Expertenrat

Sie haben Fragen rund um das Thema Asthma, die noch nicht auf Luft-zum-Leben.de beantwortet wurden?

Hier finden Sie alle Fragen und Antworten, die Sie einfach einsehen können.

Nur zu der jeweils jüngsten Frage sehen Sie automatisch die Antwort des Experten.
Bei allen übrigen Fragen wird die Antwort erst dann gezeigt, wenn Sie auf das jeweilige Fragefeld klicken.

Haben Sie darüber hinaus Fragen rund um das Thema Asthma, die noch nicht auf Luft-zum-Leben.de beantwortet wurden?
Dann stellen Sie Ihre Frage unserem Experten Herrn Dr. Barczok, niedergelassener Pneumologe in Ulm.

Frage an den Experten stellen

Sehr geehrter Herr Dr. Barczok, ich habe eine Frage. Ich bin seit meiner Kindheit Asthmatikerin. Mein Asthma habe ich über die letzten Jahre gut in den Griff bekommen. Direkte Asthmaanfälle sind selten, dennoch benötige ab und an tagsüber meinen Notfallspray Berodual. Nun bin ich allerdings in der 21. Schwangerschaftswoche. Bei meinem Lungenfacharzt war ich vorstellig. Lungenfunktionstest und Sauerstoffsättigung sind in Ordnung. Mit meinem Lungenfacharzt ist jetzt für die Schwangerschaft folgende Medikation abgesprochen. Früh und abends einen Hub DuoResp Spray und nach Bedarf Berodual. Die ersten Schwangerschaftswochen habe ich keinen Berodual zusätzlich gebraucht. Aktuell benötige ich jedoch 3-4 mal täglich je einen Hub Berodual, weil Atemnot auftritt, welche mich sehr behindert. Nun habe ich Angst, dass zuviel Berodual meinen Baby schadet. Könnten Sie mir dazu eine Information geben, ob dies der Fall sein kann. Vielen Dank im Voraus. 08.02.2016

Hallo, dass Sie mehr Notfallsprays brauchen, zeigt dass Ihr Asthma nicht mehr so gut kontrolliert ist wie vorher. Zwar gilt grundsätzlich, dass alle inhalativen Medikamente auch bei einer Schwangerschaft gut verträglich eingesetzt werden können, die Konsequenz könnte und sollte aber sein, dass Sie von Ihrer Basistherapie intensiver Gebrauch machen sollten, also vor allem auch die entzündungshemmende Komponente stärker nutzen. Sie nehmen DuoResp im Moment ja nur in halber Dosierung, die Regeldosierung wäre zweimal 2 Hübe. Von daher halte ich es für sinnvoll, dass Sie das jetzt auch so umsetzen, natürlich sollten Sie vorher Ihren behandelnden Arzt aber nochmals fragen. Auch für inhalative Steroide gilt im übrigen, dass sie im Rahmen der Schwangerschaft keine Probleme machen. Wichtig ist jetzt, dass das Asthma wirklich so gut wie irgend möglich eingestellt ist, die inhalative Therapie ist auf jeden Fall gut machbar. Weiterhin alles Gute Dr. Barczok

Hallo, ich habe mal eine Frage, ich bin 69 Jahre und habe ein empfindliches Bronchialsystem, bzw. Asthma. Wenn ich jetzt zur Wassergymnastik gehe , bin ich danach fix u. fertig. Fahrradfahren geht gar nicht mehr. Muss ich jetzt auch auf Wassergymn. verzichten ? Vielen Dank ! 02.02.2016

Hallo, ich kenne weder Ihre Lungenfunktion noch weiß ich was Sie an Medikamenten nehmen. Sicher ist aber, dass sowohl Fahrradfahren als insbesondere auch Wassergymnastik Sportarten sind, die ganz hervorragend mit einer chronischen Atemwegserkrankung bewältigt werden können. Wenn das bei Ihnen nicht geht, sollten Sie unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt darüber sprechen. Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass eine andere Problematik hier eine Rolle spielt. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo, ich habe seit 20 Jahren ein empfindliches Bronchialsystem mit einer Asthmakomponente ( Provokationstest!). Seit 10 Jahren habe ich täglich Reizhusten mit glasklarem, schaumigen Auswurf. Sämtliche Asthmatherapien bringen bei mir keine Besserung. Mein neuer Lungenfacharzt hat mich bereits zum Thorax-CT geschickt - ohne Befund und möchte zur genauen Abklärung eine Bronchoskopie machen lassen, wohl auch deshalb, weil MICH dieser tägliche Husten stört. Bei dieser Bronchoskopie wird aber wohl sicher keine Diagnose herauskommen, die man dann therapieren kann, sondern es wird gemacht um alles andere auszuschließen. Ich habe allerdings vor dieser Bronchoskopie Angst, denn irgendwie ist es für mich wie mit Kanonen auf Spatzen schießen , d.h. ich empfinde diesen täglichen Reizhusten zwar als sehr lästig und auch körperlich belastend, aber nicht als lebensgefährlich, so dass dann diese Untersuchung gerechtfertigt wäre. Fakt ist, dass mein Bronchialsystem bei den Untersuchungen immer etwas eingeengt ist, ansonsten ist die Lungenfunktion in Ordnung. Ich möchte gerne wissen, ob es normal ist, dass man bei dieser Diagnose täglich Husten hat oder hat jeder Asthma-Patient seine eigenen Symptome? Kann man es verallgemeinern? Ich hoffe, Sie können mich verstehen. 29.01.2016

