Klein und kaum sichtbar sind sie, doch ihre Wirkung kann verheerend sein: Neben allergischen Reaktionen wie Kribbeln in der Nase und Jucken in den Augen, den typischen Heuschnupfensymptomen also, können Pollen beispielsweise auch Asthmaanfälle auslösen. Spätestens wenn ein allergisches, polleninduziertes Asthma diagnostiziert wird, müssen alle Maßnahmen getroffen werden, die verhindern, dass Betroffene in Kontakt mit den Auslösern kommen. Dazu gehört selbstverständlich auch, die Wohnung und vor allen auch das Schlafumfeld pollenfrei zu halten.
Grundvoraussetzung: Wissen wann die Pollen kommen
Besonders in den Frühjahr- und Sommermonaten, in manchen Jahren witterungsbedingt aber auch deutlich früher, gibt es eine Vielzahl von Baum-, Getreide- und Gräserpollen, die die überempfindlichen Atemwege eines Asthmatikers reizen und so zu deren Verengung und Luftnot führen können. Bereits im Februar beginnt die Blütezeit des Haselstrauches, gefolgt von der Birke, im Mai blühen Gräser und Roggen. Für Allergiker ist es grundsätzlich wichtig, die Blütezeit der allergieverursachenden Bäume, Sträucher und Gräser und die jeweils zu erwartende Allergenkonzentration zu kennen. Unbedingt zu beachten sind daher die aktuellen Pollenflugvorhersagen für die jeweilige Region.
Geeignete „Akutmaßnahmen“ rechtzeitig einleiten
Wer gut über die aktuelle Situation informiert ist, kann rechtzeitig allgemeine Maßnahmen ergreifen, die zumindest einigermaßen Pollenfreiheit der Wohnung garantieren. Dazu gehört:
Was Sie sonst noch tun können
Den Kontakt zu den jeweiligen allergieauslösenden Stoffen zu meiden ist eine Sache. Darüber hinaus kommt der optimalen Therapie des Asthmas eine wichtige Rolle zu, wenn es darum geht, die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Dank moderner Therapiekonzepte können Asthmatiker heutzutage ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen.
(cu/BSMO)
*HEPA-Filter (High Efficiency-Particulate Air) sind Schwebstofffilter, die dazu dienen, über 99,9 Prozent aller Staubpartikel größer als 0,1 - 0,3 Mikrometer (µm) wie Viren, lungengängige Stäube, Milbeneier und -ausscheidungen, Pollen, Rauchpartikel, Asbest, Bakterien, diverse toxische Stäube und Aerosole aus der Luft zu filtern.
Quellen: Nach Informationen des Schweizerischen Zentrums für Allergie, Haut und Asthma (AHA), des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) e.V. und der Ärzte Zeitung
Informationen zum aktuellen Pollenflug:
Luft-zum-Leben-Luftendatenservice
Oktober 2007
Bild-Quelle: istockphoto.com, © ingmar wesemann