aqua-Walking in Kontakt mit dem Beckenboden, das Wasser reicht ungefähr bis zur Brust. Beim Aqua-Dancing geht es vorrangig um die Koordination bestimmter Bewegungsfolgen, besonders anregend und motivierend wirkt hier die Musik. Weniger für Kraft und Ausdauer, aber dafür umso mehr für gute Entspannung und Beweglichkeit sorgen Aqua-Relaxing, Aqua-Balancing oder Aqua-Shiatsu, wobei Dehnübungen und Massagen im Mittelpunkt stehen, die vom Übungsleiter ausgeführt werden. Die klassische Form von Aqua-Fitness ist die konditionelle Wassergymnastik. Hierbei werden bestimmte Bewegungsübungen zur Stärkung von Kraft und Ausdauer mithilfe von Bällen, Ringen oder Brettern ausgeführt.

Wichtige Tipps für Ihr Training
Wer unter Asthma leidet, sollte möglichst eine Aqua-Sportart wählen, bei der die Belastung nur mäßig intensiv ist. Beraten Sie sich vorab mit Ihrem behandelnder Arzt und Ihrem Fitnesstrainer.




„Das körperliche Training im Wasser stellt zugleich ein optimales Training für die Atemwegsmuskulatur dar, das die Atmung vertieft und die Belastbarkeit steigert.“

Bevor Sie mit dem Training beginnen, müssen Sie Ihren Körper, z.B. durch Abduschen, an die Wassertemperatur gewöhnen und auch auf eine ausreichende „Aufwärmphase“ achten, damit sich der Körper langsam auf die Belastung einstellen kann. Eine Steigerung der Belastungsintensität von Null auf Hundert ist bei Asthma tabu.

Da das Wasser die Bewegungen leichter erscheinen lässt und die Anstrengung sich erst einige Zeit später bemerkbar macht, ist es besser, das Training zunächst ruhig angehen zu lassen und die Wirkung auf den Körper in den folgenden Tagen zu beobachten.

Ausreichend trinken vor und nach der Gymnastik beugt Muskelkrämpfen vor. Sie können auch eine Trinkflasche am Beckenrand bereithalten.

Eine gute medikamentöse Einstellung Ihres Asthmas ist Voraussetzung dafür, dass Sie den Aqua-Sport mit voller Kraft und gutem Gewissen betreiben können und beugt bösen Überraschungen wie einem Asthmaanfall vor.
(cu)

Quelle:
Nach Informationen von Deutscher Wellness Verband, Deutscher Schwimmverband, swimpool – Schwimmverband NRW, Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) und Deutsche Atemwegsliga

Weiterführende Informationen zu Aqua-Fitness und den einzelnen Aqua-Sportarten:
http://www.dsv-bfg.de/

http://www.richtigfit.de/rf/magazin/fit-im-wasser/von-aquajogging-bis-aqua-boxing/

Bild-Quelle:
istockphoto.com, © arturbo

Januar 2008



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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