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Hallo, bei mir wurde aufgrund von dauernder Atemnot nach mehreren Infekten Asthma festgestellt. Zur Zeit bekomme ich Relvar 18422 1-0-0, Montelair 1-0-0 und Berotec als Bedarfsmedikation. In den ersten fünf Tagen habe ich zusätzlich 20 mg Prednisolon bekommen. Nach ca. 1 12 Wochen hat es sich so eingespielt, dass ich auch wieder einigermaßen ohne Atemnot schlafen kan, bzw. nicht davon aufwache. Meine Peak-Flow Werte liegen mittlerweile morgens zwischen 360 und 410 und abends bei 460. Ich weiß einmal nicht, ob die Werte gut sind und was ich bei einer Atemnot tun muss. Muss ich zuerst meinen Peak-Flow Wert messen, oder kann einfach das Notfallmedikament nehmen? Hier noch meine Angaben: ich bin 35 Jahre alt und 167 groß. 03.08.2015

Hallo, nun, zunächst einmal scheint die medikamentöse Therapie ja gut zu wirken, offensichtlich haben sie kaum noch Beschwerden. Sie sollten die Therapie daher zunächst einmal so weiterführen, bis sicherlich bald die nächste Kontrolle vorgesehen ist. Was den Einsatz eines Notfallsprays anbetrifft, ist es immer sinnvoll, zuerst den Peak-Flow zu messen, wenn dies gerade möglich ist, da man damit nochmals rückgekoppelt bekommt, wie die Situation im Moment wirklich ist. Ansonsten ist es natürlich wichtig, dass Sie bei akuten Atembeschwerden Ihr Notfallspray einsetzen und beobachten, ob sich die Beschwerden dann bessern. Im schlimmsten Fall nehmen sie das Spray umsonst, was auch kein Problem darstellt, solange das nicht laufend passiert. Gut wäre es, wenn sie die Gelegenheit hätten, an einer Patientenschulung teilzunehmen. Bei dieser Gelegenheit wird dieses Thema nämlich sehr intensiv durchgesprochen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Nachtrag zur vorherigen Frage wegen der Schwangerschaft: mein Bauch ist noch nicht sonderlich gewaschen und zugenommen habe ich ca 1kg. Ich denke daher nicht dass dies für den PEF -Abfall relevant ist, oder? 02.08.2015

Das sehe auch ich so

Hallo, ich bin in der 19.SSW und bemerke seit gut einer Woche dass ich vermehrt niesen muss und immer wieder kribbeln in der Nase habe. Ich habe eh schon eine chronische Sinusitis und Asthma welches mit Foster behandelt wird. Wegen der chronischen Sinusitis nehme ich Dymista 2x täglich. Müsste darunter nicht eigentlich erst keine Verschlechterung der Symptome auftreten? Ich habe auch von einem Schwangerschaftsschnupfen gelesen und dass sich Allergien in der Schwangerschaft neu bilden können. Bisher hatte ich nur eine Milbenallergie die aber vor der SS ca drei Jahre mit einer Desensibilisierung angegangen wurde. Desweiteren hat sich mein PEF von 450 auf 410 gesenkt. Davon merke ich jedoch nicht viel, frage mich aber natürlich warum sich dies ebenfalls verschlechtert wenn ich die oben genannte Medikation nicht verändert habe. Wäre jetzt eine neue Allergie im Anmarsch, müsste man diese wegen der Schwangerschaft angehen, oder eher abwarten? Oder können diese Symptome auch nur ganz allgemein durch die Schwangerschaft bedingt und völlig harmlos sein? 02.08.2015

