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Sehr geehrter Herr Dr. Barczok, ich leide seit ca. 20 Jahren an Asthma, das sich infolge einer chronischen Bronchitis entwickelt hat. Vor 7 Jahren verschrieb mir mein Hausarzt INUVAIR und im Notfall Salbutamolspray. Im Juli 2014 bekam ich vom Lungenfacharzt FLUTIFORM 250 mg verschrieben, das am Anfang auch sehr gut wirkte. Seit Beginn diesen Jahres bin ich aber sehr stark verschleimt und werde den Schleim nicht los. Habe ich noch vor einem halben Jahr vielleicht 1x pro Woche 1x täglich Salbutamolspray benötigt, so brauche ich es jetzt 2x täglich und bin kaum noch belastbar. Beim HNO-Arzt wurde festgestellt, dass meine Schleimhäute sehr trocken sind (man verordnete mir COLDASTOP Nasenöl)I. Mein Husten ist unproduktiv und durch das trockene Gefühl in Mund und Rachen mag ich kaum noch etwas essen zumal ich ständig einen salzigen Geschmack im Mund habe (kein Sodbrennen). Tabletten kann ich auch nicht mehr schlucken, da mir alles im Hals hängen bleibt... In unregelmäßigen Abständen inhaliere ich mit dem Pari MUCOSOLVAN mit isotonischer NaCl-Lösung. Nun noch kurz zu meiner Person: ich bin w, 55 Jahre alt, 1.72m bei 69 kg und Nichtraucherin. Ich treibe keinerlei Sport. Nun meine Frage an Sie: was kann ich tun, um diesen zähen Schleim im Rachen und auf den Bronchien loszuwerden? Und auch dieser unangenehm salzige Geschmack im Mund macht mir mehr und mehr zu schaffen... Vielleicht sollte ich noch meine Hausstaub- und Milbenallergie erwähnen. Schon vorab vielen Dank für Ihre Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen. 11.04.2015

Hallo, nun, Sie machen ja schon einiges, was den Schleim anbetrifft, nehmen Schleimlöser und inhalieren mit einem Parigerät Kochsalzlösung und beschreiben gleichzeitig, dass Ihre Atemnotsbeschwerden immer schlechter werden und sie immer häufiger Salbutamol brauchen. Es macht unter diesen Umständen daher überhaupt keinen Sinn, wenn ich Ihnen jetzt eine nächsten Schleimlöser empfehle. Sinn macht, dass sie schnellstmöglich einen Termin bei ihrem Lungenfacharzt vereinbaren, ihm schildern wie sich die Situation entwickelt. Er wird dann versuchen, zu klären, was sich abspielt und die medikamentöse Basistherapie entsprechend anpassen: nur so werden sie vernünftig weiterkommen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Herr Doktor, ich bin eigentlich schwere Asthmatikerin (32 Jahre alt) und habe noch nie geraucht. Ich habe wiederkehrende Atemwegsinfekte, die bis hin zu Lungenentzündungen reichen. In den letzter Zeit habe ich aber auch Husten mit Auswurf (besonders morgens), wenn ich mich gut fühle und infektfrei bin. Woran könnte das liegen? Ich nehme bereits Bretaris (neben Decortin 7,5mg, Symbicort) also ein COPD-Medi, aber Prof. Welte sprach immer von schwerem Asthma. Ist Husten morgens und der viele Auswurf typisch für Asthma? Ich habe auch stark empfindliche Bronchien (Zigarettenrauch, Parfum etc.) und nächtliche Atemnotattacken wie es für Asthma typisch ist, aber der Husten und Auswurf bin ich so nicht gewohnt. Helfen da Schleimlöser? Was kann ich machen? Viele Grüße 11.04.2015

