• Schneeschuhwandern ist ein ideales Familienvergnügen
• Moderne Schneeschuhe ermöglichen leichtfüßiges Gleiten
• Auch im Winter tut Bewegung an frischer Luft gut
Auf großem Fuß durch den Schnee
Schon im 19. Jahrhundert kam Schneeschuhwandern aus Skandinavien in die Alpen – und geriet in Vergessenheit, als sich Wintersport zu einem Massenphänomen entwickelte. Doch nun sind Schneeschuhtouren wieder gefragt. Jung und Alt entdecken diese Form der Winter-Wellness für sich. Ein ideales Familienvergnügen. Finden Kinder doch ebenso Spaß daran wie Erwachsene, egal wie geübt sie sind. Ein Geheimnis des Erfolgs liegt in den neuen Schneeschuhen. Sie erinnern zwar immer noch an Tennisschläger, haben aber ansonsten nichts mit ihren Vorläufern von Anno Dazumal gemein. Statt mühsamem Dahinstapfen auf geflochtenen Zweigen oder später auf Holz und Tiersehnen, ermöglichen moderne Modelle aus Aluminium und Plastik leichtfüßiges Gleiten. So lässt sich Schneeschuhwandern gemütlich, aber auch zügig betreiben. Asthmatiker wissen das zu schätzen – besonders weil sie die Belastung individuell anpassen und steigern können. Anfänger sollten kurze Touren mit geringer Höhendifferenz wählen, am besten langsam losgehen und so oft pausieren wie nötig. Das beugt zu schnellem und übermäßigem Atmen vor.
Als Asthmatiker auf Touren kommen
Es ist ein Vorurteil, dass Asthmakranke die Finger von Wintersport lassen sollten. Bewegung an frischer Luft tut ihnen im Gegenteil gut. Wer regelmäßig, aber mäßig trainiert, vertieft seine Atmung und reduziert die Wahrscheinlichkeit von Atemnot. Voraussetzung für einen unbeschwerten Genuss der Winterfreuden ist natürlich zudem eine Asthma-Therapie mit modernen Medikamenten. Experten betonen: Wenn kalte Winterluft asthmatische Beschwerden hervorruft, ist das ein Zeichen, dass der Patient nicht richtig mit Medikamenten versorgt ist. Er sollte seine Arznei-Therapie auf jeden Fall mit seinem Facharzt besprechen. Wichtig vor der Wintertour: Keinen "Kaltstart" hinlegen, sondern sich ausreichend aufwärmen.
Konzentration aufs Wesentliche
Nicht nur für die Lunge, auch für den restlichen Körper ist Schneeschuhwandern ein prima Training. Es stärkt Herz und Kreislauf und kurbelt das Verbrennen von Kalorien an. Die Gehbewegung fordert besonders die Hüft- und Oberschenkelmuskulatur. Dabei schont Schneeschuhwandern die Gelenke. Neben der Fitness schwören Fans vor allem auf den entspannenden Effekt des Schneeschuhwanderns. Glitzernde Winterlandschaften und unberührte Natur lassen gehetzte Zeitgenossen zur Ruhe kommen und lenken auch den inneren Blick auf die wesentlichen Dinge des Lebens.
In und mit der Natur
Wer sich zum ersten Mal Schneeschuhe anschnallt, ist meist angenehm überrascht, wie leicht das Gehen fällt. Schnell wird der etwas breitere Gang ganz selbstverständlich. Ebene und leicht geneigte Gelände stellen auch für Einsteiger keine Probleme dar. Schwierige Touren sollten Ungeübte nur mit einem Führer machen. Das gilt insbesondere für Lawinengebiete. Grundsätzlich müssen sich Schneeschuhwanderer zwar nicht an vorgeschriebene Routen halten. Sie sollten aber bedenken, dass sie fernab der üblichen Pfade in den Lebensraum von Wildtieren eindringen und deren Winterruhe stören.
Gut gerüstet in den Schnee
Für eine Schneewanderung braucht man natürlich: Schneeschuhe. Dabei lassen sich zwei Typen unterscheiden – solche mit Aluminiumrahmen und einer Bespannung aus Neopren, Plastik, Hypalon oder Ähnlichem und welche mit einer starren Grundplatte aus Plastik. Beide Varianten sind für einfache Wanderungen als auch für alpines Steilgelände geeignet; die Wahl ist eher Geschmacksache. Für bequemes Gehen ist es gut, wenn der Schneeschuh hinten schmaler wird. Wichtig: Die Größe des Schneeschuhs muss auf das Körpergewicht abgestimmt sein, sonst sinkt man zu tief in den Schnee ein. Die Schneeschuhe selbst sollten nicht zu schwer sein. Beim Kauf ist vor allem auf die Bindung zu achten. Sie muss bruchsicher, verstellbar und für den Schuhtyp geeignet sein. Zudem sollte sie Fersenfreiheit bieten und auch bei seitlicher Belastung im Steilgelände sicher führen. Die Schuhe sollten stabil sein und Nässe abweisen. Gamaschen verhindern, dass Schnee in den Schaft eindringt. Auch die übrige Kleidung muss winterlichen Temperaturen angepasst sein. Schnell trocknende Sportunterwäsche, ein atmungsaktiver Pullover, wind- und wetterfeste Jacke und lange Berghose, Mütze und Handschuhe sind bei jeder Schneewanderung ein Muss. Eine Thermoskanne mit heißem Getränk, Sonnenschutz, Kälteschutzcreme, Skistöcke mit großen Tellern, eine Karte, ein Erste-Hilfe-Set und eine Rettungsdecke für den Notfall ergänzen die Basisausrüstung.
Fazit
Quellen
• Deutscher Sportbund
• Die Wanderjugend
• Das Outdoormagazin
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