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Dann stellen Sie Ihre Frage unserem Experten Herrn Dr. Barczok, niedergelassener Pneumologe in Ulm.

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Hallo Herr Dr. Barczok, mein Kind (fast 11 Jahre) ist ein ehemaliges Frühchen (28+6 SSW). 8 Tage beatmet, 26 Tage CPAP und danach kontinuierlicher Sauerstoffbedarf bis zum 10. Lebensmonat. Diagnose: Bronchopulmonale Dysplasie Grad III-IV nach Northway. Medikamente bekam er immer nur bei Infekten also bei Bedarf. Mit 1,5 Jahren hatte er eine schwere Lungenentzündung. Zur Inhalation bekam er bei Atemwegserkrankungen immer Pulmicort und Berodual. Er kam soweit ganz gut klar. Infekte und Husten dauerten Monate bis sie weg waren. Morgens waren die Hustenanfälle immer am schlimmsten. Im April Feststellung nach einer Bronchoskopie COPD mit FEV1 47 %. Er bekommt jetzt Viani Diskus 50250 Mikrogramm 2x2 Hübe. Seit der Medikamenteneinnahme hat er Tics im Gesicht mit Zuckungen und Verrenkungen, die immer schlimmer und häufiger werden. Könnte das eine Nebenwirkung des Medikamentes sein? Wir überlegen das Viani abzusetzen, weil es keine signifikante Verbesserung gebracht hat und diese Tics extrem verstörend wirken. Er hatte auch ohne Medikamente nicht einen Asthmaanfall. Nun meine Fragen, die ich mich nicht traue bei unserem Lungenfacharzt zu stellen, da mein Kind immer mit dabei ist. Hat auch mein Kind so wie erwachsene COPD-Patienten eine verringerte Lebenserwartung? Wird er irgendwann eine neue Lunge brauchen? Danke für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen schappy 28.08.2016

Hallo, ich muss Sie um Verständnis bitten, dass ich Ihre Frage nicht beantworten kann. Ich habe keine Erfahrung mit dem von Ihnen geschilderten Krankheitsbild. Die von Ihnen erbetene Auskunft kann Ihnen meines Erachtens nur der behandelnde Arzt geben, der Ihr Kind kennt und den Verlauf der letzten Jahre überblicken kann. Sie werden nicht daran vorbeikommen, ihn konkret zu fragen, eine Möglichkeit dafür lässt sich sicherlich organisieren. Was die Frage möglicher Nebenwirkungen von Viani anbetrifft, kann diese Medikamentengruppe auch zentralnervöse Störungen machen, die jetzt eingesetzte Dosierung ist zudem höher als üblich. Sie sollten aber meines Erachtens das Medikament nicht einfach absetzen sondern die Probleme dem verordnende Arzt zurück spiegeln, ihre Sorgen schildern und mit ihm besprechen, was stattdessen eingesetzt werden könnte. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo, habe seit 15 Jahren allergisches Asthma. Bisher hatte ich das gut im Griff, mit zeitweise nur 2 Hub Beclomethason in der Woche. Im Infekt wird es häufig schlechter, aber mit viani 25125 erziele ich innerhalb weniger Tage Besserung, wenn auch mit starken Nebenwirkungen in Bezug auf Kreislauf verbunden. Im Grunde habe ich bis auf wenige Jahre mein ganzes Leben mit Katzen verbracht. Mein Kater starb leider nach 13 Jahren vor 3 Monaten und jetzt haben wir seit 14 Tagen zwei neue Katzen, keine EKH mehr, sondern Rassekatzen. Kurze Zeit nach deren Einzug bekam ich Atemprobleme, ich nahm sofort Vini. Mein Peak flow wert ist stabil, aber trotzdem hatte ich zwei Exazerbationen und musste Salbutamol nehmen. Das Notfallspray habe ich bisher vielleicht zwei Mal bei einem Infekt genommen, sonst nie. Warum sind die Peak flow Werte unter Viani stabil, aber trotzdem habe ich das Gefühl nicht ausreichend einatmen zu können?! Bei meinem Lungenfacharzt war ich auch schon, er meint ich solle das Viani absetzen, die Lufu wäre in Ordnung. Nach dem Absetzen hatte ich die erste Exazerbation;( Jetzt habe ich es wieder erhöht, aber richtig frei durch atmen wie ich es kenne, ist es auch nicht. Ich bin auch weniger belastbar. Nachts und morgens bis zum Aufstehen ist alles prima. Bei der ersten Belastung wird es schlechter. MFG C. Walther 20.08.2016

