Kinder sollten auf Sport nicht verzichten. Wenn Sie und Ihr Kind die notwendigen Vorkehrungen treffen, kann Ihr Sprössling trotz seiner Erkrankung sogar eine wahre Sportskanone werden.
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Kinder sollten auf Sport nicht verzichtenAuch wenn Ihr Kind Asthma hat, sollte es auf jeden Fall mit seinen Freunden rumtoben und Spaß haben können. |
Wenn Sie und Ihr Kind die notwendigen Vorkehrungen treffen, kann Ihr Sprössling trotz seiner Erkrankung sogar eine wahre Sportskanone werden.
Viele Eltern oder Lehrer glauben, asthmakranke Kinder müssten sich besonders schonen und seien besser auf der Couch als im Schwimmbad aufgehoben. Doch weit gefehlt! Kinder und Jugendliche mit Asthma sollten sogar regelmäßig Sport treiben, wie Wissenschaftler und Ärzte raten. Denn die Aktivität wirkt nicht nur einer Ausgrenzung und damit psychischen Problemen entgegen, sondern verbessert auch den Gesundheitszustand.
Kinder, die regelmäßig Sport treiben, gewöhnen ihren Körper an die Anstrengung. Das Risiko, einen Asthma-Anfall zu erleiden, nimmt ab. Natürlich sind einige Vorkehrungen zu treffen, bevor der Sprössling so richtig sportlich loslegen kann. Das Wichtigste ist, mit dem behandelnden Arzt darüber zu sprechen, welche Sportart angestrebt wird und was im Falle eines Asthmaanfalles zu tun ist. Motivieren Sie Ihr Kind dazu, seinen Freunden und Trainern mitzuteilen, dass es Asthma hat, oder sorgen Sie selbst dafür. Wenn diese eingeweiht sind, was im Notfall zu tun ist, ist das ein bedeutender Sicherheitsgewinn für Ihr Kind. Sorgen Sie auch dafür, dass Lehrer und Betreuer über die Erkrankung Ihres Kindes Bescheid wissen. Klären Sie sie über die nötigen Maßnahmen im Falle eines Asthma-Anfalles auf. Hilfreiche Tipps für Lehrer asthmakranker Kinder und Jugendlicher gibt es auch im Internet.
Schließlich können Sie Ihr Kind auch bei der Auswahl einer geeigneten Sportart unterstützen. Klären Sie Ihr Kind auf, welche Sportarten für seine Gesundheit besonders förderlich sind. Dazu gehören beispielsweise:
Bei diesen Betätigungen ist der Körper die ganze Zeit gleichmäßig gefordert. Ein 100-Meter-Sprint ist dagegen für die Lungen weniger geeignet: Die kurzfristig starke Anstrengung von „Null auf Hundert“ kann schneller zu Luftnot führen. Vor diesem Hintergrund ist es für einen Asthmatiker auch immer wichtig, sich vor dem Sport gut aufzuwärmen.
Unter Umständen empfiehlt der Kinderarzt auch, dass vor dem Sport zwei Hübe des Asthma-Sprays eingenommen werden, damit die Atemwege richtig schön weitgestellt sind und genügend Sauerstoff aus der Lunge ins Blut gelangt. Legen Sie Ihrem Kind nahe, dass es die ärztliche Anweisung unbedingt befolgen soll. Auch sollte es sein Asthma-Spray immer dabei haben, denn beim Anfall kann es buchstäblich lebensrettend sein.
Auch wenn das Kind prinzipiell aktiv sein soll, gibt es Situationen, die Vorsicht gebieten. Beobachten Sie Ihr Kind genau und weisen Sie es an, bei einer Erkältung oder wenn es merkt, dass das Atmen schwieriger wird und die Peak-Flow-Werte sinken, auf seinen Körper zu hören und den Sport gegebenenfalls ausfallen zu lassen. Auch sollte Ihr Sprössling gefährliche Situationen vermeiden und beispielsweise bei starkem Pollenflug nicht im Birkenwäldchen Versteck oder auf der Gräserwiese Fußball spielen.
Für Asthma-Patienten ist es ganz wichtig, dass sie die Warnzeichen ihres Körpers genau erkennen und nicht den Helden markieren sollen. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es gar keinen Grund gibt, sich zu schämen und dass richtige Freunde seine Krankheit auf jeden Fall verstehen und akzeptieren werden.
Oktober 2007
Bild-Quelle: istockphoto.com, © Ben Blankenburg