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Guten Tag Dr. Barczok, obwohl meine Luft von meinem Empfinden her nicht so gut zu sein scheint, zeigen meine Peak Flowwert normal an. Meine Bronchien sind total verschleimt und ich muß ständig räuspern und Husten. Ich habe das Gefühl keine Luft zu haben. Wenn ich dann eine Überprüfung Mache ist alles normal. Kann das sein oder mache etwas falsch. Meine Medikamente sind 2 x Foster am Tag, 1x predni M Tablin. 22.11.2014

Hallo, wenn Ihr eigenes Erleben und die peak flow Werte nicht über einstimmen, ist das ein guter Anlass, die Lungenfunktion nochmals richtig beim Spezialisten überprüfen zu lassen. Manchmal gibt es dafür auch andere Gründe beispielsweise Entzündungen oder auch harmlose, wie etwa eine Hyperventilation. Nachdem sie aber ja auch zusätzlich Cortisontabletten nehmen, sollten Sie versuchen, den Befund zu objektivieren. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Meine 12 jährige Tochter ist Asthmatikerin, hatte vor 4 Wochen eine Lungenentzündung durch Mykoplasmen. Das 2. mal in diesem Jahr. Knapp 2 Wochen später noch einen Asthmaanfall. Jetzt wurde noch einmal ein Bluttest gemacht. Die Entzündungswerte sind wohl soweit ok. Nur die Leukoplasten sind noch leicht erhöht. Sie ist immer noch stark am Husten und hat Atemnot. Fühlt sich noch sehr schlapp. Sie hatte von Beginn der Lungenentzündung sehr starke Atemnot. Sauerstoffsättigung ist ok. Ist es normal das nach 4 Wochen immer noch solche Probleme hat? MfG 21.11.2014

Hallo, nach einer Lungenentzündung mit Mykoplasmen kann es zu einer verzögerten Gesundung kommen, wobei die Normalisierung der Entzündungswerte wie auch der Sauerstoffversorgung dafür spricht, dass es voran geht. Im Zweifelsfall sollte aber gegebenenfalls noch mal der Befund exakt überprüft werden, beispielsweise eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Auch die Lungenfunktion sollte kontrolliert werden, möglicherweise ist eine zusätzliche Gabe inhalativer Steroide notwendig. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Herr Doktor, ich habe Ihnen schon einmal geschrieben, weil ich eine therapieresistente Epilepsie und schweres Asthma habe. Ich hatte vor ca. 1,5 Wochen einen starken Asthmaanfall, den ich nur mit viel Salbutamol und Kortisontabletten (60mg Decortin h) in den Griff bekommen habe. Es kam dann zu einem Grand Mal Anfall und ich bin irgendwann mit Husten und Luftnot aus dem epileptischen Anfall aufgewacht. Ich habe immer etwas Angst, dass zum Asthmaanfall ein epileptischer Anfall kommt und ich mir selbst nicht mehr helfen kann. Ist es normal, dass trotz der vielen Medikamente (Viani forte, Singulair, Decortin 5mg und Methotrexat) noch solche Asthmaanfälle auftauchen? Wird Asthma zwangsläufig immer schlimmer innerhalb der Jahre? Ich habe auch außerhalb der richtigen Erstickungsanfälle Asthmabeschwerden. So habe ich einen chronischen Dauerhusten und bin in meiner Belastbarkeit eingeschränkt. Jetzt soll ich nach den Asthmaanfall wieder so viel Kortison schlucken, weil auch die Lufu nicht gut ist. Aber ich kann mich doch nicht mit Kortison vollstopfen ? Soll ich bei der Kortisonerhöhung wirklich mitmachen? Ich habe gerade 10kg abgenommen und habe fast Normalgewicht (leichtes Übergewicht). Ich will nicht wieder so zunehmen. Was würden sie mir raten? Ich soll jetzt stationär in die Pneumologie der Uniklinik Hannover (bin in der MHH bei Prof. Welte). Meinen Sie ich soll das machen? Ich habe ehrlich gesagt etwas Angst vor Kliniken durch einige Erfahrungen mit der Epilepsie und dem Asthma. Andere Patienten fühlen sich sicher, wenn bei einem Asthmaanfall ein Arzt kommt, ich bekomme da immer Angst, weil ich nie weiß, was der mit mir macht. Mein Arzt meinte eigentlich hätte ich bei dem letzten Anfall den Notarzt rufen sollen damit ich in solchen Epilepsie-Asthmasituationen versorgt bin. hmmmm Viele liebe Grüße 20.11.2014

