So helfen Ihnen Medikamente

Dauerbehandlung

Die langfristige, konsequente Asthma Dauerbehandlung kann bei vielen Asthma-Patienten dazu beitragen, ein nahezu normales Leben mit einem Minimum an Symptomen und akuten Anfällen zu führen.

 Idyllische Landschaft

Asthma Dauerbehandlung nach Stufenplan


Die langfristige, konsequente Dauerbehandlung kann bei vielen Asthma-Patienten dazu beitragen, ein nahezu normales Leben mit einem Minimum an Symptomen und akuten Anfällen zu führen.

Bei der Kontrolle des Therapieerfolgs spielt der Patient selbst eine wichtige Rolle.

In der Dauertherapie des Asthmas, die in aktuellen Leitlinien beschrieben ist, kommen so genannte Controller zu Einsatz, die über einen langen Zeitraum täglich angewendet werden. Die Behandlung verfolgt das Ziel, die zugrunde liegenden Störungen zu mindern. Auf diese Weise sollen die Symptome minimiert und Anfälle verhindert werden, um das Asthma langfristig zu kontrollieren. Je besser dies gelingt, desto seltener ist eine Bedarfstherapie nötig.

Antientzündliche und bronchienerweiternde Medikamente

Die Medikamente umfassen entzündungshemmende und langwirksame bronchienerweiternde Substanzen. Zu ihnen gehören vor allem Kortison-Präparate (Glukokortikosteroide) und langwirksame Beta2-Sympathomimetika, aber auch Cromone, Theophylline und Leukotrien-Rezeptorantagonisten. Häufig werden sie inhaliert, weil sie dann gezielt in hohen Konzentrationen an den Ort des Krankheitsgeschehens gelangen und weniger Nebenwirkungen verursachen. Bei unzureichendem Ansprechen oder schweren Verläufen stehen viele Substanzen jedoch auch als Tabletten oder Spritzen zur Verfügung, die im gesamten Körper ihre Wirkungen entfalten.

Dauerbehandlung nach Stufenplan

Frau zeigt Daumen hoch

Die Dauerbehandlung erfolgt üblicherweise nach einem Stufenplan. Dabei richten sich die Zahl und Dosierung der eingesetzten Medikamente sowie ihre Anwendungshäufigkeit nach dem Schweregrad des Asthmas, der nach der aktuellen Lungenfunktion und den Beschwerden des Patienten beurteilt wird. Neueste internationale Leitlinien (GINA 2006) empfehlen alternativ die Behandlung in Anlehnung an den Status der Asthma-Kontrolle des Patienten (siehe Asthma-Kontrolltest).

Nach Angaben aktueller deutscher Leitlinien stellen die antientzündlichen inhalativen Kortison-Präparate die wirksamsten Controller dar. Sie können bei allen Asthma-Schweregraden, die eine Dauertherapie benötigen, zum Einsatz kommen und bei leichten Formen ausreichend sein. Bei schwereren Formen erfolgt in der Regel eine Kombination aus antientzündlichen und langwirksamen, bronchienerweiternden Medikamenten.



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Regelmäßige Kontrolle des Therapieerfolges

Um die festgelegten Ziele einer modernen Asthma-Therapie zu erreichen, muss diese regelmäßig kontrolliert und insbesondere zu Beginn ggf. angepasst werden. Hierbei spielt der Patient eine wichtige Rolle. Er sollte in Absprache mit dem Arzt seinen Peak-Flow-Wert dokumentieren, um ein unzureichendes Ansprechen oder eine Verschlechterung rechtzeitig zu erkennen. Auch ein spezieller Fragebogen, der Asthmakontrolltest, kann die Bewertung der Therapie erleichtern.

Wendet der Patient seine Medikamente wie vorgeschrieben an, sprechen beispielsweise häufige Symptome wie Husten, Atemnebengeräusche oder Atemnot tagsüber (bei Erwachsenen z.B. mehr als dreimal pro Woche) oder vermehrter Einsatz der Bedarfstherapie (bei Erwachsenen z.B. viermal oder mehr pro Tag) für eine unzureichende Kontrolle des Asthmas. Auch Beschwerden in der Nacht oder am frühen Morgen sind ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Therapie nicht ausreichend wirkt.

Abgestuftes Anpassen der Therapie

Langfristig kann der Arzt zwei Strategien verfolgen, die bei optimaler Umsetzung in ihrem Erfolg vergleichbar sind. Ziel ist es letztendlich, eine dauerhafte optimale Asthma-Kontrolle mit einer möglichst geringen Medikamentenmenge zu erreichen. Bei der ersten Strategie beginnt der Arzt mit einer Therapie, die sich am aktuellen Schweregrad der Erkrankung orientiert. Anschließend intensiviert er sie allmählich, falls ihre Wirkung umzureichend ist („Step-up“-Therapie). Bei der zweiten Strategie hingegen richtet sich die Therapie zu Beginn an einem höheren Asthma-Schweregrad. Nach Besserung der Beschwerden bzw. Erreichen der Asthma-Kontrolle wird sie jedoch reduziert, indem der Arzt nach und nach Medikamente niedriger dosiert oder absetzt („Step-down“-Therapie).

Gelingt auf diese Weise über mindestens drei Monate eine Stabilisierung der Erkrankung und eine gute Asthma-Kontrolle, kann die Therapie stufenweise reduziert werden, wobei eine erneute Verschlechterung zu vermeiden ist. Mit diesem Vorgehen gelingt es dem Arzt, eine langfristige Asthma-Kontrolle zu erzielen und zugleich mögliche Nebenwirkungen zu minimieren sowie die dauerhafte Therapie zu erleichtern.

Quellen:

Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma. Herausgegeben von der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Pneumologie 2006;60:139-83.

FitzGerald JM, et al. The CONCEPT trial: a 1-year, multicenter, randomized,double-blind, double-dummy comparison of a stable dosing regimen of salmeterol/fluticasone propionate with an adjustable maintenance dosing regimen of formoterol/budesonide in adults with persistent asthma. Clin Ther. 2005;27(4):393-406.

Oktober 2007

Bild-Quelle Schmuckbild: istockphoto.com, © Slawomir Jastrzebski
Bild-Quelle Textbild: gettyimages.de, © Stockbyte



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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