Sport

Beim Wandern bleiben Atemnot und Stress auf der Strecke

Wandern: ein Auslaufmodell? Ganz und gar nicht. 34,4 Millionen Wanderer hier zu Lande beweisen das Gegenteil. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich vor allem Ältere auf den Weg machten. Längst ist das Spazieren durch Wald und Flur auch bei Jüngeren "in". Für Asthmatiker ist der sanfte Ausdauersport mit Wohlfühlfaktor besonders empfehlenswert.

Wandern


Fürs Wandern ist man nie zu jung
"Die Zahlen bestätigen eindeutig: Wandern wird in Deutschland immer beliebter", berichtet Karl Schneider, Präsident des Deutschen Wanderverbandes. Auf die Frage "Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?" antworteten 2001 fast 54% der Deutschen ab 14 Jahre, dass sie "häufig" oder "ab und zu" wandern. Einige Vorzüge liegen auf der Hand: Wandern kann man in jedem Alter, an fast jedem Ort und ohne große Ausrüstung. Aber Wanderfans schätzen noch mehr. Als besonders positiv bewerten sie gemeinsame Naturerlebnisse, das langsame Tempo, die Entspannung und das Gespräch während der Tour, so das Ergebnis einer Umfrage des Soziologen Rainer Brämer von der Universität Marburg.

Experten empfehlen: Auch Asthmatiker sollten Sport treiben
Für Asthmatiker ist Wandern ein idealer Freizeitsport, weil sie Tempo und Pensum individuell anpassen können. Bei Bedarf einfach eine Pause einlegen! Hyperventilieren wird so ausgeschlossen. Wandern eignet sich daher auch für Asthmakranke, die lange nicht sportlich aktiv waren oder ihre Belastungsgrenzen langsam steigern wollen. Neben positiven Effekten auf Herz, Kreislauf und Beweglichkeit stärkt Spazieren die Lungen und fördert eine gleichmäßige Atmung. Ein weiterer Pluspunkt für Asthmatiker: Wandern erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen. So lässt sich einer Verschlimmerung der Asthma-Symptome z.B. durch eine Erkältung vorbeugen.

Natur erleben und Alltagsstress vergessen
Ebenso wie der Körper profitiert die Seele vom Wandern. Wer die Natur zu Fuß erkundet, wird schnell merken, wie Alltagssorgen auf der Strecke bleiben. Das schafft Ausgeglichenheit und Wohlbefinden. Wichtige Aspekte für Asthmapatienten. Schließlich kann Stress die Erkrankung negativ beeinflussen. Verschlechtern seelische Belastungen die Atmung schon bei Gesunden, so sind die Folgen bei Asthmatikern ungleich gravierender.

Pollenallergiker schätzen Meer und Berge
Wandern lässt sich grundsätzlich immer und überall. Pollenallergiker sollten sich allerdings vorab über bestehende Belastungen informieren und eine Tour danach planen. Dabei hilft das Asthma Fon mit täglichen Pollenflug- oder Biowetter-Vorhersagen direkt per E-Mail in Ihr Postfach. Ideal für Pollengeplagte sind Regionen an der See und im Gebirge ab 1.500 Metern. Dort ist die Luft allergenarm.


In jeden Fall aber gilt für Asthmatiker auf längeren Wanderung: Das Asthma-Inhalationsgerät gehört mit zur Wanderausrüstung. Denn eine konsequente Einnahme der ärztlich verschriebenen Medikamente hilft, sich vor unerwünschten Asthma-Anfällen zu schützen. Also rechtzeitig zum Ceck-up beim Arzt und sich mit Medikamenten eindecken. (mj/BSMO)

Quellen: Deutscher Wanderverband und Universität Marburg


Oktober 2007

Bild-Quelle: © gettyimages.com



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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