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Wie kann ich mit copd arbeiten? 13.04.2014

Hallo, Ihre lapidare Frage kann ich leider nur lapidar beantworten: Sie können mit COPD so gut arbeiten, wie es halt geht. COPD ist ein Krankheitsbild, dass unendlich viele Schattierungen zeigt und die Leistungsfähigkeit lange Zeit überhaupt nicht beeinträchtigt, später dann aber auch am Sauerstoffgerät enden kann. Zur Beantwortung Ihrer Frage wäre daher wichtig, wo Sie in Bezug auf Ihre Krankheit stehen! Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Bei meinem bald dreijährigen Sohn wurde Asthma diagnostiziert. Meine spezielle Schwierigkeit ist, dass wir in Kolumbien leben, will nicht heißen, dass die Ärzte hier schlecht sind, aber es sind schon häufig deutliche Qualitätsunterschiede zu deutschen Standards erkennbar, was sich dann oft in widersprüchlichen Diagnosen äußerst. Mein Sohn hat seit dem Alter von 18 Monate in recht regelmäßigen Abständen von 3-5 Wochen Symptome, die zunächst einer Erkältung gleichen: Niesen, Husten, Schnupfen und tränende Augen. Dann nach ein, zwei Tagen steigert sich der Husten zu einem trockenen sehr frequenten Husten, alle 3-5 Atemzüge, der unbehandelt zu einer Lungenentzündung wird und im Krankenhaus endet. Der Husten selbst ist derart stressig für meinen Sohn, dass er seinen Spiel-Alltag und die Nachtruhe beeinträchtig und auch den Appetit gegen null gehen lässt, sodass er zeitweise deswegen Untergewicht hatte. Das Ganze dauert bis zu zwei Wochen, je nachdem, wie gut die Medizin anschlägt. Wir haben das jetzt bestimmt schon 12-15 Mal durchgemacht. Bei dem derzeit akuten Fall trat zwar bereits zweimal eine Verbesserung ein, aber dann kam es zu Rückfällen, was bisher noch nie so gewesen ist. Die Symptome sind also erstmals dauerhaft und verschwinden nicht mehr, wie es früher immer war. Der Allergologe sagt es sei eine Allergie, aber nicht gegen eine Substanz sondern gegen Temperaturschwankungen (???) Allergietest war negativ, aber IGE= 400. Der Lungenarzt sagt es sei Asthma, der Kinderarzt sagt, Asthma könne es gar nicht sein, weil Kinder unter drei noch gar kein Asthma haben könnten. Und der Kinderarzt im Krankenhaus sagte, es sei Keuchhusten, ohne jedoch zu fragen, ob eine Impfung vorhanden ist, (was der Fall ist). Ähnlich chaotisch fällt die Therapie aus: jeder Arzt verschreibt mindestens fünf Medikamente aber jeder fünf andere. Was mich an der Asthma-Diagnose irritiert: es sind keine einzelnen Anfälle, zwischen denen dann wieder Ruhe herrscht, sondern ein permanenter Husten der ohne Veränderung der Frequenz über den ganzen Tag hinweg auftritt. Ich hatte bisher gedacht, Asthma zeichne sich durch einzelne Attacken aus. Zweitens kann ich keine Anzeichen für Atemnot erkennen, sondern nur extremen Husten, Schnupfen und tränende Augen. Glutokortikoide als Aerosol-Spray (Budesonid, Beclometason) scheinen aus meiner Sicht genauso wenig zu wirken, wie Salbutamol. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass es nach der Inhalation schlimmer wird. Das Einzige, was bisher geholfen hat, waren intramuskuläre Gaben von Dexamethason, Hydrocortison und Methylprednisolona. Aber als Einzelgabe. Macht man das so? In den Packungsbeilagen steht immer was von mehreren Dosen und zwar intravenös. Der Lungenarzt hat jetzt folgendes Rezept angeordnet: Fluticasona Aerosol 50 mcg, 2 Puff 2 x täglich, permanent Amoxicilina Saft 42,9 mg 100 ml 5 ml alle 12 Stunden, 14 Tage Fexofenadina, Saft, 6 mg ml 2,5 ml, jede Nacht, nach Beendigung Amoxicilina 1 Monat lang, danach nur bei Schnupfen Furoato de Fluticasona, Nasenspray 27,5 mcg, 1 Puff ins Nasenloch, jede Nacht, nach Beendigung Amoxicilina 3 Monate lang Salbutamol Aerosol 100 mcg, 3 Puff mit Pause alle 4 Stunden, bei Husten, Grippe, Atemnot oder Pfeifen Ich habe Zweifel, ob das die richtige Diagnose und Therapie ist. Die Zweifel verstärken sich auch dadurch, dass all das nur wenig geholfen hat. Es ist jetzt schon vier Wochen fast gleichbleibend schlecht. Vielen Dank schon jetzt für Ihre Antwort. 13.04.2014

Hallo, zunächst einmal muss ich vorausschicken, dass ich nach deutschem Recht keine individuelle Diagnostik oder Therapie im Internet durchführen darf. Ich werde mich daher bemühen, einige Punkte in ihrer umfangreichen Schilderung aufzunehmen und allgemein zu beantworten zunächst einmal wäre wichtig, dass die Diagnose eines Asthma definitiv gestellt wird. Das gilt sowohl für die Frage der Lungenfunktion (die bei einem dreijährigen durchaus bereits gemacht werden kann) als auch die Klärung einer möglichen Allergie (ZB als Bluttest, NO-Wert?). Auch würde mich interessieren, ob einmal ein Röntgenbild gemacht worden ist. Selbst verständlich gibt es bereits bei dreijährigen Kindern Asthma, auch kann in diesem Alter Asthma so verlaufen wie Sie es schildern. Bei den mitgeteilten Medikamenten fällt auf, dass Antibiotika über einen langen Zeitraum hinweg gegeben werden, was ungewöhnlich ist. Andererseits erkenne ich bei den mitgeteilten Namen keine Bronchien erweiternde Medikamente sondern lediglich inhalative Cortisonpräparate und Salbutamol, hier wäre es vermutlich sinnvoller, ein so genanntes lang wirkendes Bronchien erweiterndes Mittel einzusetzen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo Ich habe Asthma Bronchiale hatte 5 Monate Symbicort 1604,5 .Seit dieser Woche Formudal Im Netz dazu kaum Bewertungen oder Erfahrungen anderer Gefunden .Wie ist Ihre Erfahrung mit Formudal 1006. Vielen Dank 10.04.2014

