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Hallo,Herr Doktor.Ich habe allergisches asthma und meine Luft ist seid 2 Tagen sehr schlecht kann die Periode ein Grund dafür sein?ich könnte mir nichts anderes erklären.Danke schon im voraus 23.10.2014

Hallo, ja, die Periode kann eine Rolle spielen, wenn sie auch ansonsten beispielsweise mit vermehrten Wassereinlagerungen im Körper einhergeht. Wahrscheinlicher ist freilich im Moment die Witterungslage ein Problem, das vielen Patienten übel mitspielt. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo Herr Dr. Barczok, ich habe Allergisches Asthma und hatte bisher Budiair o Budesonid Spray. Davon bekam ich leider immer Mykosen im Mund trotz Ausspülen, Seit einigen Wochen nehme ich Relvar 18422, da die niedrigere Dosis keine Besserung brachte. Mittlerweile habe ich aber eine erhöhte Herzfrequenz (85) für mich normal ist 50-55 und einen erhöhten Blutdruck RR: 179100, mein normal Wert RR 10070. Ich bin 173cm groß und wiege momentan 57,6kg. Ich bn etwas ratlos u der hohe RR und die erhöhte HF nerven schon. Gibt es Alternativen. Danke 22.10.2014

Hallo, nun, da wird es jetzt schon etwas knifflig. Wenn sie Budesonid nicht vertragen und auch mit Fluticason Schwierigkeiten haben, ist eine entzündungshemmende Therapie nicht gut durchführbar, wobei ich sagen muss, dass ich in den letzten Jahren keine Probleme mit einem Hefepilze im Mund erlebt habe, es sich also schon um sehr seltene Probleme handelt. Was die Probleme mit Relvar betreffen, sind sie mir völlig unklar, da die beiden Dosierungen sich nur im Cortisonanteils unterscheiden, nicht aber beim bronchienerweiternden Anteil. Warum sie also die eine Variante mit weniger Cortison vertragen und bei der anderen Variante dann eine erhöhte Herzfrequenz entwickelt haben ist mir unklar, da die Herzfrequenzsteigerung, falls sie vom Medikament kommt durch den bronchienerweiternden Anteil und nicht durch das Steroid veranlasst ist. Es gibt schon noch ein paar andere Behandlungsmöglichkeiten, grundsätzlich beinhalten alle Kombinationsmedikamente aber ein lokales Cortison und ein bronchienerweiternden Anteil, anders geht es leider nicht. Das beste wird sein, dass sie sich mit Ihrem Hausarzt zusammensetzen, ihm berichten und er versucht, weitere Kombinationen auszuprobieren. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo, ich habe Asthma und nehme keine Medis regelmäßig, nur bei Bedarf Salbutamol. In letzter Zeit habe ich nachts oft Husten und Beklemmungsgefühl. Auch tagsüber brauche ich vermehrt Salbutamol. Normalerweise habe ich nur zur Pollenzeit Probleme. Habe ich jetzt ganzjähriges Asthma?Muss ich unbedingt dauerhaft Medis nehmen. Mein Arzt wollte das Letzte mal schon Symbicort aufschreiben, weil die Lufu nicht gut war. Viele Grüße und Danke 19.10.2014

hallo, nun, im Prinzip beantworten Sie Ihre Fragen ja schon selbst! Der vermehrte Bedarf an Salbutamol und die trotzdem zunehmende Beschwerdesymptomatik zeigen, dass der Motor Ihres Asthmas auf Touren kommt. Nur bronchienerweiternde Medikamente zu nehmen beschleunigt die weitere Verschlechterung, wichtig ist jetzt der Einsatz eines entzündungshemmenden Medikamentes. Symbicort wäre auf alle Fälle gut geeignet und ich kann Ihnen nur raten, das Medikament jetzt intensiv und regelmäßig zu nehmen, so wie es ihnen wohl auch der Hausarzt empfohlen hat. Wird es nicht besser, dann unbedingt kurzfristig eine Kontrolle veranlassen! Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo Herr Doktor, ich habe schweres nichtallergisches Asthma. Welche Ursache hat nichtallergisches Asthma? Bei mir ist das plötzlich nach einem heftigen Infekt aufgetreten. Ich habe nie geraucht. Wie unterscheidet man nichtallergisches Asthma von einer COPD? Danke und viele Grüße 17.10.2014