Hallo, nun, bei einem schweren Asthma kann es in der Tat zu einer Situation kommen, die auch eine COPD gleicht. Der Umstand, dass ihnen ein typisches COPD-Medikament gegeben wurde, würde dazu durchaus passen. Natürlich weiß ich überhaupt nichts über ihre konkrete Lungenfunktion. Da sie aber offensichtlich in Händen von Professor Welte, einem der besten deutschen Lungenspezialisten sind, kann ich sie nur ermutigen, in ganz konkreten nochmals darauf anzusprechen und zu fragen, was nun genau bei Ihnen Sache ist. So wie ich ihn kenne, wird er Ihnen auch eine klare Antwort geben. Schleimlöser helfen übrigens weder beim Asthma noch bei der COPD. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Experte, ich bin 40 Jahre alt und Rauche seit meinem 16 Lebensjahr. Die letzten 20 Jahre habe ich so 1 Schachtel am Tag geraucht. Nun habe ich seit 10 Wochen nicht mehr geraucht, will versuchen Nichtraucher zu werden, auch wenn es schwer ist. Nun habe ich seit Jahren schon Raucherhusten. Ist das nicht normal bei Rauchern. Aber in letzter Zeit merke, ich dass mir bei körperlicher Belastung zunehmend die Luft ausgeht. Jetzt war ich beim Hausarzt und der meinte meinem Lungenfunktion wäre nicht gut und ich muss zum Lungenarzt. Aber ich traue mich da nicht hin als ehemaliger Raucher. Mein Hausarzt hat Verdacht auf COPD und meinte ich bräuchte Medikamente, die die Bronchien weit machen, wenn es COPD ist. Stimmt das? Aber COPD habe ich gelesen wird eh immer schlimmer. Macht das Aufhören mit Rauchen da überhaupt noch Sinn? Viele Grüße und Danke 10.04.2015

Hallo, zunächst einmal gratuliere ich Ihnen, dass Sie das Rauchen aufgehört haben. Wenn Sie bereits 10 Wochen nicht mehr rauchen, sollten sie eigentlich über das Schlimmste hinweg sein. Jetzt macht es auch Sinn, sich richtig intensiv um ihre Lunge zu kümmern. Es ist ja kein Geheimnis, dass eine Lunge die über lange Zeit "beraucht" wurde, Probleme entwickeln kann. Die gute Nachricht ist: wenn das Rauchen eingestellt und eine zielgerichtet medikamentöse Therapie begonnen wird, bestehen gute Aussichten, verlorene Leistungsfähigkeit zumindest ein Stück weit zurückzugewinnen und vor allem, zu erreichen, dass es nicht mehr im gleichen Tempo bergab geht. Also, der 1. Schritt ist getan und jetzt sollte der 2. erfolgen, nämlich der Gang zum Lungenspezialisten, um zu klären, wo die Lunge nun konkret steht und wie man am besten der Lunge helfen kann, ihre Leistung zu erhalten. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Danke für ihre antwort, Ich wollte ihnen nur kurz mitteilen das es mir wieder besser geht. Es ist noch nicht ausgestanden , aber es geht mir besser. Danke der Nachfrage. Mein PF ist fast wieder im normbereich ( für meine begriffe). Die Kortisontabletten konnte ich eine Woche später absetzten. Habe jetzt noch Probleme mit den Nasennebenhöhlen und meine Stimme ist immer noch nicht wieder da. Aber ich hoffe das auch das bald besser wird. Das Reden fällt mir noch sehr schwer. Und wenn ich etwas mehr mache bleibt mir auch noch oft die luft weg. Aber ich denke es braucht noch etwas Zeit. Mein HA sagte mir es war wohl eine heftige Bronchitis die ich gehabt habe. MfG 10.04.2015

hallo, ok, aber bleiben Sie bitte dran, wenn es immer wieder Probleme geben sollte. mfG Dr. Barczok

Ich wollte mal fragen ob ein peakflow Meter nur für Asthma Patienten ist oder kann man es bei jegliche Form von Lungenkrankheiten nutzen ? Meinte eher ob der wert auch fallen kann,nicht nur bein Asthma,denn bei mir wurde kein Asthma diagnostiziert aber dennoch schwankt mein pef wert. D.h die Frage ob der auch bei anderen Krankheiten sinken kann. Gruß 09.04.2015

Hallo, wenn Ihr Peak-Flow-Wert bei regulärer Messung laufend schwankt, stellt sich für mich die Frage, ob Sie nicht doch ein Asthma haben. Schwankende Werte sind einfach ein wichtiger Hinweis darauf, dass ein Asthma vorliegt. Andere Atemwegserkrankungen, wie beispielsweise die COPD zeigen ein solches Verhalten nicht. Sie sollten also ihre Werte protokollieren und damit nochmals ihren behandelnden Arzt ansprechen, was davon zu halten ist und ob nicht doch gegebenenfalls eine intensive Abklärung durch einen Lungenspezialisten erfolgen sollte Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

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