Hallo, zunächst einmal lässt sich grundsätzlich sagen, dass in der Schwangerschaft inhalative Medikamente problemlos weiter genommen werden können und müssen. Eine gewisse Einschränkung würde ich hier allerdings bei ihrem Nasenspray sehen, da dieser auch ein sogenanntes Antihistaminika enthält. Vielleicht wäre es sinnvoller, ein reines Kortisonspray einzusetzen, das sollten Sie mit Ihrem Lungenfacharzt nochmals besprechen. Lokal wirkende Kortisonspray sind in der Schwangerschaft gut verträglich und stellen für das heranwachsende Baby kein Problem dar. Überhaupt wäre es wichtig, dass Sie in dieser Phase von einem Lungenfacharzt gesehen werden, soweit dies nicht bereits ohnehin der Fall ist. Was die Frage einer möglichen weiteren Allergie anbetrifft, ist dies möglich, hat aber im Moment keine besonderen Konsequenzen, eine entsprechende Diagnostik sollte daher erst nach Ende der Schwangerschaft erfolgen. Jetzt geht es darum, Ihre Bronchien so optimal wie möglich medikamentös einzustellen, was in aller Regel auch in der Schwangerschaft gut möglich ist. Ich wünsche Ihnen für die nächsten Monate weiter viel Glück und Erfolg und verbleibe mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Hallo Herr Dr. Barczok , ich habe mittelgr. unkontroliertes Asthma . Nun hat der Lufa die Medikamente von Symbicort 1604,5 (2xmorgens,1xabends), auf Relvar 9222 1x morgens und Spiriva respimat 2x abends umgestellt. Mit Spiriva komme ich sehr gut klar. Nun bei Relvar verbleibt recht viel von dem Pulver im Mund bis tief in dem Hals zurück. Ein Mund ausspülen ohne Schlucken ist nicht richtig möglich weil das Pulver so sehr im Hals klebt. Dadurch ist die Stimme sehr stark beieinträchtigt, und unwohlsein im Bauch durch evtl verschluckte Pulverreste kommt noch dazu. Der Peak Flow ist mit der neunen Medikamenteneinstellung deutlich besser. Gibt es Verbesserungsmöglichkeiten im Umgang mit Relvar, um da doch noch auf Dauer mit klar zu kommen? Mit Spiriva komme ich gut klar , deshalb würde ich das gerne beibehalten. Ich erwarte hier jetzt keine Informationen zu bestimmten Medikamenten, aber gibt es Medikamente die nicht auf Pulverbasis sind , alternativ zu Relvar oder Symbicort? Danke im vorraus. Viele Grüße 28.07.2015

Hallo, zunächst einmal sollte ich vielleicht klarstellen, worum es sich bei dem Pulver eigentlich handelt. Das Pulver besteht aus Zuckermolekülen. Es ist nicht möglich, die ungeheuer kleinen Mengen (Mikrogramm!) für das Medikament richtig zu wiegen. Daher wird das Medikament nach einem festen Schlüssel mit Zuckermolekülen vermischt, die sozusagen als Taxi dienen. Wenn Sie dann schnell einatmen, fliegen die sehr kleinen Medikamenten-Moleküle in die Tiefe während die großen, trägen Zuckermoleküle zurückbleiben und als Pulver an Zähnen oder auch der Schleimhaut festsetzen. Gefährlich sind diese Pulverreste somit eigentlich nicht. Wenn sie aber anhaltend damit Probleme haben, sollte in der Tat auf ein Spray, dann allerdings mit einem sogenannten Ventilspacer umgesetzt werden. Infrage käme dafür beispielsweise Viani mit Volumatic, Foster oder Inuvair jeweils als Spray statt als Pulver. Besprechen Sie die Problematik einfach noch mal mit ihrem behandelnden Lungenfacharzt, er wird sicher eine Möglichkeit finden, dass Sie die Medikamente problemlos nehmen können. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

Sehr geehrter Herr Dr. Barczok, ich bin 45 Jahre alt, im April 2014 wurde bei mir Asthma diagnostiziert. Zu dem Zeitpunkt hatte ich eine Bronchitis, die nach Einnahme von Symbicort abgeklungen ist. Seitdem habe ich keine Beschwerden mehr. Meine Peak-Flow-Werte und FEV1 Werte liegen bei ca. 100%, ich habe nie Husten, keine erschwerte Ausatmung, es ist eigentlich alles in Ordnung. Nur der sRAWtot-Wert ist bei einem Provokationstest angestiegen. Ist das wirklich Asthma, obwwohl ich nur einmal eine Bronchitis hatte, die längere Zeit angedauert hat? Ich habe sonst niemals schwere Erkältungen gehabt. 27.07.2015

Hallo, in der Tat scheint es sich bei ihnen, wenn überhaupt, um eine frühe Form von Asthma zu handeln. Solange nur ganz gelegentlich Beschwerden auftreten bzw. nur der Provokationstest positiv ist, ist in der Regel eine Dauertherapie nicht erforderlich. Allerdings kann insbesondere beim Vorhandensein von Allergien niemand sagen, ob die Erkrankung nicht doch irgendwann zu Problemen führen wird. Sie sollten daher dem Befund im Auge behalten und im Zweifelsfall die Lungenfunktion auch wiederholen lassen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barczok

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