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Für den Notfall

Als Asthma Notfall sollten Sie jede rasche Verschlechterung Ihrer Atmung ansehen. In vielen Fällen, werden Sie die Notsituation durch Einnahme Ihrer Standardmedikamente selbst beheben können.

 Rettungsring

Was ist ein Asthma Notfall?


Als Notfall sollten Sie jede rasche Verschlechterung Ihrer Atmung ansehen.

In vielen Fällen, werden Sie die Notsituation durch Einnahme Ihrer Standardmedikamente selbst beheben können. Es kann aber auch der Fall eintreten, dass Sie auf sofortige Hilfe durch einen Arzt oder eine Klinik angewiesen sind.

Akute Asthmaanfälle treten meistens durch Luftnot in Erscheinung. Manche Attacken kündigen sich jedoch an. Schnupfen, eine Erkältung oder nächtlicher Husten gehen manchmal einem akuten Anfall voraus und bahnen ihm gewissermaßen den Weg. Verstärktes Schwitzen, gestörter Schlaf und verschlechtertes Allgemeinbefinden sind ebenfalls manchmal Vorboten. Und schließlich können auch Atemgeräusche beim Sport, ein erhöhter Atemrhythmus oder ein beschleunigter Herzschlag auf einen drohenden Asthmaanfall hinweisen, noch bevor die Betroffenen Luftnot verspüren.

Nehmen Sie solche Hinweise in jedem Fall ernst! Je früher bei einem Asthmaanfall Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, desto glimpflicher verläuft er. Scheuen Sie deshalb auch nicht davor zurück, Ihren Arzt aufzusuchen oder bei plötzlichen Veränderungen frühzeitig den Notarzt zu rufen.

Was ist zu tun?

  • Atemnot ist sehr beängstigend. Versuchen Sie dennoch, ruhig zu bleiben, da Ihr Sauerstoffverbrauch durch Aufregung ansteigt. Das ist leichter gesagt, als getan. Sie können sich jedoch sehr effektiv helfen, indem Sie kontrolliert und besonnen mit dem Notfall umgehen. Das wird Ihnen leichter fallen, wenn Sie Ihr Verhalten im Notfall zuvor geübt haben.
  • Beenden Sie jede körperliche Anstrengung und setzen Sie Lippenbremse und Kutschersitz ein, um besser atmen zu können.
  • Nehmen Sie eine Peak-Flow-Messung vor, um festzustellen, wie stark Ihre Atemfunktion eingeschränkt ist. Je größer der Abfall der Atemleistung und je kürzer das Zeitintervall, in dem er aufgetreten ist, desto dringlicher ist Ihr Handeln und desto eher sollten Sie medizinische Hilfe anfordern. Orientieren Sie sich dabei am Ampelschema.
  • Nehmen Sie die von Ihrem Arzt festgelegten Notfallmedikamente ein. In der Regel werden das 2-4 Hübe Ihres Bedarfsmedikaments sowie eine Kortisontablette sein.
  • Machen Sie Personen in Ihrem Umfeld darauf aufmerksam, dass Sie Atembeschwerden haben, bitten Sie sie um Hilfe und teilen Sie Ihnen mit, dass Sie an Asthma leiden.
  • Zögern Sie nicht, unter der Europa-weiten Notrufnummer 112 medizinische Hilfe anzufordern. Niemand wird es Ihnen verübeln, wenn sich das Kommen des Rettungswagens im Nachhinein als unnötig erweist. Die Kosten des Rettungseinsatzes übernimmt die Krankenkasse, auch wenn sich Ihre Asthma Symptome bis zum Eintreffen der Hilfe bereits wieder gebessert haben.
  • Achten Sie darauf, dass der Krankentransport sitzend erfolgt.

Wie Sie sich auf einen möglichen Notfall vorbereiten können

  • Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie sich verhalten sollen: Um für Asthmaanfälle gewappnet zu sein, sollten Sie mit Ihrem Arzt klären, welches Verhalten er Ihnen im Notfall empfiehlt. Sie sollten wissen, welche Medikamente Sie in welcher Dosierung einnehmen sollen, welche Einschränkung Ihrer Lungenfunktion (Peak-Flow-Messung) Ihr Arzt als kritisch ansieht, d.h. ab welchen Werten Sie Ihre Notfall-Medikamente einnehmen sollten und wann Sie einen Notarzt rufen bzw. sofort eine Klinik aufsuchen müssen. Notieren Sie sich die Empfehlungen Ihres Arztes und tragen Sie die Notizen nach Möglichkeit bei sich (Notfallplan).
  • Üben Sie den Notfall: Je vertrauter Abläufe sind, desto leichter fällt es, sie auch unter Stress umzusetzen. Eine sehr gute Methode, sich auf Asthmaanfälle vorzubereiten, ist deshalb, sie im Kopf oder –besser noch – praktisch durchzuspielen. Haben Sie sich eine gewisse Routine für den Umgang mit plötzlicher Atemnot angewöhnt, wird es Ihnen im Ernstfall besser gelingen, ruhig zu bleiben und alle Ihnen zur Verfügung stehenden Maßnahmen umzusetzen.
  • Üben Sie regelmäßig, wie Sie Ihre Atmung verbessern können: Im Notfall ist es besonders wichtig, dass Ihnen der Umgang mit dem Peak-Flow-Meter und Ihren Inhalationsmedikamenten vertraut ist und reibungslos funktioniert. Nur dann können Sie Ihren Zustand zuverlässig einschätzen und Ihre Atembeschwerden optimal bessern. Die entsprechenden Techniken werden in Asthma-Schulungen vermittelt. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Kursleiter, wenn Sie sich unsicher fühlen oder Fragen haben. Trainieren Sie darüber hinaus auch die wichtigsten Atemtechniken, also vor allem die Lippenbremse und den Kutschersitz.


Oktober 2007

Bild-Quelle: istockphoto.com, © Anatoliy Zavodskov



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Samstag, 31. Juli 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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