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Hallo Herr Doktor, ich habe schweres nichtallergisches Asthma. Welche Ursache hat nichtallergisches Asthma? Bei mir ist das plötzlich nach einem heftigen Infekt aufgetreten. Ich habe nie geraucht. Wie unterscheidet man nichtallergisches Asthma von einer COPD? Danke und viele Grüße 17.10.2014

Hallo, Ihre Frage ist nicht leicht zu beantworten, da wir selber nicht wirklich verstehen, wie es zum nicht allergischen Asthma kommt. In der Regel verläuft es so, wie von Ihnen beschrieben, d.h. es kommt zu entsprechenden Beschwerden, wenn entweder Atemwegsinfekt abgelaufen ist und offensichtlich die Schleimhaut so verletzt sowie das Immunsystem so verändert ist, dass im weiteren dann ein Asthma auftritt, ohne dass äußere Einflüsse wie Allergien oder Rauchen eine Rolle spielen. Das ist dann im übrigen auch der entscheidende Unterschied zur COPD, bei der häufig das Rauchen eine Rolle spielt und von vorne herein die Zerstörung von Bronchien im Vordergrund steht, während beim Asthma oft über eine lange Zeit die Bronchien sich noch regenerieren können, wobei in Entstadien beide Krankheiten sich immer mehr annähern und nicht mehr gut voneinander zu trennen sind. Praktisch spielt die Unterscheidung zwischen allergischem und nicht-allergischen Asthma keine große Rolle. Die Medikamente sind praktisch die gleichen, wir haben halt nur beim allergischen Asthma die zusätzliche Möglichkeit , mögliche Auslöser zu identifizieren und unter Kontrolle zu bringen, während beim nicht-allergischen Asthma das nicht oder nur eingeschränkt geht. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Herr Doktor, ich habe schweres Asthma, welches mit Decortin h7,5mg, Viani forte, Singulair und Bretaris behandelt wird. Nun wurde ich früher vom Sportunterricht immer befreit, weil alle meinten ich dürfe mich nicht belasten wegen der Atemnot. Jetzt schlägt der Ludoc eine Lungensportgruppe vor. Macht das Sinn bei schwerem Asthma? Darf man mit Asthma Sport treiben? Viele Grüße vor 17.10.2014

Hallo, Sie stellen hier eine ganz wichtige Frage! Der häufig zu hörende Standpunkt, man dürfe mit einer COPD oder mit Asthma keinen Sport betreiben, ist unzutreffend und problematisch, da wir wissen, dass bei körperlicher Inaktivität nicht nur die Muskulatur abbaut und damit immer kleinere Belastungen immer größere Probleme hervorrufen sondern auch die Anfälligkeit des Organismus gegenüber Infekten steigt und insgesamt eine krankmachende Spirale nach unten eingeleitet wird. Natürlich können Sie nicht morgen mit 100 m-Lauf beginnen und sollten auch nicht anfangen, wettkampfmäßig zu rudern. Was sie aber können und müssen ist, dass sie entsprechend der im Moment verbliebenen körperlichen Belastbarkeit sich täglich trainieren und versuchen, möglichst viel von Ihrer verbliebenen Leistungsfähigkeit zu erhalten bzw. diese wieder auszubauen. Dies ist in besonders guter Weise in einer Lungensportgruppe möglich, da Sie hier nicht nur auf einen Trainer treffen, der entsprechend ausgebildet ist sondern auch davon ausgehen können, dass die anderen Teilnehmer der Gruppe in etwa im gleichen Zustand sind wie Sie. Wenn Sie also in einigermaßen vernünftiger Entfernung eine entsprechende Gruppe zur Verfügung haben, sollten Sie sich unbedingt das ganze einmal anschauen, unverbindlich testen und dann langfristig mitmachen, wenn Ihnen die Gruppe zusagt. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo Herr Dr. Barczok, darf eine Küchenhilfe mit COPD in einer Großküche arbeiten? Danke schonmal im Vorraus. Gruß Tiroch 17.10.2014

Hallo, Leider kann ich Ihre Frage so einfach nicht beantworten. Eine COPD ist keine ansteckende Krankheit, so dass zunächst einmal kein Grund besteht, warum ein Patient mit COPD nicht in einer Küche arbeiten könnte. Die Frage ist eher, ob die ja durchaus körperlich belastende Tätigkeit von einem Patienten mit schwerer COPD überhaupt noch geleistet werden kann. Ist dies nicht mehr der Fall, wird man die Frage der körperlichen Leistungsfähigkeit stellen und gegebenenfalls in eine andere Tätigkeit wechseln müssen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo mein Sohn leidet unter Asthma bronchiale wir waren gestern im Krankenhaus um die Lufu zu machen er nimmt viani 2 mal einmal morgens und 1 mal Abends jetzt sind die werte immer noch so schlecht kann das sein das der Körper sich an das Medikament gewöhnt hat und es nicht mehr so wirken kann und er klagt über Kopfschmerzen kann das davon auch kommen Mit freundlichen Gruß 14.10.2014

Hallo, Nein, Gewöhnungseffekte gibt es bei diesen Medikamenten nicht. Wenn sie nicht mehr helfen dann in der Regel deswegen, weil die Erkrankung sich verschlimmert hat, beispielsweise die Schleimhäute sich verdicken, wodurch auch die Medikamente nicht mehr in vollem Umfang wirksam werden können. Wichtig ist dann in der Tat, dass durch den Spezialisten eingegriffen und die Situation wieder so weit beruhigt und in Ordnung gebracht wird, dass die inhalativen Medikamente wieder richtig wirken können. Alles Gute und gute Besserung! Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo mein Sohn leidet seit langem an Asthma bronchiale jetzt bei der letzten Lufu hat er einen Ruhepulsvon 160 gehabt der Artzt meinte das lege daran das er das Veani nicht mehr nimmt. Jetzt habe ich gelesen das Viani die Nebenwirkung wie Kopfschmerzen und erhöten Puls verursacht. Wenn das so stimmen sollte welche Dauermedikamente gibt es denn noch. Die man als Alternative nehmen kann. 10.10.2014

Hallo, grundsätzlich können alle Medikamente, die einen bronchienerweiternden Anteil haben, eine Erhöhung von Blutdruck und Puls machen. Allerdings ist dieser Effekt viel zu gering um im Alltag wirklich Probleme zu machen, es sei denn das Medikament wird drastisch überdosiert. Nun hat ihr Sohn aber wenn ich das richtig verstehe, Viani ohnehin nicht mehr genommen gehabt. Also hatte der Puls eine andere Ursache. Beispielsweise führen auch Atemnot infolge von Asthma oder Stress zu einem erhöhten Puls. Sie sollten daher auf den Rat des Arztes hören und Viani wieder geben, wenn das Kind tatsächlich auch Atemnotbeschwerden hat. Sollte sich zeigen, dass der Puls noch höher steigt, müsste auch die Möglichkeit einer anderen Erkrankung überprüft werden. Auf alle Fälle macht es keinen Sinn wegen dieser Problematik auf ein anderes bronchienerweiterndes Medikament auszuweichen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

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DE/SFC/0092/13(1), Jul14