Sport

Rudern und Asthma - Asthmatiker sollten sich ruhig in die Riemen legen

Die Ruderblätter senken sich gleichzeitig ins Wasser, ruhig, aber zügig gleitet das Boot darin. Schon beim bloßen Zusehen kommen die Gedanken ins Fließen, noch entspannender ist es allerdings selbst Hand ans Ruder zu legen. Und: Schlag für Schlag kommt man auch körperlicher Fitness ein Stück näher.

Rudern und Asthma


Mehr Lungenvolumen durch Rudern
Rudern ist gesellig, schärft Teamgeist, macht Spaß und - ist ein ausgezeichneter Ausdauersport für Asthmatiker. Die gleichmäßige Bewegung an der Luft übt die Atmung. Das Lungenvolumen erhöht sich, die Gefahr für Asthmaattacken sinkt. Aber auch sonst ist Rudern „eine empfehlenswerte Sportart“, urteilt Wildor Hollmann, ehemaliger Professor an der Deutschen Sporthochschule Köln in einem Gutachten für den Deutschen Ruderverband. Es fördert Ausdauer und Kraft, schult Koordinationsvermögen und Schnelligkeit. Rudern trainiert das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel und die gesamte Muskulatur. Dabei werden die häufig vernachlässigten Rumpf-Muskeln besonders beansprucht. Probleme sieht Hollmann nur bei Vorbelastungen durch Krankheiten, körperliche Schäden oder Anomalien. Solchen Menschen rät er zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen. Das Risiko sich zu verletzen ist übrigens beim Rudern fast null: Zusammenstöße mit anderen Booten kommen so gut wie nie vor. Die rhythmischen Bewegungen schonen Gelenke, Bänder und Sehnen, daher ist Rudern bis ins hohe Alter möglich. Aber auch Kinder können bereits ins Boot steigen – sofern sie ausreichend Größe mitbringen. Das ist etwa ab acht Jahren der Fall. Menschen mit Asthma sollten natürlich ihre Erkrankung mit Medikamenten im Griff haben und bei Pollenallergie immer die aktuelle Wetterlage im Blick behalten. Pollenflugvorhersagen täglich aktuell per E-Mail bietet das Asthma Fon.

Asthma-Arzneien wasserfest verstauen
Skullen oder Riemen? Eine wichtige Entscheidung beim Rudern. Der Unterschied: Beim Skullen hält man ein Ruder in jeder Hand, beim Riemen-Rudern insgesamt nur eins. Im Boot sitzen die Sportler auf dem so genannten Roll-Sitz, der sich vor und zurück bewegt. Das vergrößert die Länge jedes Schlages. Für die Füße gibt es eine eigene Halterung, das Stemmbrett. In Sportbooten ist es oft mit fest montierten Schuhen ausgestattet. Das bekannteste Riemen-Boot ist der Achter, dazu kommen Zweier und Vierer. Skullen ist im Einer, Zweier oder Vierer möglich. Für Freizeitruderer und Anfänger eignen sich vor allem Breitensportboote. Sie sind breiter als Wettkampfboote und verzeihen Ruderfehler gut. Für längere Fahrten gibt es Tourenboote. Sie besitzen mehr Staufläche für Gepäck und können gegen Wellenschlag, Spritz- und Regenwasser abgedeckt werden. Einige Habseligkeiten lassen sich in allen Bootstypen mitnehmen. Dichte Tonnen oder Taschen schützen sie gegen Wasser von unten und oben. Bei längeren Fahrten können Asthmatiker so sorgenlos ihre Medikamente verstauen.

Rudern in Deutschland
Rudern ist auf allen Flüssen und Seen möglich, auf denen normaler Schiffsverkehr stattfindet. Gemeinden, die an einem Gewässer liegen, haben in der Regel mindestens einen Ruderclub. Eine Übersicht finden Interessierte auf der Internetseite http://www.ruderinfoseiten.de (mj/BSMO)

Quellen: Deutscher Ruderverband, Deutscher Sportverband, wikipedia.de


Oktober 2007

Bild-Quelle: © gettyimages.com



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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