Asthma

Asthma Definition

Asthma ist per Definition eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die mit einer Überempfindlichkeit und einer Verengung der Luftwege einhergeht. In den letzten Jahren hat sich das Wissen um die Vorgänge beim Asthma vertieft.

 Kumuluswolken über einem See

Bei Asthma steht die Entzündung im Vordergrund


Asthma ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die mit einer Überempfindlichkeit und einer Verengung der Luftwege einhergeht.

In den letzten Jahren hat sich das Wissen um die Vorgänge beim Asthma vertieft. Heute gehen Experten davon aus, dass eine Entzündung im Zentrum der Erkrankung steht. Bei Asthmatikern besteht eine Überempfindlichkeit der Atemwege (bronchiale Hyperreagibilität) und bei einem Asthmaanfall kommt es zu einer Verengung (Obstruktion) der Atemwege, die sich jedoch wieder zurückbilden kann.

Was passiert bei Asthma?

Asthmatiker haben überempfindliche Atemwege (Bronchien), Symptome eines Asthmaanfalls sind Luftnot und häufig auch Husten. Zur Atemnot tragen verschiedene Vorgänge in den Atemwegen der Betroffenen bei:

  • Durch ein Zusammenziehen der Muskulatur der Atemwege kommt es zu einer Verengung der Atemwege (Bronchokonstriktion).
  • Die Schleimhaut, die die Bronchien auskleidet, schwillt an.
  • Schleim, im Übermaß produziert von den so genannten Becherzellen in der Schleimhaut, verlegt die Atemwege.
  • Bei langjährigem Bestehen der Erkrankung und nicht ausreichender Asthma-Behandlung kann ein Umbau der Bronchien erfolgen, so dass die Variabilität der Atemwege eingeschränkt ist.

Bronchiolen

Gesunder und Asthmatischer Bronchiolus
  • Glatte Muskulatur kontrahiert sich
  • Gewebe schwillt an, es bildet sich ein Ödem
  • Becherzellen produzieren vermehrt Schleim
  • Atemwege verengen sich

Die Bronchien verkrampfen und verengen sich, der Betroffene kann die eingeatmete Luft nicht mehr richtig ausatmen und leidet unter Atemnot. Auslöser der beschriebenen Vorgänge können verschiedene Reize sein.

Welche Asthma Formen gibt es?

Hauptsächlich werden zwei Formen des Asthmas unterschieden:

  • extrinsisches oder allergisches Asthma
  • intrinsisches oder nicht-allergisches Asthma

Extrinsisches Asthma entsteht in der Regel auf dem Boden einer allergischen Neigung des Betroffenen. Vor allem im Kindes- und Jugendalter ist diese Form weit verbreitet, aber auch Erwachsene leiden daran. Fast die Hälfte der erwachsenen Asthmatiker weist jedoch die intrinsische Form auf, die häufig durch Entzündungen der Luftwege entsteht. Nicht selten haben die Betroffenen noch zusätzlich Nasennebenhöhlen-Entzündungen oder Polypen in der Nase. Weitere Bezeichnungen wie nächtliches oder Belastungsasthma beziehen sich auf den Zeitpunkt bzw. die Ursache. Sie stellen jedoch keine eigenen Asthmatypen dar und lassen sich einer der beiden Hauptformen zuordnen.

Quellen:

Buhl R et al.: Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma. Herausgegeben von der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. Pneumologie 2006; 60: 139-183

Global Initiative for Asthma (GINA): Global strategy for Asthma management and prevention. Update 2005

Bauer, Carl-Peter und Rutsch, Sabine: Asthma auf einen Blick. Blackwell Verlag 2003

Kroegel, Claus: Asthma bronchiale. Pathogenetische Grundlagen, Diagnostik, Therapie. Georg Thieme Verlag, 2. Auflage 2002


Juli 2008

Bild-Quelle: istockphoto.com, © AVTG



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Donnerstag, 11. März 2010

Medizinischer Beirat - Ihr Experte Herr Dr. Michael Barczok


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