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Dann stellen Sie Ihre Frage unserem Experten Herrn Dr. Barczok, niedergelassener Pneumologe in Ulm.

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Herrn Dr. Barczok,, meine Tochter ist 8 Jahre alt und leidet seit 4 Jahre vom Asthma. sie wurde 2010 2x stationiert, 2011 1x stationiert und 2015 1x wegen Asthmaanfall stationiert. vom November 2015 bis September 2016 hat sie Ventolir 0.1 mg genommen und jetzt seit September 0.05 mg Ventolir. im Moment hat sie ab und zu Tagesuber und Nacht leichte Husten. seit 3 jahre (seit sie nur Vortex mit Mundstück benutzt) hat sie auch Nasen Schnupfen Morgens. ich möchte gerne fragen was wäre die Optimale Dosierung und weitere Behandlungsmöglichkeit. 27.11.2016

Hallo, Leider darf ich im Internet keine individuellen Diagnosen stellen und konkrete Behandlungsempfehlungen geben. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass eine kontinuierliche entzündungshemmende Therapie in einem Umfang gemacht wird, der ausreicht, eine vollständige Beschwerdefreiheit sicherzustellen. Ist dieses Ziel erreicht, genügt es, mit kurzwirkenden bronchienerweiternden Medikamenten bedarfsgesteuert die Therapie weiter zu optimieren. Wenn keine anderen Faktoren optimiert werden können (Allergien?) Sollte diese Vorgehensweise über einen längeren Zeitraum bzw. so lange weitergeführt werden, bis ausreichend sicher ist, dass die Erkrankung dauerhaft unter Kontrolle ist. Ich denke, sie sind da auf dem richtigen Weg. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Guten Tag Dr. Barczok! Ich habe seit 5 Jahren Asthma, mit monatelangen, anfallsfreien sowie fast medikamentenfreien Phasen. Leider habe ich nun zweimal verpasst die Vorzeichen wahrzunehmen und bin in üble Phasen gerutscht. Leider diesen Sommer das erste Mal mit oraler Stoßtherapie. Nun nehme ich Budedonid Pulver 200, 1-1-1 am Tag. Salbutamol als Bedarf, das vermeide ich jedoch u versuche mir Atemübungen Luftnot in den Griff zu kriegen. Mein Asthma verschlechtere sich während meiner Periode leider zusehends. Meine konkreten Fragen: 1. Meine Luft sei gut, keine Entzündungswerte in der Ausatemluft, trotzdem habe ich Symptome und mein Lufa meinte, Salbutamol i meine Atemübungen. Ist es denn gefährlich bezüglich einer Überblähung Atemenge auszusitzen u Buteyko anzuwenden, auch mal über Stunden? 2. Müsste ich mit Budes nicht hoch und Ziel sollte es sein, keine Symptome mehr zu haben? Wie hoch darf man Budes als Erhaltubgsdosis dosieren? 3. Wenn laut Lufa keine nennenswerte Entzündung da ist, warum habe ich dann zeitweise Luftnot? Reagieren meine Bronchien einfach zu sensibel? Buteyko hilft zumindest alles zu beruhigen. 4. Was halten Sie von der Thermoplastischen OP gegen Asthma? Vielen Dank für Ihre Mühe! Vielen Dank! R. Meier 25.11.2016

Hallo, fangen wir mit der letzten Frage an. Die von Ihnen angesprochene Behandlungsweise ist sozusagen verzweifelten Fällen mit schwerem Asthma vorbehalten, davon kann meines Erachtens bei Ihnen keine Rede sein. Die von Ihnen angesprochene atemtherapeutische Behandlung kann ein wertvoller Beitrag zur Asthmatherapie sein, wenn die Behandlung fachkundig und gut durchgeführt wird. Sorge, dass damit irgendetwas schlechter wird brauchen Sie nicht zu haben. Wenn die Entzündungswerte in Ordnung sind, müssen Sie vermutlich beim topischen Steroid nicht unbedingt höher dosieren, allerdings würde ich überlegen, ob ein langwirkendes bronchienerweiterndes Mittel regelmäßig in die Therapie mit eingebracht werden sollte. Aber das muss der behandelnde Lungenspezialist in Kenntnis ihrer genauen Situation entscheiden.

Sehr geehrter Experte, ich leide unter Asthma und gehe gern schwimmen. Ich habe es jetzt 3 Wochen ohne schwimmen ausgehalten, aber irgendwann brauche ich die Bewegung wieder. Nun war ich heute schwimmen und habe, wie vorhersehbar war, auch Husten und Atemnot durch die körperliche Anstrengung bekommen. Ich habe zwar vorher Sabutamol genommen, aber das hat wohl nicht gereicht. Was soll ich machen? Ich kämpfe etwas mit mir den Sport aufzugeben, aber ich bin es so gewohnt. Schade ich meinen Bronchien, wenn ich sie immer mit dem Sport reize und Asthma auslöse? Viele Dank und mit freundlichen Grüßen 21.11.2016

