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Dann stellen Sie Ihre Frage unserem Experten Herrn Dr. Barczok, niedergelassener Pneumologe in Ulm.

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Lieber Experte, ich bin in einer Uniklinik in Behandlung, weil ich therapieresistentes nichtallergisches Asthma habe. Ich nehme 15mg Prednisolon, Spiriva und Symbicort 3209 und Singulair plus Bedarfsmedikamente. Trotzdem muss ich regelmäßig wegen Asthmaanfällen in die Klinik und entwickle mit der Zeit eine immer stärker eingeschränkte Belastbarkeit. Ich muss immerwieder zur Echokardiographie, weil ich starken Bluthochdruck und eben das schwere Asthma habe. Bei dem letzten schweren Asthmaanfall dachte ich ich ersticke. Die Lungenfunktionswerte werden über die Jahre, wie bei einem COPD-Kranken, immer schlechter. Muss ich damit rechnen, dass meine Prognose nicht besser ist als die eines COPD-Kranken? Habe ich auch irgendwann eine Rechtsherzbelastung? ist Asthma eine fortschreitende Krankheit? Ich bin durch das Asthma schwerbehinderte (mit Merkzeichen G). Es wurde aber immernur Asthma diagnostiziert, habe auch nie geraucht. Mein Pneumologe in der Klinik meinte ich soll zur Physiotherapie, um meine Muskulatur zu verbessern und Atemtherapie zu machen. Meinen Sie das macht Sinn? Ich kenne die Physiotherapie aus den Rehas. Viele Grüße 19.12.2014

Hallo, ein ungünstiger Krankheitsverlauf wie von Ihnen geschildert, ist selten aber möglich. Auch Asthma kann sich verschlechtern, wenn Faktoren im Spiel sind, die medikamentös nicht hinreichend kompensiert werden können. Ob das bei Ihnen der Fall ist und warum sich die Dinge so entwickeln kann ich nicht sagen, nehme aber beruhigt zur Kenntnis, dass Sie in einer Uniklinik sicherlich hoch kompetent betreut werden. Physiotherapie ist auf jeden Fall geeignet, um die Situation zu verbessern und dies ganz ohne Medikamente. Sie sollten ein entsprechendes Angebot daher aus meiner Sicht unbedingt wahrnehmen. Alles was Ihnen hilft, mit weniger Medikamenten ein bisschen weiter zu kommen ist sicherlich sinnvoll und ein Versuch wert. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Herr Doktor, ich habe schweres Asthma und ständig Infekte. Momentan habe ich seit ca. 3 Wochen eine eitrige Bronchitis mit Kehlkopfentzündung. Das Antibiotikum hat gewirkt und der Auswurf ist nicht mehr so grün-gelb, trotzdem habe ich noch viel Auswurf und Husten. Besonders morgens muss ich mich freihusten , was ich so vom Asthma nicht kenne. Nun wurde Blut abgenommen und die Entzündungwerte sind weiterhin hoch und die Arzthelferin meinte ich soll nochmal zum Doc hineingehen. Ich wollte im voraus fragen. Bedeuten die hohen Entzündungwerte und die Symptome, dass der Infekt auch nach Wochen trotz Antibiotikum nicht weg ist? Das Fieber ist verschwunden. Meinen Sie ich soll mir jetzt das nächste Antibiotikum aufschreiben lassen? Ich habe zur Zeit starke Asthmasymptome durch den Infekt. Mein Arzt meinte ich soll die orale Cortisondosis (nehme nur 7,5mg Decortin neben Symbicort, Singulair und Bretaris) erhöhen. Ich habe gerade so schön abgenommen durch die niedrigere Kortisondosis und habe auch nicht mehr die schlimmen Wassereinlagerungen. Soll ich mir einen hochdosierten Kortisonstoß wirklich antun? Danke für Ihre Hilfe und viele Grüße 18.12.2014

Hallo, Leider wird Asthma durch einen Atemwegsinfekt mitunter in schwere Turbulenzen gestürzt, so dass vorübergehend eine Intensivierung der medikamentösen Therapie meist durch Gabe von Antibiotika und vorübergehend orale Steroide erforderlich. Auch in Ihrem Fall scheint es so zu laufen. Da ich ihren genauen Daten nicht kenne, macht es wenig Sinn, wenn ich die Entscheidung des behandelnden Lungenspezialisten kommentiere. Aus der Entfernung finde ich jedenfalls das Vorgehen nachvollziehbar und in Ordnung. Ich kann Ihnen nur empfehlen, so zu handeln, wie es von den Kollegen vorgeschlagen wurde, gegebenenfalls auch nochmals intensiv nachzufragen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Guten Tag Herr Dr. Barczok, ich leide seit meinem 21 Lebensjahr an einem sehr schweren Asthma. Vorher war ich immer gesund. Seit dem nehme ich Kortisontabletten mind. 5-10 mg. Derzeit 15 mg. Zusätzlich Symbicort 320 2-0-2. Singular 1 -0-0 und für zwischendruch noch Berotec. Ich habe mir dieses Jahr die Nase operieren lassen - Nasenscheidewand richten, Polypen entfernt usw. da ich eigentlich immer erkältet bin. Zur Winterzeit kann man sagen durchgehend. :( Ich war in der Uniklinik in Marburg wo man bei mir zzgl. noch COPD II diagnostiziert hat. Dafür dann auch noch einen Spray. Ich mag das alles gar nicht.. ich habe oft Luftnot - ich bin ein sportbegeisterter Mensch - aber die Krankheit kostet mich viel Energie und im Job wird es immer schwieriger - da ich so oft krank bin. Das zehrt einfach. Nach 20 Jahren Krankheit (bin nun 39) bin ich einfach nicht mehr so blastbar. Sowohl körperlich - und psychisch. Ich gebe einfach nicht auf - aber es wäre toll, mein Immunsystem mal in die richtige Richtung zu schupsen.. Wenn Sie einen Rat haben - ich wäre dankbar für jede Hilfe.. 15.12.2014