Hallo, das Zusammentreffen zweier schwerwiegender Erkrankungen, die sich gegenseitig verstärken und deren Behandlung außerordentlich schwierig aufeinander abzustimmen ist, ist sicherlich eine sehr seltene und außergewöhnliche Komplikation. Gott sei Dank werden sie von einem der besten, weltweit angesehenen Asthmaspezialisten behandelt, die in Deutschland überhaupt existieren. Das in der jetzigen Situation die Behandlung unter stationären Bedingungen optimiert werden soll, ist aus meiner Sicht zwingend notwendig, sinnvoll und für ihr weiteres Leben von hoher Bedeutung. Ich kann Ihnen nur raten, Ihre Sorgen zurückzustellen und so schnell wie möglich dieses Angebot anzunehmen. Es ist Ihre Chance, wieder in ein normales Fahrwasser zurückzukommen. Wenn Sie Herrn Prof. Welte sehen, sagen Sie ihm bitte einen schönen Gruß von mir: ich bitte ihn, sich besonders um Sie zu kümmern. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo, ich habe moderate COPD und litt in der Vergangenheit an häufig auftretenden Bronchitis-Erkrankungen. Seit mehreren Jahren nehme ich ALVESCO zu Unterdrückung der Entzündungen und Berodual bei Atemnot. Jetzt ist mir RELVAR als günstigere Alternative (das ALVESCO verlangt ja nach recht hoher Zuzahlung) empfohlen worden. In den Nebenwirkungen zu REVLAR finde ich allerdings, dass Bronchitis und Lungenentzündung als häufige Nebenwirkung. Wie kann das sein, dass eine COPD-Medikament eine Bronchitis oder Lungenentzündung hervorruft ? Ist vom Einsatz von REVLAR bei Anfälligkeit für Bronchitis abzuraten ? Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe 19.11.2014

Hallo, Alvesco und Relvar sind keine wirklich vergleichbaren Medikamente. Alvesco ist ein reines inhalative Cortisonpräparat, während Relvar ein lang wirkendes bronchienerweiterndes Medikament zusätzlich zu einem Cortisonanteil enthält. Das macht in der Regel bei der COPD auch mehr Sinn als die alleinige Gabe eines inhalativen Cortison. Bei einigen inhalativen Cortison Präparaten ist in großen Studien aufgefallen, dass häufiger als normal Pneumonien auftreten können. Worauf dieser Effekt zurückzuführen ist und ob er wirklich bedeutsam ist, ist noch unklar. Auf jeden Fall handelt es sich nicht um eine häufige Nebenwirkung, sondern um eine seltene Komplikation. Relvar sollte unabhängig davon in der Tat bei einer Bronchitis nicht eingesetzt werden, zur Behandlung der COPD allerdings ist es ein fortschrittliches und sinnvolles Medikament, das Sie mit großem Vertrauen nehmen können. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Herr Dr., ich bin 45 Jahre alt und rauche seit fast ca. 30 Jahren 2 Schachteln am Tag. Ich muss mich schon seit Jahren jeden morgen freihusten, aber das ist doch normal bei Rauchern? Nun habe ich den ganzen Tag Husten und besonders bei Belastung geht mir die Luft aus. Ich dachte erst es ist normal bei Rauchern nicht mehr so schnell zu sein. Nun war ich wegen dem vielen Husten und der Luftnot bei Belastung beim Hausarzt. Dieser hat mich gleich zum Lungenarzt überwiesen. Der Lungenarzt hat eine Lungenfunktion gemacht und sprach von einer nicht rückbildungsfähigen Einengung der Bronchien und sagte die Lufu wäre nicht gut. Was bedeutet das für mich? Er diagnostizierte eine COPD und verschrieb Viani forte und Spiriva. Seitdem ist bei mir die Luft besser, aber ich huste noch viel.Was soll ich denn machen? Ich tue mich so schwer mit dem Rauchen aufzuhören. Bedeutet COPD nicht eine fortschreitende Krankheit? Macht es da so einen großen Unterschied, ob ich weiterrauche oder nicht? Danke für Ihre Antwort und viele Grüße 16.11.2014

Hallo, Nein, weder Husten noch Atemnot sind normal bei Rauchern, beides sind Zeichen einer fortgeschrittenen Schädigung der Bronchien und später dann auch der Lunge. Nachdem ihnen der Lungenarzt 2 aufwändige inhalative Medikamente verordnet hat, gehe ich davon aus, dass bereits eine erhebliche Schädigung vorliegt, sonst hätte er nicht diese intensive Therapie begonnen. Wenn sie parallel dazu weiter rauchen, wird die Therapie allerdings wenig nutzen. Die Schäden durch das inhalative Rauchen können durch eine medikamentöse Therapie nur sehr begrenzt beeinflusst werden, Sinn macht das ganze nur, wenn sie nicht durch die erweiterten Bronchien umso besser heißen Dreck in die Lunge schleusen. Deswegen ist es in der Tat höchste Zeit, zum einen die Lunge durch regelmäßiges Inhalieren zu unterstützen und zum anderen das Rauchen aufzuhören. Ich verstehe gut, dass Sie sich schwer tun, das Rauchen aufzuhören, ich sehe aber keine Alternative dazu. Wenn Sie sich damit schwer tun, gibt es sicher eine Möglichkeit sie dabei zu unterstützen. Ihr Hausarzt oder ihr Lungenarzt wird Sie dabei gerne beraten, es gibt eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, von denen sicher die eine oder andere auch für sie geeignet ist. Leider führt das Rauchen zu mehr oder weniger nicht wieder gut zu machenden Schäden, sodass es nicht sinnvoll ist, zu warten, bis es nicht mehr anders geht, um das Rauchen aufzuhören. Sinnvoll ist es nur, solange noch etwas da ist, was gerettet und für sie weiter nutzbar gemacht werden kann. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

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