Sport

Aktiv draußen unterwegs − Die pollenfreie Saison hat begonnen

Der Herbst ist da und mit ihm zeigt sich die Natur im bunten Gewand. Auch die Pollenbelastung geht zurück. Die beste Zeit also für ausgedehnte Spaziergänge und Wandertouren. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft bringt nicht nur den Körper in Schwung und beugt dem Herbst-Blues vor, sondern ist außerdem ein ideales Training für die Lungen.

Herbst: Die pollenfreie Saison


Wenn die Tage wieder kürzer werden, ziehen sich viele Menschen in die vier Wände zurück. Doch gerade jetzt ist Bewegung an der frischen Luft besonders wichtig, um gesund durch die kühle Jahreszeit zu kommen. Und gerade im Herbst lässt sich die Zeit wunderbar in der Natur verbringen. Dabei spielt es keine Rolle, wo man wohnt, denn eine Möglichkeit für einen ausgedehnten Spaziergang, einen Wanderausflug, eine Radtour oder den Drachen steigen zu lassen, findet sich überall. Ob im Stadtpark oder auf Wegen durch Wiese, Feld und Wald, überall und jederzeit kann man sich jetzt den würzigen Duft des Herbstes um die Nase wehen lassen und die Natur noch einmal von ihrer schönsten Seite erleben.

Schritt für Schritt zu mehr Lungenpower
Egal, ob man regelmäßig Sport treibt oder eher zu den eingeschworenen Bewegungsmuffeln gehört: Wandern kann fast jeder. Dabei reicht am Anfang ein einfacher Spaziergang mit Freunden völlig aus. Schritt für Schritt werden die Muskeln gekräftigt, die Fettverbrennung angeregt und die Immunabwehr gestärkt. Außerdem kommt beim Wandern der Kreislauf so richtig in Schwung, was sich gerade für Menschen mit Asthma bronchiale mehrfach auszahlt.

Wer sich beim Wandern so richtig ins Zeug legt oder aber bei einer Radtour kräftig in die Pedale tritt, trainiert vor allem Herz und Lunge. Die Lunge passt sich den steigenden Anforderungen an, die Sauerstoffaufnahme und die Sauerstoffverwertung verbessern sich. Die Lungenreserven werden effektiver ausgenutzt und die maximale körperliche Belastbarkeit steigt. Dadurch verringert sich das Risiko eines Anfalls. Asthmatiker können wieder weitere Strecken ohne Atemnot zurücklegen und gewinnen rundherum an Lebensqualität.



Beim Wandern an der frischen Luft kommen Geist und Körper auf ihre Kosten. Das Wohlbefinden verbessert sich, die maximale Belastbarkeit steigt und Asthmaanfälle werden seltener.

Regelmäßige Bewegung für mehr Belastbarkeit
Für eine nachhaltige positive Wirkung auf die Lungenfunktion empfehlen Experten, mindestens zweimal in der Woche für eine halbe Stunde zu wandern. Wem das Wandern nicht liegt, der kann stattdessen zweimal in der Woche walken, sich auf die Inlineskates schnallen oder in die Pedale treten. Generell gilt, dass die Bewegung ruhig etwas anstrengend sein darf. Wichtig ist, dass genug Luft bleibt, um sich bequem unterhalten zu können. Wer außer Atem kommt, sollte es langsamer angehen lassen. Schon bald werden sich der Trainingszustand und die Belastbarkeit spürbar verbessern.

Frei durchatmen im Herbst
Wer trotz Wind und Wetter die Wanderschuhe schnürt, schaut dem Novembergrau viel gelassener entgegen. Gerade jetzt im Herbst profitiert das seelische Gleichgewicht von der Bewegung an der frischen Luft. Dabei werden Endorphine ausgeschüttet, die unsere Stimmung heben, das Wohlbefinden steigern und für einen klaren Kopf sorgen. Außerdem verbessert sich die Sauerstoffversorgung des Gehirns, die Muskulatur entkrampft sich, Verspannungen lösen sich und Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden abgebaut. Gerade für Asthmatiker ist es wichtig, dem Stress den Kampf anzusagen, weil er im schlimmsten Fall einen Asthmaanfall auslösen kann.

Auch Menschen mit allergischem Asthma profitieren von regelmäßiger Bewegung. Outdoor-Aktivitäten sind gerade in der kühleren Jahreszeit ideal, denn mit dem Voranschreiten des Herbstes stellen Gräser-, Kräuter- und Baumpollen keine Belastung mehr dar. Eine Ausnahme bilden Regionen, in denen die Ambrosia-Pflanze wächst. Ambrosiapollen sind starke Allergene, die Asthmatikern und Heuschnupfengeplagten bis weit in den Herbst hinein zu schaffen machen können.


Im Herbst sind die Bedingungen für körperliche Aktivitäten an der frischen Luft für Menschen mit allergischem Asthma besonders günstig. Bis auf Ambrosia sind kaum noch Pollen unterwegs.

Behalten Sie Ihr Asthma fest im Griff
Eine gute medikamentöse Einstellung des Asthmas und die regelmäßige Einnahme der Asthmamedikamente bilden die Voraussetzung für ein aktives Leben ohne Asthmabeschwerden. Sie machen die Atemwege unempfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen und sorgen für gutes Durchatmen. Nehmen Sie daher Ihre Asthmamedikamente, egal ob im Urlaub oder auf Wanderschaft, immer regelmäßig ein. Auch sollten Sie Aktivitäten wie anspruchsvolle Rad- oder Wandertouren entsprechend Ihrer gesundheitlichen Voraussetzungen planen. Langsam beginnen und allmählich steigern. So beugen Sie einem Asthmaanfall am besten vor.
(sf/bsmo)

Quellen:
Nach Informationen von Ärzte Zeitung, Schweizerisches Zentrum für Allergie, Haut und Asthma, Bayrisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und Deutsche Atemwegsliga e.V.

Weiterführende Informationen:
Wer wissen will, wie es um die derzeitige Pollenbelastung am Wohn-, Wander-, oder Urlaubsort bestellt ist, kann den Luftdatenservice auf Luft-zum-Leben nutzen.
 
Informationen zu lohnenden Wanderstrecken in Deutschland erhalten Sie auf der Internetseite des Deutschen Wanderverbandes.

Bild-Quelle:
istockphoto.com, @ Giorgio Fochesato

September 2008



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Samstag, 31. Juli 2010

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