Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Ihrem Kind Medikamente empfehlen und teilt Ihnen mit, wie häufig sie genutzt werden sollen.
Experten haben eine Empfehlung erstellt, wie kindliches Asthma am besten medikamentös behandelt werden sollte. Sie haben ein Stufenschema erarbeitet, das auf die Stärke der Erkrankung und die Beeinflussung durch Medikamente ausgerichtet ist.
| Beschwerden | Empfohlene Behandlung |
Weitere Behandlungsmöglichkeiten und Hinweise |
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| Stufe 1 | Zeitweilige Beschwerden |
Schnellwirkendes |
Bedarfsmedikament wird nur genommen, wenn es benötigt wird. Als weiteres Bedarfsmedikament gibt es Ipratropiumbromid. Es kann statt dem schnellwirkenden Betamimetikum genutzt werden, wenn Nebenwirkungen bei diesem auftreten. Bei Kindern unter zwei Jahren und bei sehr schweren Beschwerden kann Ipratropiumbromid auch zusätzlich zum schnellwirkenden Betamimetikum inhaliert werden. |
| Stufe 2 | Beschwerden mehrmals pro |
Zusätzliche und |
Anstatt eines inhalativen Kortisons kommt in begründeten Fällen Montelukast in Frage. |
| Stufe 3 | Beschwerden können nicht |
Bei Kleinkindern wird zusätzlich zum kortisonhaltigen Spray oder Pulver das Montelukast empfohlen. Bei älteren Kindern wird dagegen zusätzlich zum kortisonhaltigen Spray oder Pulver ein langwirkendes Betamimetikum empfohlen. |
Langwirkende Betamimetika sollen nur als Ergänzung zum inhalativen Kortison genommen werden! |
| Stufe 4 | Beschwerden |
Das inhalative Kortison kann gemeinsam sowohl mit Montelukast als auch mit einem langwirkenden Betamimetikum genommen werden. |
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| Stufe 5 | Andauernde Beschwerden trotz der Behandlung gemäß den vorherigen Stufen. |
Erst bei dieser schweren Form des Asthmas ist die zusätzliche Einnahme von Kortison in Tablettenform gerechtfertigt. |
Bei Kindern ab 6 Jahren mit sehr schwerem allergischem Asthma kann das Spritzen des Wirkstoffes Omalizumab unter die Haut erwogen werden. |
Wenn Ihnen oder Ihrem Kind eine Behandlung vorgeschlagen wird, die unter "in begründeten Fällen" angegeben ist, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt nach dem Grund.
Sie sollten auch nach dem Grund fragen, wenn Ihnen oder Ihrem Kind eine Behandlung vorgeschlagen wird, die von diesen Schemata abweicht.
Die Erklärungen sollten Sie verstehen. Denn diese Abweichungen stellen Ausnahmen dar. In Einzelfällen können sie sinnvoll sein.
Ziele der Asthmatherapie im Kindesalter ist die Ermöglichung eines normalen Lebens und einer adäquaten Entwicklung, d.h.:
Mai 2011
Quellen:
mod. nach „Leitlinien Asthma bronchiale in Deutschland, DMP für Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter, eine gemeinsame Stellungnahme von Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V., Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V., Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V., Arbeitsgemeinschaft Asthmaschulung im Kundes- und Jugendalter e.V., Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V.,Fachgesellschaft für Rehabilitation in der Kinder- und Jugendmedizin
PatientenLeitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma, 2. Auflage, Version 1.2, November 2010
basierend auf der Version 1.0 vom Dezember 2009
Bild-Quelle:
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