Hallo, Wegen der urlaubsbedingten Verzögerung ihrer Frage bitte ich um Entschuldigung. Für mich sind 2 Punkte in Ihrer Schilderung besonders wichtig. Zum einen sollten Sie meines Erachtens jetzt nochmals konkret klären, ob Sie eine Katzen Allergie haben oder nicht. Immerhin sind Katzen starke Allergene und sie schildern, dass Ihre Beschwerden sich nach dem Einzug der 2 neuen Katzen verschlechtert haben. Zum anderen haben sie zumindest bislang keine wirkliche Basistherapie gemacht, jedenfalls sind zeitweise 2 Hub Beclometason in der Woche keine wirksame Therapie. Hier wird man nochmals die Frage stellen müssen, ob Sie nun eine regelmäßige Therapie brauchen, dann muss sie anders erfolgen als bisher, oder nicht. Wenn sie weiter Atembeschwerden haben, ohne dass die Lungenfunktion tangiert ist, sollte auch an die Möglichkeit einer Hyperventilation gedacht und diese Möglichkeit gegebenenfalls ausgeschlossen werden. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo Herr Dr. Barczok, Ich habe mittelgradig Asthma , im Test beim Hausarzt waren die Werte immer gut. Nun habe ich eine Erkältung mit Husten , es pfeift und rassel nun so beim Husten, in der nach wenig ruhe. Beim Hausarzt war eine LUFA wegen dem Husten nicht zu beurteilen. Symbicort 160 nehme ich 2-0-2 zeitweise 2-2-2 ohne Veränderung. Salbutamol bei Bedarf dazu. Vom Hausarzt bekam ich nun zusätzlich Codein 25 Tropfen für abends. Ist es ausreichen bei dem Husten nur mit den Tropfen zu ergänzen? MfG 19.08.2016

Hallo, Wegen der urlaubsbedingten Verzögerung ihrer Frage bitte ich um Entschuldigung. Ich kann die klinische Situation leider nicht wirklich beurteilen. Codein ist für quälenden Reizhusten sicher eine sinnvolle Erleichterung. Ist der Husten allerdings dadurch bedingt, dass ein Infekt mit Anschwellen der Schleimhaut verantwortlich ist, wäre gegebenenfalls ein Antibiotikum bzw. eine Erhöhung der Kortisondosis, vielleicht sogar vorübergehend in Form von Tabletten sinnvoll und wichtig. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie sich daher nochmals beim Hausarzt gegebenenfalls auch beim Lungenfacharzt melden. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo Herr Dr. Barczok, Symbicort 160 4,5 habe ich lange 2-0-2 eingenommen , nun habe ich zeitweisen auf 2-2-2 selbst erhöht. Hatte es nach meinem letzten Lufa Besuch so in Erinnerung , dass der Dr. es als möglich angesprochen hatte. Mein Hausarzt sagt kurz in 2-2-2 wäre Symbicort schon überdosiert. Wie ist die höchste zulässige Dosierung für Symbicort 1604,5? Danke in vorraus . MfG 19.08.2016

Hallo, zunächst einmal entschuldige ich mich für die urlaubsbedingte Verzögerung der Beantwortung Ihrer Frage. Die reguläre Dosierung von Symbicort ist in der Tat zweimal 2 Hub, es kann aber zeitlich begrenzt bei akuten Problemen auch auf 3 × 2 bzw. 4 × 2 Hübe erhöht werden. Sie haben sich meines Erachtens daher schon richtig verhalten. Trotzdem sollten Sie das nächste Mal mit dem Lungenfacharzt klären, wie sie sich im Fall einer Verschlechterung konkret verhalten sollen. Auch der Hausarzt sollte hierüber informiert sein, um mit Ihnen gemeinsam die Reaktion planen zu können, insbesondere, wenn beispielsweise Infekte oder andere Erkrankungen die Verschlechterung herbeiführen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Experte, ich habe die Kortisontabletten abgesetzt und nehme jetzt nur noch Singulair, Symbicort und Bretaris. Es ging leider nicht lange gut mit dem Kortisonabsetzen. Ich habe jetzt einen heftigen Infekt und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Wie wird mein Arzt reagieren, wenn ich ihm erzähle, dass ich keine Kortisontabletten mehr nehme? Geht der Infekt wieder weg, wenn ich wieder Kortison nehme? Ich habe starken Husten, Halsschmerzen und starke Peak-Flow-Schwankungen. Meinen Sie, dass das Asthma durch das Absetzen so instabil ist? Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen 18.08.2016

Hallo, zunächst einmal entschuldige ich mich für die urlaubsbedingte Verzögerung der Beantwortung Ihrer Frage. Ich kann nicht beurteilen, wie wichtig die Kortisontabletten für ihre Behandlung sind, dies hängt insbesondere auch davon ab, wie lange Sie schon Kortisontabletten nehmen. In der Tat sollten Sie grundsätzlich Kortisontabletten nicht einfach absetzen. Es geht aber jetzt nicht darum, wie der Arzt reagieren wird. wichtig ist, falls noch nicht geschehen, dass Sie umgehend Hausarzt oder Lungenfacharzt aufsuchen, schildern wie es Ihnen geht und mit ihm besprechen, wie es jetzt auch hinsichtlich der Einnahme von Kortisontabletten weitergehen soll. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

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