Sport

Bewegt in den Frühling starten – geeignete Aktivitäten für draußen

Endlich ist der Frost vorbei, die Sonne wärmt schon merklich und lockt Groß und Klein ins Freie. Mit dem Frühling erwacht auch die Lust, sich sportlich zu betätigen - allein um dem Winterspeck an den Kragen zu gehen. Doch nicht nur für die Figur, sondern auch für die Atemwege ist Sport wichtig!

Bewegt in den Frühling starten – geeignete Aktivitäten für draußen


Geeignete Sportarten für den Frühling
Sport und Asthma sind gut miteinander in Einklang zu bringen, wenn man die richtige Sportart auswählt, gewisse Regeln befolgt und sich vor allem zu Beginn nicht überanstrengt. Für Asthmatiker sind moderate Ausdauersportarten geeignet. Wandern zum Beispiel ist eine ideale Betätigung, um Herz, Kreislauf, Muskeln und die Atemwege wieder an vermehrte Belastung zu gewöhnen. Auch Nordic Walking, Joggen (natürlich langsam und gemütlich!), Paddeln, Radfahren und Inline Skating sind hervorragende Sportarten für Asthmatiker und andere Lungenpatienten. Je nach körperlicher Voraussetzung bestimmt hier jeder selbst die Leistungsintensität, die bei Asthmatikern eher im mittleren Bereich angesiedelt sein sollte. Durch ein regelmäßiges Training lassen sich Ausdauer und Atemtiefe langsam steigern, ohne dass gleich ein Asthmaanfall droht.
In der Frühlingssonne machen aber auch Tai Chi oder Yoga viel Spaß. Beide gelten wegen ihrer entspannenden Komponente als besonders empfehlenswert bei chronischen Atemwegserkrankungen.

Wohltat für Lunge und Psyche
Nach all den dunklen Wochen können viele Menschen ihren Bewegungsdrang an der frischen Luft kaum bremsen. Viele zieht es förmlich raus, sobald sich die ersten warmen Tage einstellen.

Das ist nur natürlich, denn der Körper schüttet Glücksbotenstoffe aus, wenn man sich an der frischen Frühlingsluft bewegt und die Nase in die Sonne halten kann. Auch für Asthmatiker ist dies ein positiver Effekt. Denn Asthmaanfälle kommen besonders leicht, wenn man gestresst und angespannt ist.


Moderate Outdoor-Sportarten wie Wandern, Nordic Walking oder Schwimmen wirken sich in vielfältiger Weise positiv auf die Asthmaerkrankung aus.

Bewegung im Frühling ist darum auch eine gute Möglichkeit, um die psychische Komponente bei Asthma positiv zu beeinflussen. Besonders Kinder profitieren davon, wenn am Wochenende öfter mal ein Ausflug mit dem Rad oder Inlineskatern auf dem Plan steht. Durch die Bewegung lernen sie, ihrem Körper wieder zu vertrauen.

Wenn an Land die Pollen fliegen
Auf dem Wasser sind die klimatischen Verhältnisse für Asthmatiker besonders günstig, denn über der Wasseroberfläche ist die Luft feucht. Segeln, Rudern oder Paddeln machen dabei nicht nur Spaß und verbessern die Atmung, die verstärkte Sonneneinstrahlung durch die Wasserspiegelung hebt obendrein die Laune. Und natürlich ist auch Schwimmen eine gute Sache, um die Ausdauer zu steigern und die Atemmuskeln zu trainieren - vorausgesetzt natürlich, dass die Wassertemperatur dies erlaubt.

In der Gruppe macht Sport am meisten Spaß
Gerade zu Beginn der Outdoor-Saison finden sich viele Sportgruppen zusammen. Zum einen macht Sport mit Gleichgesinnten einfach mehr Spaß.

Ein gewisser „Gruppenzwang“, der sich dabei entwickelt, hilft einem aber auch weiterzumachen, wenn die Anfangseuphorie verfolgen ist und man alleine vielleicht das Handtuch werfen würde. Als Asthmatiker ist man in einer Gruppe auch aus einem andern Grund sehr gut aufgehoben, vor allem, wenn man seine Sportkameraden über die Asthmaerkrankung informiert.



Eine gute Grundmedikation und eine angemessene Trainingsintensität machen das Training sicher.

Im Zweifelsfalle hat man dann schnell Hilfe bei der Hand und dieses Wissen nimmt einem viel von der inneren Anspannung.

Wichtige Regeln für den sportlichen Start in den Frühling

1. Gehen Sie unbedingt vor dem geplanten Training zu ihrem behandelnden Arzt und besprechen Sie dort ihre Sportambitionen. Dieser wird ihre Grundmedikation und ihre Lungenfunktion überprüfen und kann sie beraten, welches Sportprogramm für sie geeignet ist.

2. Beachten Sie den Pollenflugkalender und die Pollenflugvorhersagen. An sehr warmen Tagen, wie sie manchmal auch schon im Frühling auftreten können, kann auch ein Blick auf die Smog- und Ozonbelastung nicht schaden. Wenn zu viel Reizendes in der Luft liegt, sollte man seinem Bewegungsdrang lieber in geschlossenen Räumen nachgehen oder die Outdoor-Aktivität schlicht auf einen anderen Tag verschieben.

3. Immer langsam voran! Generell müssen Asthmatiker auf eine ausreichende körperliche Aufwärmphase achten, bei der die Anstrengung allmählich und intervallartig gesteigert werden soll. Vor allem zu Beginn der Trainingssaison ist der Körper noch auf Winterruhe eingestellt und die Belastungsgrenze ist schnell erreicht. Die ersten Trainingseinheiten darum mit besonderer Vorsicht angehen.

4. Die Anstrengung möglichst so dosieren, dass Sie dabei noch durch die Nase atmen können. Als optimal für Atemwegspatienten gelten Trainingsprogramme, bei denen man etwa 60 bis 75% der maximalen Leistungsfähigkeit erreicht.

5. Auch während der Trainingsphase regelmäßig die Asthmamedikamente einnehmen! Unbehandelt kann sich ein Asthma verschlechtern, sodass besonders bei sportlicher Betätigung ein Asthmaanfall droht.

(sk/bsmo)

Linktipps:
Der Luftdatenservice von Luft-zum-Leben versorgt Sie täglich mit aktuellen Pollenflugdaten für Ihre Region.

Rudern als Lungensport

Quellen:
Nach Informationen von Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH - Abteilung Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Ärzte Zeitung und Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

Bild-Quelle:
shutterstock.com, @ Kapu

März 2009



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Samstag, 31. Juli 2010

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