Hier erfahren Sie mehr zum Thema Asthma Medikamente. Eine wichtige Rolle spielt die Inhalation schnellwirksamer Beta2-Sympathomimetika, die unmittelbar der Verengung der Bronchien entgegenwirken.
Die Bedarfsbehandlung erfolgt zusätzlich zur Dauerbehandlung, um akute Symptome zu bessern. Generell gilt: Je besser die Dauerbehandlung, desto seltener ist die Bedarfsbehandlung notwendig.
Im Gegensatz zur Dauerbehandlung kommt die Bedarfsbehandlung nur beim Auftreten akuter Symptome zum Einsatz. Sie erfolgt mit so genannten Relievern und richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden. Eine wichtige Rolle spielt die Inhalation schnellwirksamer Beta2-Sympathomimetika, die unmittelbar der Verengung der Bronchien entgegenwirken. Auf diese Weise lässt sich sehr schnell eine Besserung von Symptomen wie Atemnot, Atemgeräuschen, Engegefühl in der Brust und Husten erzielen. Auch unterstützende atemerleichternde Maßnahmen wie Kutschersitz und Lippenbremse können das Atmen erleichtern.
Bei Asthma-Anfällen sind allerdings in Abhängigkeit von deren Schwere weitere Maßnahmen nötig, um schwerwiegende Folgen zu verhindern. So kann bei leichten bis mittelschweren Fällen die zusätzliche Gabe von Kortison-Präparaten als Tabletten oder Infusionen unter anderem das Fortschreiten das Anfalls aufhalten und das Risiko einer Krankenhauseinweisung reduzieren. Bei schweren Fällen ist die unmittelbare Einweisung in ein Krankenhaus und eine komplexe Notfalltherapie notwendig.
Sowohl ein häufiges Anwenden der Bedarfsbehandlung als auch ein Auftreten schwerer Asthma-Anfälle spricht dafür, dass die Asthma-Kontrolle unzureichend ist und die Dauertherapie überprüft werden sollte: Wie aktuelle Studien zeigen, ist es mit Hilfe einer optimalen, konsequenten Dauertherapie möglich, die Ziele einer langfristigen guten Asthma-Kontrolle und einer normalen Lebensführung ohne Bedarfstherapie zu erreichen. Wie gut die Kontrolle des Asthmas unter der aktuellen Therapie ist, kann der Patient auf einfache Weise mit Hilfe des Asthma-Kontroll-Tests (ACT) ermitteln.
Quellen:
Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma. Herausgegeben von der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Pneumologie 2006;60:139-83.
Global Strategy for Asthma Management and Prevention. Global Initiative for Asthma (GINA). aktualisiert 2005: www.ginasthma.com (Guidelines)