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Sehr geehrter Herr Dr. Barczok, meine Tochter ist Leistungssportlerin im Bereich Laufen. Jetzt hat sie beim ausdauerlauf starke Luftbeschwerden und kann nicht richtig durchatmen. Das hatt sie vorher nie. Sie ist gut durchtrainiert. Ein Test beim Lungenfacharzt ergab Asthma bronchiale , leichte Form. Sie soll Alvesco 1mal täglich nehmen, aber die Symptome besser sich nicht. Sie und wir sind völlig verzweifelt, da sie ihren Sport nicht aufgeben will. Wie lange dauert es, bis Alvesco wirkt? Können wir noch andere Untersuchungen durchführen lassen, um das Problem zu beseitigen. Sie will Anfang Juli ins Ausland und dort aber auch trainieren. ich mache mir wahnsinnige Sorgen. Was können wir tun? 22.05.2016

Hallo, Leider kann ich die Diagnose weder bestätigen noch verneinen, da ich nicht weiß, welche Befunde wirklich erhoben worden sind. Alvesco ist ein rein vorbeugendes Medikament und hat keine bronchienerweiternde Wirkung. Wenn Ihre Tochter weiter Beschwerden hat, und die Diagnose Asthma stimmt, sollte sie zumindest vor Sport ein bronchienerweiterndes Medikament nehmen. Ich würde Ihnen raten, nochmals einen Termin beim Lungenspezialisten zu machen, ihm mitzuteilen, wie es zwischenzeitlich gelaufen ist, sich erklären zu lassen, worauf die Diagnose Asthma beruht und darauf zu drängen, dass eine bessere Symptom-kontrollierende Therapie bei Sport erfolgt. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo Herr Dr. Barczok, Seit diesem Frühjahr habe ich immer wieder Probleme mit meiner Atmung. Zunächst fiel mir nur das schwierige einatmen auf. Schwierig insofern, Als das ich das Gefühl habe, die Lunge kann sich im unteren Bereich nicht frei entfalten. Später auch die geschwollene Nasenschleimhaut. Nach mehreren Besuchen beim Hausarzt bekam sie eine Überweisung Zum Pulmologen. Dort wurde nach einem lungenfunktionstest Die Diagnose Asthma gestellt und symbicort verschrieben. Dieses nehme ich nun schon seit etwa 2, 5 Monaten Regelmäßig morgens und abends. Zwischenzeitlich hatte ich ca 3 Wochen wenige Probleme beim atmen und heute wieder stark. Die Ärztin konnte aber klinisch nichts feststellen. Die Sauerstoffsättigug Lag bei 99%. Beim abhören der Lunge am Rücken hörte sich ebenfalls alles gut an. Was können noch Ursachen für die Problematik bei der Atmung sein? Immer wieder kann ich normal einatmen, dann wieder nicht. Zusätzlich kann ich mir das leichte brennen am linken Teil der Lunge nicht erklären, wenn alles in Ordnung sein soll. Danke für die Rückmeldung Lara Wußler 21.05.2016

Hallo, so wie Sie Ihre Beschwerden schildern, ist das nicht wirklich typisch für Asthma. Es wäre daher spannend, zu wissen, wie Ihre Lungenfunktion konkret aussieht. Auch das Brennen am linken Teil der Lunge gehört nicht dazu. Übrigens auch nicht Probleme beim Einatmen. Asthma macht immer Probleme beim Ausatmen. Ich denke sie sollten sich nochmals einen Termin beim Lungenarzt geben lassen und ganz dezidiert erklären lassen, wie die Diagnose Asthma entstanden ist, wie der Verlauf jetzt ist und wie es auch weitergehen soll. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Dr. Barczok, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort auf meine Frage von gestern (bzgl. Allergie). Tatsächlich nehme ich den Viani Diskus. Der Arzt hatte damals gesagt, ich solle den dann halt einfach zweimal nehmen . Sie scheinen das ja aber eher kritisch zu sein, ich nehme an wegen des LABAs? Wäre 1x1 und 1x2 eine Option oder sollte ich das überhaupt lieber nochmal mit meinem Arzt besprechen? Vielen Dank! 16.05.2016