Hallo, ich finde, dass Sie die Frage anders stellen sollten. Es geht nicht darum, ob sie keinen Sport mehr machen sollten oder Salbutamol davor nehmen. Es geht vielmehr darum, dass Sie trotz ihres Asthmas Sport machen und zwar so gut und so viel wie möglich und trotzdem keine Beschwerden haben und deshalb auch gar kein Salbutamol vorab nehmen müssen. In der Asthmabehandlung nennt man das eine: kontrollierte Situation oder das Asthma ist unter Kontrolle. Die Frage ist, wie man das erreicht. Da ich ihre genauen Umstände nicht kenne kann ich noch nicht sagen, wie sie dies erreichen können. Sie sollten daher mit ihrem Lungenfacharzt die Problematik noch mal ansprechen und mit ihm eine Strategie besprechen, wie sie in Zukunft schwimmen können, ohne vor Asthmaanfällen Angst haben zu müssen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo Dr. Barczok, ich leide seit Jahren an Asthma Bronchiale und war mehrfach mit sehr guten Ergebnissen in Kur, z.B. auf Borkum. Kennen Sie ein Urlaubs-Winterziel, das für dieses Leiden geeignet ist? Borkum ist zu kalt, der Effekt wäre sicher negativ. Beste Grüße Dr. Fuchs 20.11.2016

Hallo, in Deutschland gibt es eine Vielzahl von alpenländischen Kurkliniken zB in Bad Reichenhall oder in OY/Allgäu. Vielleicht einfach die jeweilige Kurverwaltung anschreiben! mfG Dr. Barczok

Hallo Herr Dr. Barczok, mein Partner (64Jahre) ist schon seit Jahren bei seinem Lungenarzt wegen Asthma Bronchiale in Behandlung. Vor zwei Jahren hat dieser die Diagnose COPD gestellt. Vor einem Jahr hat er die dann widerrufen weil der FEV 1 Wert stark schwankt sei es doch Asthma. Im letzten halben Jahr hat er unter vielen plötzlich auftretenden Atemnotanfällen (Probleme beim Ausatmen) gelitten und kann dann kaum eine treppe hoch laufen, manchmal muss er dann umliegen. Sind diese Anfälle weg, geht es ihm gut, Er hat letztens einfach so eine Strecke von 8 km gelaufen, obwohl er überhaupt nicht läuft, Treppe kein Problem, er schleppt als Imker schwere Lasten, klettert auf hohe Bäume um die mit der Motorsäge zu fällen, sägt sich sein Brennholz von morgens bis abends etc. Dann wieder Tage da geht wegen der plötzlich einsetzenden Atemnot überhaupt nichts. Deshalb war er für eine zweite Meinung drei Tage in einer Lungenklinik. Erebnis: Klinisch sowie Lungenfunktionell zeigte sich das Bild einer obstruktiven Erkrankung bei auskultatorischen Giemen sowie eine FEV1 von 40% des Sollwertes. Bei der lnhalation von 2 Hübe Salbutamol zeigte sich eine Reversibilität der Obstruktion mit einer Zunahme der FEV1 um 630m1. Ohne zusätzlichen Sauerstoff zeigte sich eine ausreichende Sättigung. Bei erhöhten lgE im Serum wurde ein Allergiescreenning durchgeführt. Dies zeigte keinen pathologischen Befund. lm 6-Minuten-Gehtest legte der Patient eine Strecke von 475m zurück und fiel von der Sättigung nicht ab. Der Befund der Spiroergometrie ergab eine global keine Einschränkung der kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit (Weber Klasse A). Zusätzlich es zeigte sich eine ventilatorische Begrenzung bei einem Anstieg des CO2 Partialdrückes bei Belastung. Der Professor sagte COPD Stufe 3 und verordnete zusätzlich zu den Medikamenten Montelukast, Spiriva respimat, InuvairFoster und Salbutanol als Notfallspray, noch Decortin H20 Vier Wochen später Kontrolle, Ergebnis: FEV1 = 2,5 ltr. Der Arzt sagt: vielleicht doch eher Asthma wegen dieser Schwankung. Neues Medikament 12 Daxas weil die Atemnotanfälle unverändert waren. Nach einer Woche Daxas waren die Luftprobleme weg. Nach zwei Wochen, Penumokokken- und Grippeschutzimpfung, ab da sofort wieder Luftpropleme. Zwei Wochen später zur Kontrolle, FEV1 wieder 2,5 ltr. Den Luftproblemen liegt ein starker Infekt zu Grunde. Jetzt wieder doch kein Asthma sondern COPD3. Mein langjähriger Lungenarzt vor Ort besteht auf kein COPD sondern Asthma. Was kann und sollten wir jetzt tun um festzustellen was er hat? 19.11.2016

Hallo, seit einiger Zeit gibt es einen offiziellen Namen für das Mischbild Asthma/COPD namens ACOS. Mehr kann ich mangels entsprechender Unterlagen nicht dazu sagen. Die Behandlung muß immer wieder an die Situation angepasst werden, was ja auch passiert. mit freundlichen Grüssen Dr. Barczok

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