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Hallo DR.Barczok, Der LA hat jetzt einen Allergietest übers Blut gemacht leider ist nichts dabei rausgekommen, er meinete aber das es eventuell noch nicht nachweißbar ist. Er wiederholt den Test in 1-2 Jahren.Verstehen tue ich es nicht, da bei mir schon seit frühester Kindheit gesagt wurde das ich eine Allergie habe leider aber nie festgestellt wurde. Kann es denn sein das ich trotzdem allergisch bin ohne Nachweis. Denn die Allergiemittel die ich bekomme schlagen ja an seitdem habe ich kaum noch symptome, meinen bronchien geht es auch wieder besser. Ich versuche zur Zeit ein wenig die Medikamente einzuschränken was mir leider noch nicht so gut gelingt da sich die Symptome bei nicht einnahme wieder verschlechtern. Danke..... 22.04.2014

hallo, nun, ich gebe Ihnen durchaus recht. Man muß aber bedenken, dass wir gegen eine Unzahl von Stoffen allergisch werden können und nur ein kleiner Teil davon testbar ist. Einfach die Therapie weiterfahren und mit offenen Augen die Dinge beobachten und nachtesten, wenn der Verdacht da ist, eine mögliches Allergen identifizieren zu können. mfg Dr. Barczok

Guten Abend Herr Dr. Barczok, Ich habe mir eine ordentliche Grippe eingefangen und habe seit Dienstag auch Fieber mal über 39 Grad gehabt. Beim ein und ausatmen habe ich ein Pfeifen und Giemengeräusch. Gestern war ich bei meinem Hausarzt und als dieser die Lunge abgehört hat, meinte er, dass es auf den Bronchien sitzt. Er hat mir aber kein Medikament verschrieben. Leider bin ich ein kleiner Angsthase und fürchte mich nun vor einer ernsteren Erkrankung. Meine Lungenwerte von letztem Jahr waren wie folgt: SR 0,39kPas (96%) RV 1,04l (81%) VC 3,62l (109%) FEV1 3,36l (108%) Ich spüre eine leichte Atemnot und bei meinem Peak Flow Meter erreiche ich momentan nur einen Wert von 380 und sonst bin ich bei 450. Was meinen Sie? Habe ich was schlimmes zu befürchten? Was halten Sie von Grippeimpfungen bei Asthma Patienten? Achso ich nehme momentan Symbicort 1604,5. Vielen Dank für Ihre Antwort und einen schönen Abend wünsche ich Ihnen 16.04.2014

Hallo, nun, die alte Lungenfunktion hilft im Moment nicht wirklich weiter, spannend wäre, wie die Lungenfunktion zurzeit aussieht. Aber schon alleine der Hinweis auf die auffallenden Atemgeräusche zurzeit reicht aus, um den Verdacht zu haben, dass Ihre Asthma-Erkrankung momentan aktiviert ist. Sie sollten aus meiner Sicht gegebenenfalls die Inhalationstherapie erhöhen, wenn dafür noch Spielraum vorhanden ist. Sollten Sie weiter zunehmend Beschwerden haben, verständigen Sie bitte den ärztlichen Notdienst und lassen Sie sich trotz der Feiertage optimal behandeln. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Herr Dr. Barczok, vielen Dank zunächst für die hilfreiche Antwort. Ein Lungenfunktionstest wurde bisher nicht gemacht, wohl aber ein Allergietest, bei dem aber sämtliche getestete Allergene keine Reaktion verursacht haben. Es gab auch diverse Bluttests, von denen ich nicht weiß, welche Werte da ausschlaggebend sind. Ich könnte Ihnen diese und die Röntgenaufnahme nebsts Befund per Email zusenden, will aber keinesfalls Ihre Hilfsbereitschaft überstrapazieren. Ein lang wirkendes Bronchien erweiterndes Mittel wäre auch ein Spray? Könnten Sie mir noch sagen, welche Wirkstoffe da in Frage kämen? Das mit den Antibiotika über 14 Tage gefällt mir auch nicht, der Arzt meinte, das sei nötig, da die Symptome durch Viren ausgelöst würden. Ein Kinderarzt hatte zuvor das selbe Mittel verschrieben, aber nur über 6 Tage. Nochmals danke für Ihre Hilfe. 13.04.2014

Hallo, ein lang wirkendes Wisch bronchienerweiterndes Medikament wäre auch ein Spray oder Pulver, beispielsweise Formoterol oder Salmeterol. Der Einsatz eines Antibiotikums bei einer Virusinfektion ist nicht sinnvoll, da Viren durch Antibiotika nicht behandelt werden können. Hier sollte zunächst geklärt werden, ob ein klinischer Hinweis für einen bakteriellen Infekt vorhanden ist (ZB gelber Auswurf, Fieber, Husten, allgemeines Krankheitsgefühl) mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Wie kann ich mit copd arbeiten? 13.04.2014

