Entspannungstechniken

Entspannungstechniken bei Asthmaanfällen

Autogenes Training, Yoga und Co.

Emotionaler Stress kann Asthmaanfälle auslösen oder bestehende asthmatische Beschwerden verschlimmern.

Entspannungstechniken bauen Stress ab, verbessern die Lebensqualität und erleichtern den Umgang mit Asthma. Ob sie auch direkt die Funktion der Atmungsorgane verbessern oder ob ihr positiver Einfluss indirekt über eine Steigerung des Wohlbefindens der Patienten zustande kommt, konnte bisher wissenschaftlich noch nicht geklärt werden.

Die im Zusammenhang mit Asthma empfohlenen Entspannungstechniken sind das "Autogene Training" und die "Progressive Muskelrelaxation" nach Jacobson. Beide Techniken werden zumeist in speziellen Kursen erlernt. Ihre größte Wirkung entfalten sie jedoch erst, wenn sie regelmäßig geübt und von den Patienten selbstständig praktiziert werden.

Besonders hilfreich beim "Autogenen Training" sind die Atem- und die so genannten Sonnengeflechtsübungen. Hier greifen Atemtherapie und Entspannung ineinander.

Die "Progressive Muskelrelaxation" beruht auf dem Prinzip: Anspannen – Loslassen – Nachspüren der Muskeln im ganzen Körper. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie besonders leicht zu erlernen ist und nicht müde macht.

Weitere Entspannungstechniken, die bei Asthma Anwendung finden, sind unter anderem Yoga, Qi Gong, Hypnose und Biofeedback.

Yoga und Qi Gong verbinden gymnastische und Entspannungsübungen mit speziellen Atemtechniken. Oft wird dabei auch an meditative Vorstellungen angeknüpft, die den Weg zu einer Einheit von Körper und Geist anbahnen sollen.

Hypnose (Hypnotherapie) ist ein Verfahren, das ursprünglich aus der Psychotherapie stammt. Der Therapeut hilft dem Patienten, in einen hypnotischen Trancezustand zu gelangen, der es erleichtert, Verspannungen und Verhaltensweisen zu überwinden, die sich ungünstig auf die Erkrankung auswirken.

Beim Biofeedback erhalten Asthmapatienten über eine geeignete Messapparatur eine unmittelbare Rückmeldung darüber, wie sich ihr bewusstes und unbewusstes Verhalten auf den Zustand ihrer Atemwege auswirkt. Wird z.B. der Atemwiderstand gemessen, können die Patienten auf einem Monitor verfolgen, wie effektiv sie ihr Bronchialsystem entspannen. Das Ziel ist dabei also nicht, bewusst eine bestimmte Technik zu erlernen, sondern bewusste und unbewusste Regulationsmechanismen im Körper anzusprechen, die im Ergebnis zu einem möglichst niedrigen Atemwiderstand führen.

Wenn Sie eine Entspannungstechnik erlernen möchten, sollten Sie das zunächst mit Ihrem Arzt besprechen. Er kann beurteilen, welches Verfahren für Sie infrage kommt und wird Ihnen mit Informationen zu Angeboten und Kursen weiterhelfen. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, in welchem Umfang sie sich an den Therapiekosten beteiligt.

Bild-Quelle:
istockphoto.com, © Lise Gagne


DE/SFC/0092/13(1), Jul14

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