Für eine optimale Kontrolle des Asthmas ist eine komplexe Therapie notwendig, die sich aus medikamentösen und nicht medikamentösen Maßnahmen zusammensetzt. Aktuelle Therapieleitlinien geben Empfehlungen zum richtigen Vorgehen.
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Richtige Behandlung von AsthmaFür eine optimale Kontrolle des Asthmas ist eine komplexe Therapie notwendig, die sich aus medikamentösen und nicht medikamentösen Maßnahmen zusammensetzt. |
Aktuelle Therapieleitlinien geben Empfehlungen zum richtigen Vorgehen.
In der Behandlung des Asthmas empfehlen aktuelle deutsche und internationale Leitlinien neben der medikamentösen Therapie eine Reihe weiterer Maßnahmen. Zu ihnen gehören das Meiden der Asthma Auslöser, die allergen-spezifische Immuntherapie, die Patientenschulung und Sport bzw. körperliche Aktivität. Zudem sollten Patienten mit Übergewicht abnehmen und Raucher auf Zigaretten verzichten.
Die moderne medikamentöse Therapie des Asthmas beruht auf aktuellen Erkenntnissen, die zur Krankheitsentstehung vorliegen. Sie verfolgt das Ziel, die zugrunde liegenden Störungen zu mindern:
Als Medikamente kommen so genannte Controller und Reliever zum Einsatz. Mit den Controllern erfolgt eine Dauerbehandlung zur langfristigen Kontrolle des Asthmas, mit den Relievern hingegen eine Bedarfsbehandlung zur Besserung akuter Symptome oder Anfälle. Hier gilt: Je effektiver die Dauerbehandlung, desto seltener benötigt der Patient die Bedarfsbehandlung. In beiden Fällen stellen entzündungshemmende und bronchienerweiternde Medikamente wichtige Säulen der Therapie dar.
Art und Umfang der Dauerbehandlung richten sich nach den aktuellen Asthma Symptomen und Lungenfunktionsmessungen. Sie wird regelmäßig überprüft und insbesondere zu Beginn ggf. mehrfach angepasst, um auf Dauer eine möglichst optimale Asthma-Kontrolle zu erzielen. Bei der Überprüfung der Therapie spielt der Peak Flow, der vom Patienten selbst gemessen werden kann, eine wichtige Rolle,. Auch ein spezieller Fragebogen, der Asthma-Kontroll-Test, ermöglicht dem Patienten, den Erfolg seiner Therapie abzuschätzen.
Die üblichen Asthma - Medikamente sind oft zwar auch als Tabletten oder Spritzen (unter die Haut, in die Vene, in den Muskel) erhältlich, doch meistens werden sie inhaliert, da sie bei der Inhalation in hohen Konzentrationen gezielt zum Ort des Krankheitsgeschehens gelangen – zu den Atemwegen. Weiterhin lassen sich die notwendigen Dosen reduzieren und systemische Nebenwirkungen, die den gesamten Körper betreffen, mindern. Die Inhalation erfolgt mit einem Inhalationssystem. Tabletten werden erst gegeben, wenn die inhalativen Medikamente nicht ausreichend wirken oder der Patient trotz Schulung nicht in der Lage ist, die Inhalation richtig durchzuführen.
Quellen:
Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma. Herausgegeben von der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Pneumologie 2006;60:139-83.
Global Strategy for Asthma Management and Prevention. Global Initiative for Asthma (GINA). Aktualisiert 2005: http://www.ginasthma.com (Guidelines)
Oktober 2007
Bild-Quelle: istockphoto.com, © Evgeny Kuklev