Medikamentöse Therapie

Kindergerechte Medikation bei Asthma

Kindgerechte Medikation

Die medikamentöse Behandlung von Kindern mit Asthma unterscheidet sich in wichtigen Punkten von der Therapie erwachsener Patienten. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Der wichtigste Grund ist, dass sich der kindliche Organismus im Wachstum und in fortlaufender Entwicklung befindet. Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“, und die an Erwachsenen erforschte Wirkung von Medikamenten lässt sich nicht ohne weiteres auf sie übertragen. Einige Medikamente, die bei Erwachsenen gut wirken, werden deshalb bei Kindern überhaupt nicht oder nur zurückhaltend eingesetzt.

Ein anderer Grund dafür, dass Kinder nicht einfach mit denselben Asthmamedikamenten behandelt werden wie Erwachsene, hängt ebenfalls mit der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung von Kindern zusammen. Gerade kleine Kinder sind vielfach nicht in der Lage, Tabletten zu schlucken oder, wie bei Asthma notwendig, Medikamente sicher und effektiv zu inhalieren. Außerdem benötigen Kinder eine feinere Abstufung der Medikamenten-Dosen.

In der Asthmatherapie von Kindern werden zusätzlich Inhalierhilfen wie Druckvernebler und Atemmasken eingesetzt. Sie stellen sicher, dass Kinder genau die vorgesehenen Arzneimittelmengen aufnehmen, auch wenn sie noch nicht richtig inhalieren bzw. mit einem Dosieraerosol umgehen können.

Pulverinhalatoren funktionieren nur dann korrekt, wenn beim Einatmen ein ausreichender Sog erzeugt werden kann. Kleinen Kindern und Kindern im Asthmaanfall gelingt das nicht immer. Es empfiehlt sich deshalb, bei Ihnen auf andere Darreichungsformen auszuweichen.

Druckvernebler bedürfen regelmäßiger Wartung und Reinigung. Ältere Kinder lernen leicht, selbst mit den Geräten umzugehen. Allerdings wünschen sie sich mit fortschreitendem Alter zunehmend häufig, auf die kleineren Sprays oder Pulverinhalatoren umgestellt zu werden, um nicht an den unhandlichen Druckvernebler gebunden zu sein.

Darüber hinaus gibt es für Kinder (und Erwachsene) Sprays, deren Sprühstoß durch Einatmen ausgelöst wird. Sie eignen sich besonders, wenn Atmung und Handbewegung noch nicht ausreichend koordiniert werden können.

Mai 2011

Bild-Quelle:
istockphoto.com, © Nathan Maxfield



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