Hallo, Ihre lapidare Frage kann ich leider nur lapidar beantworten: Sie können mit COPD so gut arbeiten, wie es halt geht. COPD ist ein Krankheitsbild, dass unendlich viele Schattierungen zeigt und die Leistungsfähigkeit lange Zeit überhaupt nicht beeinträchtigt, später dann aber auch am Sauerstoffgerät enden kann. Zur Beantwortung Ihrer Frage wäre daher wichtig, wo Sie in Bezug auf Ihre Krankheit stehen! Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Bei meinem bald dreijährigen Sohn wurde Asthma diagnostiziert. Meine spezielle Schwierigkeit ist, dass wir in Kolumbien leben, will nicht heißen, dass die Ärzte hier schlecht sind, aber es sind schon häufig deutliche Qualitätsunterschiede zu deutschen Standards erkennbar, was sich dann oft in widersprüchlichen Diagnosen äußerst. Mein Sohn hat seit dem Alter von 18 Monate in recht regelmäßigen Abständen von 3-5 Wochen Symptome, die zunächst einer Erkältung gleichen: Niesen, Husten, Schnupfen und tränende Augen. Dann nach ein, zwei Tagen steigert sich der Husten zu einem trockenen sehr frequenten Husten, alle 3-5 Atemzüge, der unbehandelt zu einer Lungenentzündung wird und im Krankenhaus endet. Der Husten selbst ist derart stressig für meinen Sohn, dass er seinen Spiel-Alltag und die Nachtruhe beeinträchtig und auch den Appetit gegen null gehen lässt, sodass er zeitweise deswegen Untergewicht hatte. Das Ganze dauert bis zu zwei Wochen, je nachdem, wie gut die Medizin anschlägt. Wir haben das jetzt bestimmt schon 12-15 Mal durchgemacht. Bei dem derzeit akuten Fall trat zwar bereits zweimal eine Verbesserung ein, aber dann kam es zu Rückfällen, was bisher noch nie so gewesen ist. Die Symptome sind also erstmals dauerhaft und verschwinden nicht mehr, wie es früher immer war. Der Allergologe sagt es sei eine Allergie, aber nicht gegen eine Substanz sondern gegen Temperaturschwankungen (???) Allergietest war negativ, aber IGE= 400. Der Lungenarzt sagt es sei Asthma, der Kinderarzt sagt, Asthma könne es gar nicht sein, weil Kinder unter drei noch gar kein Asthma haben könnten. Und der Kinderarzt im Krankenhaus sagte, es sei Keuchhusten, ohne jedoch zu fragen, ob eine Impfung vorhanden ist, (was der Fall ist). Ähnlich chaotisch fällt die Therapie aus: jeder Arzt verschreibt mindestens fünf Medikamente aber jeder fünf andere. Was mich an der Asthma-Diagnose irritiert: es sind keine einzelnen Anfälle, zwischen denen dann wieder Ruhe herrscht, sondern ein permanenter Husten der ohne Veränderung der Frequenz über den ganzen Tag hinweg auftritt. Ich hatte bisher gedacht, Asthma zeichne sich durch einzelne Attacken aus. Zweitens kann ich keine Anzeichen für Atemnot erkennen, sondern nur extremen Husten, Schnupfen und tränende Augen. Glutokortikoide als Aerosol-Spray (Budesonid, Beclometason) scheinen aus meiner Sicht genauso wenig zu wirken, wie Salbutamol. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass es nach der Inhalation schlimmer wird. Das Einzige, was bisher geholfen hat, waren intramuskuläre Gaben von Dexamethason, Hydrocortison und Methylprednisolona. Aber als Einzelgabe. Macht man das so? In den Packungsbeilagen steht immer was von mehreren Dosen und zwar intravenös. Der Lungenarzt hat jetzt folgendes Rezept angeordnet: Fluticasona Aerosol 50 mcg, 2 Puff 2 x täglich, permanent Amoxicilina Saft 42,9 mg 100 ml 5 ml alle 12 Stunden, 14 Tage Fexofenadina, Saft, 6 mg ml 2,5 ml, jede Nacht, nach Beendigung Amoxicilina 1 Monat lang, danach nur bei Schnupfen Furoato de Fluticasona, Nasenspray 27,5 mcg, 1 Puff ins Nasenloch, jede Nacht, nach Beendigung Amoxicilina 3 Monate lang Salbutamol Aerosol 100 mcg, 3 Puff mit Pause alle 4 Stunden, bei Husten, Grippe, Atemnot oder Pfeifen Ich habe Zweifel, ob das die richtige Diagnose und Therapie ist. Die Zweifel verstärken sich auch dadurch, dass all das nur wenig geholfen hat. Es ist jetzt schon vier Wochen fast gleichbleibend schlecht. Vielen Dank schon jetzt für Ihre Antwort. 13.04.2014

Hallo, zunächst einmal muss ich vorausschicken, dass ich nach deutschem Recht keine individuelle Diagnostik oder Therapie im Internet durchführen darf. Ich werde mich daher bemühen, einige Punkte in ihrer umfangreichen Schilderung aufzunehmen und allgemein zu beantworten zunächst einmal wäre wichtig, dass die Diagnose eines Asthma definitiv gestellt wird. Das gilt sowohl für die Frage der Lungenfunktion (die bei einem dreijährigen durchaus bereits gemacht werden kann) als auch die Klärung einer möglichen Allergie (ZB als Bluttest, NO-Wert?). Auch würde mich interessieren, ob einmal ein Röntgenbild gemacht worden ist. Selbst verständlich gibt es bereits bei dreijährigen Kindern Asthma, auch kann in diesem Alter Asthma so verlaufen wie Sie es schildern. Bei den mitgeteilten Medikamenten fällt auf, dass Antibiotika über einen langen Zeitraum hinweg gegeben werden, was ungewöhnlich ist. Andererseits erkenne ich bei den mitgeteilten Namen keine Bronchien erweiternde Medikamente sondern lediglich inhalative Cortisonpräparate und Salbutamol, hier wäre es vermutlich sinnvoller, ein so genanntes lang wirkendes Bronchien erweiterndes Mittel einzusetzen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

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