Zur Arbeit radeln – in jedem Fall ein Gewinn

Radfahren ist ein idealer Ausdauersport für Asthmatiker. Viele treten daher in ihrer Freizeit in die Pedale. Nur wenige Menschen nutzen ihr Rad aber bisher, um damit zur Arbeit zu fahren. Das will der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) mit einer Aktion ändern – und ganze Unternehmen zum Aufsatteln bringen.

Zur Arbeit radeln

Programm: "Mit dem Rad zur Arbeit"
Das Fahrrad zum Dienstfahrzeug machen – so lautet die Idee hinter der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit", die der ADFC seit 2001 durchführt. Unterstützt werden die Radfreunde dabei von den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und regionalen Partnern. Darum geht`s: Radelfreudige Mitarbeiter von Unternehmen, Verwaltungen, Institutionen oder Universitäten organisieren sich in Teams von 3-4 Mitgliedern. Betriebe mit weniger Mitarbeitern können sich als gesamtes Unternehmen anmelden. Ziel ist es, im Aktionszeitraum des jeweiligen Bundeslandes mindestens an der Hälfte der Arbeitstage mit den Rad zu fahren - entweder direkt zum Arbeitsplatz oder zum dorthin fahrenden öffentlichen Verkehrsmittel. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, nimmt anschließend an einer Verlosung teil und kann z.B. Urlaubsreisen gewinnen. Der ADFC unterstützt teilnehmende Unternehmen mit fachlichem Know-how und berät etwa bei der Wahl der richtigen Fahrrad-Abstellanlagen und in Fragen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Die Radelzeit beginnt in jedem Jahr am 01. Juni und endet am 31. August. Innerhalb dieses Zeitraums ist es das Ziel, an mind. 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Im Jahr 2005 konnten die Organisatoren eine Rekordteilnehmerzahl verzeichnen: über 60.000 Menschen nahmen an der Aktion teil.

Radfahren als Ergänzung der Asthmatherapie
Wer dank modernen Kombinationstherapien, die z.B. im Diskus verabreicht werden, sein Asthma im Griff hat, der kann sich auch getrost aufs Rad schwingen. Ein Gewinn für die Gesundheit ist Fahrradfahren allemal. Schon kurze, stets per Rad bewältigte Strecken leisten einen wertvollen Beitrag für das persönliche Wohlbefinden. "Regelmäßige körperliche Aktivität, wie etwa der tägliche kurze Weg zur Arbeit verringert das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um das Zwanzigfache", sagt etwa Dr. Günter Klein von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Auch andere gesundheitliche Effekte des Radfahrens setzen bereits bei 20-30 Minuten Bewegung am Tag ein. So stärkt Radfahren Immunsystem, Kondition, Muskelkraft und Koordinationsvermögen. Es senkt den Blutdruck, reguliert die Herzschlagfrequenz und baut schädliches Cholesterin ab. Überdies aktiviert Radeln die Fettverbrennung: Schon langsames Fahren verbraucht 4-5 Kilokalorien pro Minute. Für Asthmatiker ist Radeln überdies eine ideale Ergänzung ihrer medikamentösen Therapie: Die Atmungsorgane werden gleichmäßig mit Sauerstoff gefüllt, die sportliche Betätigung kräftigt die Atemmuskulatur und verbessert die Ventilation der Lunge. Regelmäßig betrieben reduziert Radfahren bei Belastungsasthma eindeutig die Gefahr von Anfällen. Wer sein Auto stehen lässt und mit dem Rad zur Arbeit fährt, tut außerdem etwas gegen Luftverschmutzung und hilft so, die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Radfahren ist somit im doppelten Sinne eine gute Voraussetzung, um auch morgen noch kraftvoll durchatmen zu können.

Linktipps:
Die Möglichkeit zur Anmeldung, Termine, Kontaktadressen und Meldungen aus den einzelnen Bundesländern finden sich unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

Homepage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs(ADFC)
www.adfc.de.de
(mj/BSMO)

Mai 2011

Quelle:
Allgemeiner Deutscher Fahrradclub e.V.

Bild-Quelle:
gettyimages.com, © Photodisc



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