Schule

Wenn Kinder Asthma haben, sollten Sie wie andere Kinder auch, an allen Unternehmungen in der Schule teilnehmen. Damit sie sich jedoch wohl und sicher fühlen können, benötigen sie das Verständnis ihrer Mitschüler und Lehrer.

 Schulkinder

Auch in der Schule sicher fühlen


Wenn Kinder Asthma haben, sollten Sie ganz normal, wie andere Kinder auch, aktiv sein und an allen Unternehmungen in der Schule teilnehmen.

Damit sie sich jedoch richtig wohl und sicher fühlen können, benötigen sie das Verständnis und die Akzeptanz ihrer Mitschüler und Lehrer für ihre Erkrankung. Das setzt voraus, dass das Kind offen über seine Krankheit redet!

Kinder wissen selbst am besten, dass sie trotz ihrer Erkrankung richtig fit sein können und auf keinen Fall wie ein rohes Ei geschont werden müssen. Auch in der Schule können sie trotz ihres Asthmas in der Regel an allem teilhaben, angefangen von Schulfesten bis hin zu Klassenfahrten oder dem Schulsport. Aber was, wenn sie doch vor manchen Dingen Angst haben?

Reden ist Gold

Ganz wichtig ist, dass Ihr Kind mit Mitschülern und Lehrern offen über seine Krankheit redet und im Fall der Fälle seine Sorgen und Beschwerden mitteilen kann. Dagegen kann ein Vertuschen und Verschweigen zu ernsthaften psychischen Problemen führen und Ihr Kind in eine „Außenseiterrolle“ drängen. Denn wo Freunde nicht wissen, was los ist, können sie auch nicht helfen und interpretieren das sonderbare Verhalten ihres Kindes vielleicht gar als Ablehnung. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind offen mit seinem Asthma umgeht. Machen Sie ihm klar, dass es auch in der Schule seine Asthma-Medikamente einnehmen muss und motivieren Sie es dazu, gegebenenfalls auch hier sein Tagebuch über die Peak-Flow-Werte weiterzuführen.

Schulsport ist kein Tabu

Motivieren Sie Ihr Kind auch, sich am Schulsport zu beteiligen. Am besten sprechen Sie, oder gegebenenfalls auch Ihr Kind selbst, vorher mit dem Sportlehrer und erklären ihm, was zu beachten ist und wie sich ein Asthmaanfall bei Ihrem Kind ankündigt. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind sein Asthmaspray immer parat hat und instruieren Sie es, dieses bei einer sich einstellenden Atemnot oder Kurzatmigkeit zu benutzen und dem Lehrer frühzeitig Bescheid zu sagen, wenn es merkt, dass es eine bestimmte Sache nicht schafft. Sie oder Ihr Kind sollten auch dafür sorgen, dass der Sportlehrer weiß, wen er im Notfall telefonisch informieren soll. So gewappnet fühlt sich Ihr Sprössling auch im Ernstfall auf der sicheren Seite und kann den Sportunterricht ohne Angst genießen. Tipps für Lehrer, was bei einem Asthmaanfall zu tun ist, gibt es auch im Internet. Weisen Sie auf diese Informationsquelle hin.

Was tun im Notfall

Sollte es in der Schule trotzdem einmal zu einem Asthma-Anfall kommen, der auch mit Asthma-Spray und anderen Notfallmedikamenten nicht vorübergeht, müssen die Lehrer wissen, wo sie sich hinwenden können. Instruieren Sie sie, so schnell wie möglich die Notrufnummer der Feuerwehr (112) anzurufen, damit Ihr Kind umgehend in das nächste Krankenhaus gebracht werden kann. Auch Ihr Kind sollte wissen, wie es sich im Notfall selbst helfen kann. Ein Kurs bietet Gelegenheit, die entsprechende Verhaltensregeln und Notfallmaßnahmen, etwa bestimmte Atemtechniken, gemeinsam mit „Leidensgefährden“ zu trainieren und zu verinnerlichen. Fragen Sie Ihren Kinderarzt nach entsprechenden Kursangeboten oder machen Sie sich im Internet schlau. Unsere Linktipps werden Ihnen helfen, das richtige Kursangebot zu finden.


Oktober 2007

Bild-Quelle: istockphoto.com, © Franky De Meyer



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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