Für Sie

Das können Sie für sich tun

Gehen Sie offen mit Ihrer Asthmaerkrankung um. Informieren Sie die Menschen, mit denen Sie Umgang haben, darüber, wie sie bei einem Asthmaanfall helfen können. Verbergen Sie nicht, wie und wann Sie Ihre Asthma Medikamente einnehmen.

 Kleeblätter

Scheuen Sie sich nicht, andere über Ihre Asthma Erkrankung zu informieren



In den allermeisten Fällen können Asthmakranke heutzutage ein ganz normales Leben führen. Trotzdem ist es möglich, dass sich einmal ein Notfall aus der Krankheit entwickelt. Dann ist es wichtig, dass Ihr Umfeld über Ihre Erkrankung Bescheid weiß und richtig auf die Situation reagieren kann.

Gehen Sie deshalb offen mit Ihrer Asthmaerkrankung um. Informieren Sie die Menschen, mit denen Sie regelmäßig Umgang haben, darüber, wie sie bei einem Asthmaanfall helfen können. Verbergen Sie nicht, wie und wann Sie Ihre Asthma Medikamente einnehmen, und teilen Sie es den Personen in Ihrer Nähe mit, falls Sie einmal Atemnot spüren sollten.

Meiden Sie Auslöser

Massage

Falls Sie rauchen, sollten Sie jede Anstrengung unternehmen, diese Gewohnheit aufzugeben. Tabakrauch wirkt stark reizend auf die Lunge und die Atemwege. Aus diesem Grund sollten Sie auch Umgebungen meiden, in denen geraucht wird.

Wenn Sie an allergischem Asthma leiden, ist es von größter Bedeutung, die jeweiligen Auslöser Ihrer Allergie zu meiden. Das können Nahrungsmittel, Tierhaare, Hausstaub, Pollen und andere Allergene sein.

Vorsicht bei neuen Medikamenten

Einige Arzneimittel können Ihre Asthmabeschwerden verschlimmern. Dazu gehören z.B. bestimmte Schmerzmittel, verschiedene Antibiotika, Homöopathische und naturheilkundliche Mittel sowie einige Herz- und Bluthochdruckmedikamente. Vor der Einnahme eines neuen Medikaments sollten Sie deshalb gründlich die Packungsbeilage studieren, ob nachteilige Wirkungen bei Asthma angegeben sind. Fragen Sie gegebenenfalls Ihren Lungenarzt, ob er das Mittel bei Ihnen für verträglich hält. Scheuen Sie sich auch nicht, darauf hinzuweisen, falls Sie den Eindruck haben, dass sich Ihr Asthma durch ein neues Medikament verschlechtert hat.

Versuchen Sie, Ihr Gewicht zu normalisieren

Übergewicht stellt in vielfältiger Weise eine Belastung für den Körper dar. Das gilt in besonderem Maße bei Asthma. Versuchen Sie deshalb, möglichst Ihr Normalgewicht zu erreichen. Als Maß gilt dafür der so genannte Body-Mass-Index (BMI). Er errechnet sich, indem Sie Ihr Körpergewicht in Kilogramm durch Ihre Körpergröße in Metern im Quadrat teilen. Als Normalgewicht gilt, wenn das Ergebnis zwischen 19 und 25 beträgt. Liegt Ihr Wert über dieser Spanne, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob und wie Sie am besten abnehmen können.

Atemgymnastik

Bestimmte Atemtechniken können Ihnen helfen, besser Luft zu bekommen. Sie sind leicht zu erlernen, verbessern die Lebensqualität und sind eine wichtige Hilfe im Notfall. Atemgymnastik trainiert die Atemmuskulatur und erhöht die Atemleistung. Viele Ärzte und Physiotherapeuten bieten spezielle Atemkurse für Asthmatiker an. Üben Sie die verschiedenen Techniken zu Zeiten ein, in denen Sie frei von Atembeschwerden sind.

Wichtig ist insbesondere, Atemreizgriff, Lippenbremse, Kutschersitz, Bettsitz und Tischsitz sowie die Rücken- und die Brustdrehlage zu beherrschen.

Entspannungstechniken

Sie können Asthmaanfällen auch entgegenwirken, indem Sie Entspannungstechniken erlernen und durch regelmäßiges Üben emotionalen Stress abbauen. Die bekanntesten Techniken, die bei Asthma eingesetzt werden, sind das "Autogene Training" und die "Progressive Muskelrelaxation" nach Jacobson. Darüber hinaus finden auch Yoga, Qi Gong, Hypnose und Biofeedback Anwendung.

Das Angebot an entsprechenden Kursen ist groß und kaum überschaubar. Wenn Sie eine Entspannungstechnik erlernen wollen, sollten Sie deshalb mit Ihrem Arzt besprechen, welches Verfahren für Sie infrage kommt. Erkundigen Sie sich auch bei Ihrer Krankenkasse, ob und in welchem Umfang sie sich an den Kosten eines Kurses beteiligt.

Oktober 2007

Bild-Quelle Schmuckbild: istockphoto.com, © Denise Bentley
Bild-Quelle 2: gettyimages.de, © Alix Minde



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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