Bedingt durch den milden Winter hat die Pollensaison längst begonnen und geht man nach den Experten, soll die Pollenbelastung in diesem Jahr auch höher ausfallen als im Jahr zuvor. Hasel und Erle fliegen bereits seit Januar. Gleich im Anschluss, ungefähr ab März bis Mai, ist mit den Baumpollen, etwa von Birke, Weide, Pappel oder Esche, zu rechnen. Unmittelbar danach blühen Gräser und Roggen und dank der Beifuß-Ambrosia hält die allergene Belastung durch Pollen vielerorts bis weit in den Herbst hinein an.
Stärkere Pollenbelastung als im Vorjahr erwartet
Birkenpollenallergiker müssen in diesem Jahr besonders auf der Hut sein. Denn nach Angaben des Deutsche Polleninformationsdienstes und des Deutschen Wetterdienstes soll das Jahr 2008 ein sogenanntes Mastjahr der Birke sein. Ein solches Mastjahr ist durch eine besonders hohe Birkenpollenkonzentration gekennzeichnet. Langjährigen statistischen Auswertungen zufolge trifft dies alle zwei Jahre ein. Nach hohen Belastungen 2004 und 2006 und nur geringen Birkenpollenkonzentrationen im Jahr 2007 könnte es nun auch in diesem Jahr wieder so weit sein. Jedoch hängt es zusätzlich von Witterungsverhältnissen wie Temperatur, Wind und Niederschlag, auch in der Vorblühphase, ab, wie hoch die Birkenpollenbelastung dann tatsächlich ausfällt.
Birkenpollen häufiger Auslöser von Heuschnupfen und Asthma
Eines steht jedenfalls fest: Ein Spaziergang dürfte das Jahr 2008 für Pollenallergiker nicht gerade werden. In einem Mastjahr leiden in der Regel besonders viele Menschen unter einer Allergie auf Birkenpollen. Dabei verursachen diese Allergene oftmals starke Beschwerden und spielen auch beim allergischen Asthma eine große Rolle.
„Birkenpollenallergiker müssen in diesem Jahr besonders auf der Hut sein. Denn das Jahr 2008 soll ein sogenanntes Mastjahr der Birke sein.“
Eine Pollenallergie kann sich plötzlich und in jedem Alter zeigen
Auch Menschen, die vormals noch nicht von einer Pollenallergie oder allergischem Asthma betroffen waren, kann es plötzlich und selbst noch in hohem Alter treffen. Immer häufiger beobachten Mediziner das erstmalige Auftreten von Pollenallergien bei älteren Menschen, selbst bei über 60- und 70-Jährigen. Am häufigsten sind jedoch Kinder betroffen.
Auf diese Symptome ist zu achten!
Starke Atemwegsbeschwerden im Frühling sind deshalb nicht unbedingt die Anzeichen eines grippalen Infektes, sondern könnten durchaus auch auf eine Pollenallergie zurückzuführen sein. Beim Heuschnupfen stehen Beschwerden wie eine geschwollene Nasenschleimhaut, Schnupfen und starker Juckreiz in Nase und Augen im Vordergrund, beim allergischen Asthma betreffen die allergischen Symptome die unteren Atemwege, also die Bronchien. In diesem Fall sind pfeifende Atmung, Luftnot und Husten typisch.
Besonders aus einem unbehandelten Heuschnupfen kann sich leicht ein Asthma bronchiale entwickeln. Vor allem bei Kindern ist dies häufig der Fall. Das Auftreten von Husten bei Pollenallergikern ist meist ein erstes Anzeichen für den sogenannten Etagenwechsel der Allergie, der auch schnell in einem völlig unerwartet eintretenden Asthmaanfall enden kann.
Bei Pollenallergie - Pollenkontakt vermeiden!
Besteht der Verdacht auf eine Pollenallergie, sollte man sich deshalb möglichst umgehend beim Arzt testen lassen, welche Pollen dahinterstehen und einen Kontakt möglichst vermeiden.
Dazu muss man die Pollenflugzeiten kennen. Der Pollenkalender kann dabei durchaus als Orientierung dienen, ersetzt aber nicht das tägliche Einholen aktueller Pollenflugdaten. Denn aufgrund veränderter Witterungseinflüsse von Jahr zu Jahr sind selbst Abweichungen von bis zu sechs Wochen bei den Flugzeiten gar nicht so selten.
„Starke Atemwegsbeschwerden im Frühling sind nicht unbedingt die Anzeichen eines grippalen Infektes, sondern könnten durchaus auch auf eine Pollenallergie zurückzuführen sein.“
Hier bieten sich der Luftdatenservice von Luft-zum-Leben an oder das Asthma-Fon, mit dem Sie sich tägliche Pollenflugdaten bequem direkt per E-Mail nach Hause senden lassen können.
Gefordert ist ein umfassender Pollenschutz!
Beachten muss man zusätzlich, dass Pollen durch den Wind 100, teilweise sogar bis zu 500 Kilometer weit getragen werden können. Deshalb sind Pollenallergiker nicht nur in der freien Natur, sondern überall gefährdet. In einem Extraartikel auf Luft zum Leben haben wir deshalb wichtige Informationen zum Pollenschutz für Sie zusammengestellt.
Auch wichtig: Medikamente vorbeugend und regelmäßig einnehmen!
Bei Heuschnupfen sind ärztliche Kontrollen und häufig Medikamente erforderlich, um die Symptome zu minimieren und das Asthmarisiko zu senken. Der behandelnde Allergologe kann darüber hinaus feststellen, ob bei Ihnen eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) in Frage kommt.
Bei pollenbedingtem Asthma sollten Sie natürlich auch unbedingt ihre Asthmamedikamente regelmäßig und vorbeugend einnehmen, weil sich die Symptome unbehandelt immer weiter verschlechtern. Ratsam ist zudem eine regelmäßige Kontrolle beim Arzt. Oder machen Sie den Asthmakontrolltest. Einfach und schnell durchzuführen ermöglicht er eine Aussage, wie gut Sie Ihr Asthma im Griff haben.
(CU/BSMO)
Quelle:
Nach Informationen der Allergologenverbände ÄDA, DGAKI und GPA* sowie von Deutsche Atemwegsliga, Deutsches Grünes Kreuz (DGK) und www.journalmed.de
Links:
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Mit dem "Asthma-Fon" den täglichen Pollenflug direkt per E-Mail nach Hause senden lassen.
Luft-zum-Leben-Tipps für ein pollenarmes Zuhause
Der Asthmakontrolltest für Erwachsene
Der Asthmakontrolltest für Kinder
Bild-Quelle:
istockphoto.com, © manfredxy
April 2008