Gift und Allergen - zwei Faktoren, die den Schimmelpilz gefährlich machen
Einen Schimmelpilzbefall der Wohnung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zum einen setzen die Schimmelpilze Giftstoffe - sogenannten Toxine – frei, die die Atemwege direkt reizen können. Zum anderen wirken die Sporen, mit denen sich die Pilze vermehren, allergieauslösend.
Gerade für Neugeborene kann der Schimmelpilzbefall negative Folgen haben, denn ihr noch nicht voll ausgereiftes Immunsystem kann durch die Pilzsporen-Belastung funktionell beeinträchtigt und ihre empfindlichen Atemwege durch die Toxine stark gereizt werden. Eine englische Studie* belegte nun, dass Kinder, die in einer Wohnung mit Schimmelbefall leben, ein doppelt so hohes Risiko haben, eine Allergie zu entwickeln. Aber auch das Asthma-Risiko steigt erheblich.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Symptome einer Atemwegsreizung bei Neugeborenen oftmals nicht genau zugeordnet werden können. So muss sich eine durch Pilztoxine hervorgerufene Bronchitis beim Neugeborenen nicht unbedingt durch Husten äußern, vielmehr kann es zu einer Appetitabnahme oder vermehrtem Schreien kommen.
Wo und wie entsteht der Schimmelpilz?
Der Schimmelpilz liebt feuchte und dunkle Oberflächen, daher wuchert er vorzugsweise an den Wänden hinter Schränken, neben Fenstern, Fußleisten und im Bad. Meist macht er sich in Form von weißen, blauen, grünen oder schwarzen Flecken bemerkbar. Wenn der Pilz allerdings hinter der Tapete versteckt wächst, können ihn oftmals nur ausgebildete Spürhunde ausfindig machen.
Zwar sind es in manchen Fällen defekte Wasserrohre oder lecke Dächer, die die Wohnungsräume zu feucht werden lassen, meistens entsteht die Pilzbesiedlung aber durch falsche Raumheizung und -durchlüftung. Achten Sie daher insbesondere im Kinderzimmer darauf, dass der Raum richtig belüftet ist.
Tipps gegen Schimmelpilzbefall