Hallo, aus welchen Gründen auch immer nimmt das Asthma bei Ihnen einen besonders ungünstigen Verlauf, so dass ich froh bin, dass sie in einer so hervorragenden Spezialklinik behandelt werden. Sie sind dort aus meiner Sicht hervorragend versorgt. Nein, ich kann Ihnen leider auch kein Kaninchen aus dem Hut zaubern in Form einer tollen Idee, was man bei Ihnen machen könnte, da ich sicher bin, dass schon eine ganze Reihe von Spezialisten, die im Unterschied zu mir auch alle Befunde einsehen konnten, bereits Vorschläge gemacht haben, wie man die Therapie verbessern könnte. Eine Option, die Sie nicht erwähnt haben wäre beispielsweise die Gabe von Xolair, ich denke aber, dass auch dies bereits versucht worden ist. Ich bitte Sie daher um Verständnis, dass ich nur allgemein auf ihre Frage antworten und keine spezielle Diagnostik oder Therapie im Internet durchführen möchte und darf. Bitte wenden Sie sich an Ihren behandelnden Lungenfacharzt und bitten Sie ihn, weiter für sie tätig zu sein und alle Möglichkeiten zu einer dauerhaften Befundbesserung auszuloten. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo Herr Doktor, ich habe Ihnen geschrieben, weil ich eine schlechte Lungenfunktion (Ostruktion und Lungenüberblähung) wegen dem Asthma habe. Ich bin 16 Jahre alt. Ich würde so gern wieder mit meinen Freunden Sport treiben können, aber das geht nicht. Bekomme da immer Husten, pfeifende Atmung und Luftnot. Ich nehme Viani 50250. Mein Arzt meinte ich soll kurzfristig Viani forte nehmen, aber ich kann mich doch nicht mit Spray vollstopfen? Was ist Obstruktion und Lungenüberblähung? Was ist daran so schlimm? Mein Arzt meinte ich wäre noch zu jung für dauerhaft so schlechte Lungenfunktionswerte. Ich habe einen trockenen Dauerhusten. Kann der auch von Asthma kommen? Ich habe mir einen Infekt eingefangen und die Peak-Flow-Werte werden immer schwankender und schlechter. Was soll ich machen? Viele liebe Grüße und danke 13.12.2014

Hallo, aus Ihrem Schreiben wird nicht klar, ob sie in laufender lungenärztlicher Behandlung sind oder nicht. Wenn nicht, wäre es sicher ein guter Zeitpunkt, einen Termin beim Lungenspezialisten zu machen. Offensichtlich ist Ihr Asthma im Moment nicht gut eingestellt. Wir sprechen nur dann von einem guten Controlling, wenn eben auch sportliche Belastung ohne relevante Beschwerden möglich ist. Vor diesem Hintergrund wäre in der Tat dann auch die Erhöhung der inhalativen Therapie beispielsweise in Form von Viani forte richtig, sinnvoll und notwendig. Gefährlich wäre nicht, dass versucht wird, Ihr Asthma besser unter Kontrolle zu bringen, gefährlich wäre vielmehr, die Erkrankung einfach so weiterlaufen zu lassen, da man damit das Risiko eingeht, dass die Erkrankung in relativ kurzer Zeit ihre Lebensqualität dramatisch weiter einengen wird. Vielleicht sind auch andere Maßnahmen sinnvoll und erforderlich, sodass darüber hinaus auch eine gute Indikation dafür bestünde, ein stationäres Heilverfahren in einer dafür geeigneten Spezialklinik durchzuführen mit dem Ziel, ihre Behandlung zu optimieren und dafür zu sorgen, dass Sie so schnell wie möglich wieder ein normales Leben führen können. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo, ich habe starkes Asthma.Ich wollte wissen, ob es normal ist, dass man mit Asthma in der Lungenfunktion eine Obstruktion und Lungenüberblähung hat? Was ist eine Obstruktion und Lungenüberblähung? Ist es üblich, dass man mit Asthma jedes Jahr mindestens 2 Lungenentzündungen hat? Ich werde die vielen Infekte gar nicht mehr los. Was kann man dagegen tun, wenn das Asthma von Infekt zu Infekt schlechter wird? Viele Grüße 12.12.2014

Hallo, eine Obstruktion, also eine Verengung der Bronchien gehört in der Tat zum Asthma hinzu, eine Lungenüberblähung kann später auch die Folge sein, sollte jedoch bei einem gut behandelten Asthma vermieden werden können. Nicht üblich ist, dass man mit Asthma jedes Jahr mindestens 2 Lungenentzündungen hat, wobei man die Frage stellen müsste, wie die Lungenentzündungen eigentlich festgestellt wurden. Zur Feststellung einer Lungenentzündung sollte gegebenenfalls eine Röntgenaufnahme vorliegen. Wenn eine Lungenentzündung durch einfaches Abhören festgestellt wird, kann es sein, dass doch nur eine „normale“ Bronchitis vorliegt. Auf jeden Fall sollte dieser Umstand bei der Therapieplanung Berücksichtigung finden, sodass Sie dies beim nächsten Kontakt mit dem Lungenspezialisten erwähnen sollten. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

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