Hallo, ich kenne dieses Medikament nicht, gehe aber davon aus, dass es als Wirkstoff Formoterol enthält. Das wäre der gleiche Wirkstoff, der auch in Symbicort enthalten ist, wobei dort dann noch ein entzündungshemmender, heilende Wirkstoff verfügbar ist. Formoterol ist ein sehr gut erforschtes, wirksames und gut verträgliches bronchienerweiterndes Medikament. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Dr. Barczok, vielleicht sollte ich auch erwähnen, weiß aber nicht ob das wichtig ist, ich hatte unbekannter Weise Tbc gehabt. Die aber schon vernarbt sind und zwar einmal an der Lungenspitze links und rechtes unterhalb des Schlüsselbeins. Dies hat aber ein anderer Lungenfacharzt vor längerer Zeit festgestellt hatte. Mit freundlichen Grüßen 09.04.2014

Hallo, solche alte Herdsetzungen gibt es immer wieder, früher war das ein ganz häufiger Befund. Rückwirkungen auf aktuelle Beschwerden haben solche Befunde aber nicht. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Dr. Barczok, ich bedanke mich erst einmal recht herzlich für Ihre schnelle Antwort. Ich nehme das Antidepressiva (Sertralin 150mg,morgens) und Antihistamimentikum ( Desloratadin 5mg, abends) nie zusammen, das einzige was ich abends auch nehme ist Quentiax 25mg. Ich frage auch immer eine(n) Apotheker(in) ob es irgendwelche Wechselwirkung zwischen den beiden Medikamente gibt. Da sagte man mir das es keine Wechselwirkung bekannt sind, nur zwischen Sertralin und Quentiax. Meine Hausärztin hat mir eine Kopie des Berichtes vom meinem Lungenfacharzt geben. Da steht unter Diagnosen: Zitat: Dysfunktionales Atmen mit Hyperventilationstendenz; COPD GOLD-Stadium I DD Asthma bronchiale - minimale bronchiale Strömungslimierung ... Beurteilung: Minimale obstruktive Ventilationsstörung - Grad 1 DAL; leichtgradige Überblähung...usw. Lungenfunktionsprüfung Name: VCin FEV1 FEV1VCin TLC-B TGV-B RAWtot Einheit: l l % l l kPasl Soll: 3,40 2,85 80 5,23 2,79 0,35 Ist: 3,23 2,35 73 5,50 3,54 0,25 IstSoll: 95% 82% 91% 105% 127% 72% Blutgasanalyse: Blutgase unter Raumluft: pO2 95,6 Torr, pCO2 33,2 Torr, pH 7, 460 , BE -0,2 Einen Allergietest übers Blut hat mein Lungenfacharzt jetzt gemacht, das Ergebnis steht leider noch aus. Meine Hausärztin hat die Medikamention erhöht und zwar Salbutamol 200 mg alle 4 Std. und Budiair 200mg von 2 mal auf 3 mal täglich verordnet. Mittlerweile scheinen die Medikamente auch Wirkung zu zeigen, was ich aber immer noch habe, ist ein leichter Druck (in Höhe des Brustbeins) noch da , ab und zu auch leichte bis mittlere Atemnot (aber nicht aktute), das aber auch nur wenn ich mich draußen befinde, vorallem wenn irgendwelche blühende Bäume in meiner Nähe sind. Ich werde meinen Neurologen aber trotzdem noch einmal wegen dem Antihistamimetikum und dem Antidrepressiva sich ins Gehege kommen. Die Müdigkeit kam nicht von dem Antidepressiva, das hat mein Neurologe ausgetestet, in dem er Sertralin von 150mg auf 100mg runter gesetzt hat. Was aber nicht so optimal war. Die Müdigkeit hatte sich nicht verändert, nur meine Psychisches Befinden aber schon. Deswegen hat er es wieder auf die alte Dosierung sozusagen zurückgesetzt. Meine Symptome werden immer mehr, jetzt leider ich auch unter Nasen jucken und Niesattacken wenn ich an Blumen oder blühende Bäume vorbei gehe, das Augen jucken wird auch schlimmer . Meine Frage ist , ob ich evtl. mir noch eine zweite Meinung eines anderen Lungenfacharzt holen soll? Mit freundlichen Grüßen 09.04.2014

Hallo, natürlich können Sie immer eine zweite Meinung eines Lungenspezialisten einholen, ich finde die Diagnose des jetzigen Kollegen aber durchaus plausibel. Gestolpert bin ich über das Ergebnis der Blutgasanalyse, dass in der Tat eine Hyperventilation erkennen lässt, die wiederum ein Teil ihrer Atembeschwerden durchaus erklären könnte. Vielleicht gibt es in ihrer Nähe die Möglichkeit für eine atemtherapeutische Behandlung, mit der das angegangen werden könnte und die Ihnen sicher auch hinsichtlich der asthmatische Beschwerden weiterhelfen könnte. Ich würde Ihnen raten wollen, ansonsten die laufende Therapie so fortzusetzen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

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