Skaten - der ideale Lungensport für Jung und Alt
Inline-Skaten hat sich zu einer wahren Massenbewegung entwickelt. Kein Wunder, denn Skaten ist ein Fitness-Sport für die ganze Familie. Er trainiert das Herz-Kreislauf-System, beansprucht die Muskulatur, insbesondere der Beine, des Rumpfes und des Schultergürtels, und stärkt Bänder und Sehnen. Für Asthmatiker besonders interessant: Die Lunge wird leistungsfähiger und die Atemhilfsmuskulatur gekräftigt. Das sanfte Lungentraining geht dabei mit viel Spaß und optimaler Erholung in schöner Natur einher.
Auf die richtige Ausrüstung kommt es an
Mit den Rollschuhen früherer Tage haben moderne Inline-Skates nicht mehr viel gemein. Es gibt sie in den verschiedensten Ausführungen und Preisklassen. Am besten, Sie schauen in den aktuellen Testberichten nach empfehlenswerten Modellen und machen dann den Praxistest, welcher Typ Schuh, ob Hard- oder Softboot, zu Ihnen passt. Beispielsweise beim Skateverleih können verschiedene Modelle erprobt werden, bevor man zum Kauf schreitet. Neben den Schuhen ist die vollständige Schutzausrüstung die wichtigste Anschaffung. Diese besteht aus passenden Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschützern sowie einem Helm.
Skaten trainiert die Atemhilfsmuskulatur und steigert so die Leistungsfähigkeit bei Asthma.
Mit der richtigen Vorbereitung kann es losgehen
Gerade auch Anfänger sollten nicht vergessen, dass das Skaten in der Verletzungsstatistik einen der vorderen Plätze belegt. Dies hat zumeist zwei Gründe: mangelnde Schutzausrüstung sowie Selbstüberschätzung. Wer das Skaten in einem Einstiegskurs erlernt, der bewahrt sich vor dem einen oder anderen schmerzhaften Bodenkontakt. Hier werden der richtige Bewegungsablauf und das wohl Wichtigste, das Bremsen, geübt. Erst wer richtig bremsen kann und die Grundtechniken beherrscht, sollte sich auf vielbefahrene Strecken begeben.
Schöne Skate-Strecken in Deutschland
Angefangen von Sylt bis hin zum Chiemsee gibt es in Deutschland zahlreiche schöne Skate-Strecken. Für jeden Fitnessgrad und jedes Leistungsniveau ist etwas dabei. Eine Übersicht über die verschiedenen Routen, die Schwierigkeitsgrade, die Beschaffenheit der Pisten sowie Einkehrmöglichkeiten liefern zahlreiche Bücher. Aber auch im Internet können Routen geplant werden. Für Einsteiger sind vor allem Strecken ohne Steigungen oder Gefälle geeignet, die überwiegend auf asphaltierten Wegen verlaufen.
Eine der längsten Skate-Routen liegt südlich von Berlin: der Fläming-Skate. Auf insgesamt rund 210 Kilometern führt die drei Meter breite Bahn durch den Niederen Fläming und das Baruther Urstromtal. Verschiedene kleinere Rundkurse sind möglich.
Wer sein Asthma gut kontrolliert und die Anstrengung richtig dosiert, ist auf der sicheren Seite.
Wo darf ich skaten?
Immer wieder ein Streitpunkt ist die Frage, wo Skater außerhalb der ausgewiesenen Skate-Strecken denn nun eigentlich fahren dürfen? Und hier besteht im Moment noch folgende Regelung: Auch wer auf Rollen wesentlich schneller unterwegs ist, gilt laut Gesetz als Fußgänger und muss daher auf dem Bürgersteig fahren - allerdings nur in Schrittgeschwindigkeit. Straßen und Radwege sind offiziell noch tabu. Ab September 2009 tritt aber eine Änderung der Straßenverkehrsordnung in Kraft. Sie erlaubt es Skatern künftig, Radwege oder Straßen, die mit einem Zusatzschild gekennzeichnet sind, zu nutzen.
Wichtige Regeln für die Skate-Tour
Generell sollten Skater immer mit kompletter Schutzausrüstung fahren: Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner sowie Helm gehören dazu. Auch vorausschauend zu fahren, ist wichtig. Streckenabschnitte mit Sand, Schotter oder Kopfsteinpflaster können schnell zu spektakulären Stürzen führen. Daneben gilt es, ausreichend zu trinken, denn gerade bei bewegungsintensiven Sportarten wie dem Skaten benötigt der Körper viel Flüssigkeit. Bei der Streckenplanung sollten Skater daher darauf achten, dass es Einkehrmöglichkeiten gibt, oder genügend Getränke im Rucksack mitnehmen.
Trotz Asthma sicher unterwegs
Asthmatiker sollten die Signale ihres Körpers beachten und sich nicht überanstrengen. Das Tempo zu drosseln oder eine Pause einzulegen, bevor das Herz bis zum Halse schlägt, ist auf jeden Fall besser, als einen anstrengungsbedingten Asthmaanfall zu riskieren. Aus demselben Grund sollte vor dem Beginn einer Tour eine Aufwärmphase stehen, die dem Körper gestattet, sich langsam an die Anstrengung zu gewöhnen. Pollenallergiker müssen zudem den Pollenflug beachten, wenn sie sich durch Wald und Flur auf den Weg machen. Und schließlich ist nur jener Asthmatiker sicher unterwegs, der sein Asthma im Griff hat. Dies bedeutet, die vom Arzt verordneten Medikamente regelmäßig einzunehmen und damit Überreaktionen auf Umweltreize zu minimieren.
(fm/bsmo)
Linktipps:
Der Luftdatenservice von Luft zum Leben informiert Sie täglich aktuell und deutschlandweit zum Pollenflug.
Skate-Schulen in Ihrer Umgebung
Übersicht über Skatestrecken in Deutschland
Informationen des Deutschen Inline-Skate-Verbandes (D.I.V.)
Informationen zum Fläming-Skate
Quellen:
Nach Informationen von Inline Guide, Hessen: „Fitness + Recreation“, flaeming-skate.de und Deutscher Inline-Skate-Verband (D.I.V.)
Bild-Quelle:
shutterstock.com, @ Denis Babenko
Juni 2009