Hallo, Ihre Frage ist nicht leicht zu beantworten, da wir selber nicht wirklich verstehen, wie es zum nicht allergischen Asthma kommt. In der Regel verläuft es so, wie von Ihnen beschrieben, d.h. es kommt zu entsprechenden Beschwerden, wenn entweder Atemwegsinfekt abgelaufen ist und offensichtlich die Schleimhaut so verletzt sowie das Immunsystem so verändert ist, dass im weiteren dann ein Asthma auftritt, ohne dass äußere Einflüsse wie Allergien oder Rauchen eine Rolle spielen. Das ist dann im übrigen auch der entscheidende Unterschied zur COPD, bei der häufig das Rauchen eine Rolle spielt und von vorne herein die Zerstörung von Bronchien im Vordergrund steht, während beim Asthma oft über eine lange Zeit die Bronchien sich noch regenerieren können, wobei in Entstadien beide Krankheiten sich immer mehr annähern und nicht mehr gut voneinander zu trennen sind. Praktisch spielt die Unterscheidung zwischen allergischem und nicht-allergischen Asthma keine große Rolle. Die Medikamente sind praktisch die gleichen, wir haben halt nur beim allergischen Asthma die zusätzliche Möglichkeit , mögliche Auslöser zu identifizieren und unter Kontrolle zu bringen, während beim nicht-allergischen Asthma das nicht oder nur eingeschränkt geht. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Herr Doktor, ich habe schweres Asthma, welches mit Decortin h7,5mg, Viani forte, Singulair und Bretaris behandelt wird. Nun wurde ich früher vom Sportunterricht immer befreit, weil alle meinten ich dürfe mich nicht belasten wegen der Atemnot. Jetzt schlägt der Ludoc eine Lungensportgruppe vor. Macht das Sinn bei schwerem Asthma? Darf man mit Asthma Sport treiben? Viele Grüße vor 17.10.2014

Hallo, Sie stellen hier eine ganz wichtige Frage! Der häufig zu hörende Standpunkt, man dürfe mit einer COPD oder mit Asthma keinen Sport betreiben, ist unzutreffend und problematisch, da wir wissen, dass bei körperlicher Inaktivität nicht nur die Muskulatur abbaut und damit immer kleinere Belastungen immer größere Probleme hervorrufen sondern auch die Anfälligkeit des Organismus gegenüber Infekten steigt und insgesamt eine krankmachende Spirale nach unten eingeleitet wird. Natürlich können Sie nicht morgen mit 100 m-Lauf beginnen und sollten auch nicht anfangen, wettkampfmäßig zu rudern. Was sie aber können und müssen ist, dass sie entsprechend der im Moment verbliebenen körperlichen Belastbarkeit sich täglich trainieren und versuchen, möglichst viel von Ihrer verbliebenen Leistungsfähigkeit zu erhalten bzw. diese wieder auszubauen. Dies ist in besonders guter Weise in einer Lungensportgruppe möglich, da Sie hier nicht nur auf einen Trainer treffen, der entsprechend ausgebildet ist sondern auch davon ausgehen können, dass die anderen Teilnehmer der Gruppe in etwa im gleichen Zustand sind wie Sie. Wenn Sie also in einigermaßen vernünftiger Entfernung eine entsprechende Gruppe zur Verfügung haben, sollten Sie sich unbedingt das ganze einmal anschauen, unverbindlich testen und dann langfristig mitmachen, wenn Ihnen die Gruppe zusagt. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

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DE/SFC/0092/13(1), Jul14