Hallo, zunächst einmal möchte ich vorausschicken, dass ich nach deutschem Recht ohne eigene persönliche Kenntnis des Patienten im Internet keine Diagnose stellen und keine Therapieempfehlung abgeben darf. In Ihrem Fall wäre mir dies auch nicht möglich, da Sie klar schreiben, dass Sie zwar ein empfindliches Bronchialsystem haben, sämtliche Therapien aber keine Besserung erbracht haben. Folglich haben sie meines Erachtens auch kein Asthma. Dafür spricht auch, dass ihr Lungenfacharzt Sie zum Thorax CT geschickt hat und eine Bronchoskopie machen möchte, da Asthma durch beide Untersuchungen nicht festgestellt werden kann. Offensichtlich geht er davon aus, dass ihre Beschwerden eine anderweitige Ursache haben. Was genau seine Vorstellungen sind, kann ich Ihnen natürlich nicht darlegen. Ich würde sie daher auffordern wollen, mit ihm das Thema nochmals ausführlich zu besprechen, sich das Vorgehen erklären zu lassen und etwaige therapeutische Konsequenzen hieraus nachzufragen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Guten Tag Mein Sohn ( im Mai 16 4 Jahre) leidet seit 2 Jahren unter Infekt getriggerter obstruktiver Bronchitis Wir geben 2 hub flutide mite morgens und abends jeweils , wenn 1x im Monat ( immer 4 Wochen von Erkältung zu Erkältung !) sobald er Schnupfen hat. Das hilft ihm gut. Nun fahren wir zur Kur im April bis Mai für 4 Wochen an die Ostsee Er ist kleiner als seine Altersgenossen , der behandelte Arzt misst dem nicht viel bei. Warum kommt die Bronchitis zyklisch alle 4 Wochen? Würde Salzwasser Inhalation oder gar ein Umzug aus der Stadt Wiesbaden helfen ? Mit freundlichen Grüßen Stein 29.01.2016

Hallo, ich würde Ihnen raten, ihre behandelnden Ärzte zunächst einmal zu befragen, was nun genau vorliegt. Wenn die Therapie so durchgeführt wird, dass sie sie nur gelegentlich, nämlich dann wenn das Kind Schnupfen hat, durchführen ist dies eine ungewöhnliche Vorgehensweise. Gegebenenfalls wäre daher eine Vorstellung beim Kinderpneumologen sinnvoll, falls dies noch nicht geschehen ist. Vielleicht bietet ja auch das anstehende Heilverfahren eine Gelegenheit dazu.Dass die Bronchitis alle 4 Wochen zyklisch vorkommt, ist ebenfalls ungewöhnlich, ich kann es Ihnen nicht erklären. Das Inhalieren von Salzwasser ist in dieser Situation eher nicht sinnvoll, auch der Umzug aus der Stadt ist keine Maßnahme, die bei der jetzigen Sachlage als sinnvoll empfohlen werden könnte. Sinnvoll ist, zunächst einmal zu klären, was wirklich Sache ist und ein Konzept zur dauerhaften positiven Beeinflussung der Symptomatik zu erstellen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo Dr Borczok, meine Tochter 6 Jahre alt, hat chronisch obstruktive Bronchitis, ob es Asthma ist wurde bis heute nicht festgestellt. Sie nimmt seit Juni 2015 Budiair 20O mmg 2 mal am Tag 1 Hub. Bei Infekten oder wenn die Bronchen wieder verengt sind zusätzlich 3-4 mal täglich ein Hub salbutamol. Seit 2 Wochen führen wir auch ein Asthma Tagebuch, in dem sie Ihre Peak Flow werte einträgt. Mein Problem ist sie muss an den Zähnen unter Vollnarkose behandelt werden. Wie gefährlich ist eine Narkose bei Kindern mit Lungenproblemen. U wäre eine Option in einer Zahnklinik ratsamer wie eine Ambulante OP. 27.01.2016

Hallo, zunächst einmal gilt grundsätzlich, dass eine Narkose für Menschen mit Asthma kein besonderes Problem darstellt. Die meisten Narkosemedikamente wirken bronchienerweiternd. Natürlich sollte der Anästhesist informiert sein. Darüber hinaus entnehme ich Ihrer Schilderung, dass offensichtlich eine bronchienerweiternde Dauertherapie nicht notwendig ist. In diesem Fall würde ich keine besonderen Probleme bei dem anstehenden Eingriff erwarten. Aber, wie gesagt, sie sollten dem Befund ausführlich mit dem Anästhesisten und dem Operateur besprechen, damit diese sich auf die Situation einstellen können. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

|< Zurück Seite 1 von 169 Weiter >|