Hallo, das Medikament ist für 2 mal ein Hub täglich zugelassen, es bringt auch nichts, es höher zu dosieren, da insbesondere der bronchienerweiternde Anteil dann über dosiert wird und keine zusätzliche Wirkung erbringt. Das inhalative Steroid könnte gegebenenfalls höher dosiert werden, dafür stehen aber auch inhalative Steroide solo zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Dr. Barczok, ich habe Asthma und wurde beim Allergiestest positiv auf Gräser und Roggen getestet. Die letzten Jahre war mein Asthma erfreulich ruhig, ich hatte kaum Anfälle. Allergietechnisch hatte ich nur gelegentlich leichte Symptome wie juckende Augen oder Schnupfen. Seit Anfang April haben die Asthmasymptome massiv zugenommen, ich hatte mehrere für meine Verhältnisse schlimmere Anfälle, nach denen es auch mehrere Tage dauert, bis alle Beschwerden abgeklingen. Allerdings habe ich überhaupt keine anderen Allergiesymptome. Kann sich die Allergie auch nur auf die Bronchien auswirken? Meine zweite Frage betrifft die Medikamentation: ich inhaliere täglich 2x1 Viani; wenn die Anfälle zunehmen, erhöhe ich nach Absprache des Arztes auf 2x2. Weiterhin nehme ich Montelukast und im Anfall zusätzlich Salbutamol und ggf. Theophyllin in Tropfenform. Wäre es sinnvoll, jetzt noch Kortison in Tablettenform zu nehmen (bisher hat mir das noch kein Arzt von sich aus verschrieben, da mein Asthma ja nicht so schlimm sei)? Oder lässt sich die Allergiekomponente durch das zusätzliche Kortison ohnehin nicht beeinflussen? Kann ich denn sonst noch etwas tun, um besser durch die Pollenzeit zu kommen? Vielen Dank schonmal! 15.05.2016

Hallo, wir hatten dieses Jahr schon einen verrückten Pollenverlauf, so das man in der Tat davon ausgehen muss, dass Ihre Reaktionen durch Pollen ausgelöst sein könnten. Tatsache ist aber, dass der Höhepunkt des Gräserpollenflugs erst noch ansteht. Von daher ist es wichtig, dass Sie sich auf Schlimmeres einrichten. Das von Ihnen angesprochene Medikament ist schon mal eine gute Basistherapie. Ich nehme an, es handelt sich um den Spray, da der Diskurs von Viani nur zweimal ein Hub genommen werden sollte. Mit Montelukast nehmen Sie schon ein weiteres antiallergisch wirkendes Medikament. In der Tat wäre es gegebenenfalls unter diesen Umständen sinnvoll, bei massiven Beschwerden für einige Tage nach einem sogenannten Notfallplan Kortisontabletten einzusetzen. Sie sollten das mit ihrem Arzt besprechen. Ansonsten gibt es im Moment wahrscheinlich wenig, was sie zusätzlich tun können, den Pollen kann man nur begrenzt aus dem Weg gehen. Ein bisschen was machen kann man aber schon. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, an einer Patientenschulung teilzunehmen bzw. notfalls Informationen über das Internet, übrigens auch auf dieser Patientenseite zum Thema "was kann ich gegen Pollenunternehmen " einzuholen. Langfristig wäre auch zu überlegen, ob eine sogenannte Hyposensibilisierung eine Lösung sein könnte. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Experte, ich habe Raucherhusten und rauche leider schon seit 20 Jahren. Nun merke ich, dass ich schlechter die Treppe hochkomme und mein Atem manchmal dann pfeift. Nun war ich beim Hausarzt und der äußerte nach der Lungenfunktion und den Abhören den Verdacht auf COPD. Kann das wirklich sein? Ich meine das bisschen Raucherhusten geht doch nicht einfach in eine COPD über, denkt man zumindest immer? Ich habe über die COPD im Internet gelesen und das klingt ja schlimm. Macht es jetzt noch Sinn aufzuhören? Ich habe eine Überweisung zum Lungenarzt. Was wird da gemacht? Grüße und danke für Ihre Antwort 15.05.2016

Hallo, Ihre Geschichte ist ganz typisch für den Verlauf einer COPD. Langjähriges Rauchen führt zu einem schleichenden Verlust der Leistungsfähigkeit der Lunge, den man zunächst gar nicht richtig wahrnimmt. Häufig wird das Problem erst im Rahmen eines Infektes wahrgenommen und plötzlich steht die Diagnose COPD im Raum, obwohl sich das ganze über einen langen Zeitraum angeschlichen hat. Ja, das kann wirklich sein. Ich weiß nicht, was sie über die COPD im Internet gelesen haben. Tatsache ist, dass man ganz lange ganz viel machen kann, bevor es üble Komplikationen gibt. Entscheidend ist, dass sie jetzt das Rauchen umgehend aufgeben. Eine bronchienerweiternde Therapie, die den Dreck der Zigarette noch besser in die Tiefe leitet, wäre ansonsten kontraproduktiv. Lassen Sie sich beim Lungenarzt genau erklären, wo Sie stehen, er wird Ihnen einen Weg zeigen, wie sie das Maximale aus der Situation herausholen können. Gut wäre es halt, wenn sie dann schon sagen könnten: "ich habe inzwischen das Rauchen aufgehört". Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

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