Die Ziele kennen

Peakflow

Die Peak-Flow-Messung, die der Patient selbst durchführen kann, ist eine wichtige Methode zur Kontrolle des Krankheitsverlaufs und der Therapie sowie zur rechtzeitigen Erkennung von drohenden Asthma-Anfällen.

 Spielzeug-Windrad

Kontrolle des Asthma Krankheitsverlaufs


Die Peak-Flow-Messung, die der Patient selbst durchführen kann, ist eine wichtige Methode zur Kontrolle des Krankheitsverlaufs und der Therapie sowie zur rechtzeitigen Erkennung von drohenden Asthma-Anfällen.

Peak-Flow-Meter

Für die Messung des Peak Flows gibt es einfach zu bedienende, handliche Peak-Flow-Meter für Kinder und Erwachsene. Sie bestehen aus einer Röhre, in der sich ein Scheibchen mit einer Feder befindet. Das Scheibchen ist mit einem Zeiger verbunden. Dieser muss auf der Position Null stehen und ungehindert beweglich sein.

 

Anleitung und sorgfältige Durchführung

Die Messung mit dem Peak-Flow-Meter erfordert eine Anleitung und einige Übung, denn nur wenn sie richtig durchgeführt wird, liefert sie zuverlässige Ergebnisse. Sie erfolgt vor der Anwendung der Asthma Medikamente in der Regel morgens und abends, wenn die Werte gewöhnlich am höchsten bzw. am niedrigsten sind: Der Patient atmet dann so schnell und kraftvoll wie möglich in das Gerät. Durch das Pusten gegen das Scheibchen bewegt sich der Zeiger und gibt den so genannten Peak-Flow- bzw. PEF-Wert in Litern pro Minute an („Peak Exspiratory Flow“ bzw. „Maximaler Atemfluss beim Ausatmen“ oder „Spitzenfluss“). Die Messung wird dreimal durchgeführt, und der Bestwert wird dann notiert.

Die Messergebnisse müssen sorgfältig in einem Protokoll dokumentiert werden, weil bei der Patientenmessung der Verlauf wichtiger ist als die Absolutwerte. Die Bezugsgröße ist in der Regel der „persönliche Bestwert“, also der höchste Wert, der über 2-3 Wochen während einer stabilen Phase der Erkrankung gemessen wurde.

Hinweise auf Atemwegsverengung

Der Peak Flow wird durch drei Faktoren beeinflusst: Den Durchmesser der Atemwege, die Kraft, die die zuständige Muskulatur aufbringen muss, und die Anstrengung/Koordination, die für ein kräftiges Ausatmen erforderlich ist. Da sowohl die Kraft der Muskulatur als auch die Anstrengung und Koordination des Ausatmens bei ausreichender Übung konstant bleiben, weist ein veränderter Peak Flow auf eine Veränderung des Durchmessers der Atemwege hin, ein Abfall des PEF-Wertes also auf eine Atemwegsverengung.



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Auf den Verlauf kommt es an

Dementsprechend ist eine einzelne Peak Flow Messung wenig aussagekräftig. Der Verlauf der Werte über einen längeren Zeitraum liefert dem Arzt jedoch wichtige Hinweise, wie oft, wie stark und zu welchen Zeiten die Atemwege verengt waren. Zudem erhält er zusätzliche Informationen, ob die zur Behandlung eingesetzten Medikamente richtig und die Dosierungen ausreichend sind.

Da Peak-Flow-Werte von anderen Faktoren beeinflusst werden, wird der Arzt bei starken Abweichungen ggf. nach besonderen Ereignissen fragen, z.B. Krankheit, Urlaub, anstrengendem Besuch, Stress oder besonderem Ess- und Trinkverhalten.

Frühwarnsystem: Das Ampelschema

Im Rahmen der Asthma-Therapie legt der Arzt in Abhängigkeit vom persönlichen Bestwert des Patienten fest, bei welchem Peak-Flow-Wert der Patient in die Sprechstunde zur Anpassung der Behandlung kommen sollte und wann er so schnell wie möglich ärztliche Hilfe aufsuchen muss. Generell gibt es in der Patientenmessung zwei wichtige Größen. So sollte der PEF-Wert am Morgen gegenüber dem Abend zuvor nicht um mehr als 10% schwanken: Liegt diese so genannte PEF-Variabilität über 20%, spricht das für eine unzureichende Behandlung des Asthmas.

Zudem erlaubt auch der Vergleich des aktuellen Wertes mit dem persönlichen Bestwert die Kontrolle der Therapie: Liegt der gemessene PEF-Wert bei 80-100% des persönlichen Bestwertes, kann die Therapie weitergeführt werden. Beträgt er 60-80%, sollte sie ergänzt oder die Dosierung erhöht werden. Und bei einem PEF-Wert unter 60% muss der Patient umgehend den Arzt aufsuchen, denn ein derartiger Abfall der Messwerte kann häufig bereits Tage vor dem vollständigen Auftreten der Asthma Symptome einen Anfall anzeigen. Diese Grenzwerte werden anschaulich mit Hilfe eines Ampelschemas dargestellt.


< 60%
Peak-Flow-Wert unter 60% des persönlichen Bestwertes:
SOFORT einen Arzt oder eine Klinik aufsuchen!

60-80%
Peak-Flow-Wert zwischen 60% und 80% des persönlichen Bestwertes:
Nach Absprache mit dem Arzt vorübergehend zusätzliche Medikamente und/oder individuelle Erhöhung der Medikamentendosis!

> 80%
Peak-Flow-Wert zwischen 80% und 100% des persönlichen Bestwertes:
Die bestehende Behandlung weiterführen!


Bild-Quelle: istockphoto.com, © Angel Herrero de Frutos



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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